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Mittwoch, 10. Februar 2010

Übelste Hirnspiralen

Helene Hegemann, das Jungtalent schreibt ab, der Dandy-Philosoph beruft sich in seinem neuen Buch auf einen Autor und merkt nicht dass es sich bei dessen Werk um eine Satire handelt. Das Feld der Literatur ist bunt.
Jedenfalls scheinen die Jungen besser ggeln zu können als die Kritiker oder die Professoren. Und es scheint niemand frühzeitig gemerkt zu haben, dass sich das siebzehnjährige „Wunderkind der Berliner Kreativszene“, der man "als Autorin Grosses zutraut" (Sonntagszeitung 7.2.10) ungeniert aus allen möglichen Quellen des Internets für ihr Werk „Axolotl Roadkill“ bedient hat. Dabei klingt schon der Titel an diesen Blog an.
Axolotl
Der Axolotl ist ein nachtaktives Amphibium, seine Besonderheit ist, dass er nie richtig erwachsen wird, sondern seingesamtes Leben im Larvenstadium unter Wasser verbringt.

Das"kreative Sampling" (Haas) gibt die Autorin unbefangen zu: "Ich bediene mich überall, wo ich Inspiration finde und beflügelt werde...weil meine Arbeit und mein Dienstahl authentisch werden, sobald etwas meine Seele berührt. Es ist egal woher ich die Dinge nehme, wichtig ist, wohin ich sie trage." (Seite 15 in ihrem Buch)
Grosse unvergessliche Literatur nennt ein Kritiker das Buch genannt und jetzt soll vieles geklaut sein?
"Sie hat abgeschrieben- na und?" Es sei doch egal wer der Autor ist meint SpiegelOnline und bemüht das Mittelalter, in dem der Autorenname" Schall und Rauch" gewesen sei.
Ich bin erst am Anfang dieses "gefährlichen schwarzen Bandes" (Biller) und seiner "skandalösen Botschaft." Es sei, "wie jede große Kunst, sehr moralisch, und wer immer sich von ihm getroffen fühlt, bekommt nach der Lektüre die gleichen Schmerzen wie ein ausgepeitschter Ehebrecher auf dem Marktplatz von Ghom." Mal sehen.
NB Ich habe zb "Hirnspiralen" geggelt und bin auf wortwörtliche Übereinstimmungen in einem Forum für Drogenerfahrungen gestossen.
Und wie kann eine junge Frau nur Mifti heissen? Pippi Langstrumpf der Postmoderne?

Montag, 4. Januar 2010

Frau Europa

"Angela Merkel has more power than any leader on the continent. What will she do with it?"

merkel1

Titelbild der Europaausgabe des aktuellen Time Magazines. Der dazugehörige Text bringt jedoch nicht wirklich was Neues.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

NZZ Korrigenda

Das muss ich doch noch schnell loswerden: Die NZZ war für mich immer das Qualitätsprodukt schlechthin. Dass das Aussehen ein bisschen tantig war habe ich gerne hingenommen, dafür waren die Fakten in Ordnung, Sprache und Grammatik einwandfrei. Auf die NZZ konnte man sich verlassen. Berichtigungen und Korrekturen waren nahezu unbekannt. Und jetzt, mit dem Relaunch? Fast jeden Tag ein "Korrigendum" und heute sogar vier! Legenden verwechselt, unkorrekte Namen und Fakten und auch noch verlorengegangene letzte Zeilen. Ich finde das traurig, das letzte Bollwerk der Korrektheit ist eingebrochen.

korrigenda-22_10_09

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Alles hat seine Zeit

geschenk1 Aus meiner katholisch-bayrischen Kindheit kenne ich die Gottesmutter Maria eigentlich nur als Statue mit dem Jesuskind auf dem Arm.
Das Buch von Maria Elisabeth Straub "Das Geschenk" öffnet da eine ganz andere Sicht. Leicht irritierend am Anfang aber fesselnd ist diese Geschichte der Heiligen Familie doch auch plausibel. Straubs Roman erhebt nicht den Anspruch das neue Testament zu korrigieren, aber es wird fassbar, dass Maria eine starke Frau in einer den Frauen nicht wohlgesinnten Gesellschaft gewesen sein muss.
Empfehlenswert.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Lesestoff

Ich hatte mir schon Vorwürfe gemacht, dass wir die NZZ wieder ins Haus geholt haben. Sie war genauso schnell gelesen wie eine Gratiszeitung.
Aber gestern war alles anders. So viel kann ich an einem Tag gar nicht lesen, ich müsste schon mit der Bahn nach Lausanne und zurück fahren. Also Seiten herausreissen und heute ist ja Sonntag.
Das hat mich interessiert:

Polanskiaden
. "Nach der anfänglichen Empörung vieler Kulturschaffender ist im Laufe der Woche ein Bewusstseinsprozess in Gang gekommen.Offenbar haben auch die "Kulturschaffenden" endlich das gehirn eingeschaltet: "Manchmal sei es wohl besser auf ein Statement zu verzichten und etwas länger zu überlegen, ärgerte er (der Schweizer Regisseur Micha Lewinsky) sich über sich selber.
Eine mutige Frau. Kartika Sukarno wurde in Malaysia wegen Biertrinkens zu einer Prügelstrafe verurteilt.
Kroatischer Blut und Boden-Rockstar Der Umstrittene kroatische Rockstar Marko Perkovic und seine Wirkung auf junge Leute "Bei den jungen Konzertbesuchern kommt aber hinzu dass sie oftmals wohl keine genaue Vorstellung haben, welche Bedeutung die Texte oder Symbole wirklich tragen. Eine Figur wie Perkovic wird dann zum Symbol um das man sich auf der Suche nach Gemeinschaft und Identifikation schart."
Keine Furcht vor falscher Bilderverehrung. Die neuen Kirchenfenster im Zürcher Grossmünster von Sigmar Polke.
Das auch noch:
+ Das letzte Zuhause. Wie Demenzkranke in Basel in betreuten Wohngemeinschaften zusammenleben.
+ Wellen aus Glas am Mythenquai. Neubau der Swiss Re nach den Plänen von Diener & Diener.
+ Das schönste Haus weit und breit. Das Gut Mädikon am Gratweg auf den Üetliberg hat eine sagenumwobene Vergangenheit.

Montag, 14. September 2009

Eine Bibliothek die immer offen ist

Durch Zufall bin ich auf Questia Online Library gestossen. Dort kann man 24 Stunden am Tag in über 67 000 Büchern, auch vergriffenen, zu diesen Fachgebieten recherchieren:
* Art and Architecture
* Communication
* Economics and Business
* Education
* History
* Law
* Literature
* Music and Performing Arts
* Philosophy
* Politics and Government
* Psychology
* Religion
* Science and Technology
* Sociology and Anthropology
Dazu kommen noch 155 000 Zeitschriften und Tausende von Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln.
Man kann Seiten kopieren, Anmerkungen machen, zitieren, eine Bibliografie erstellen und das Schriftbild ist sehr viel besser als bei den eingescanten Googlebooks! Man kann nicht nur nach Titeln, Autoren usw suchen sondern auch nach ganzen Sätzen.
Man muss sich registrieren und es ist nicht kostenlos. Man kann sich einzelne Sachgebiete heraussuchen und dann bezahlt man rund 10 Franken oder man wählt das ganze Paket und zahlt etwa 20 Franken im Monat. Man kann den Dienst 72 Stunden lang kostenlos ausprobieren, ich habe es aus Zeitgründen noch nicht getan.
Mit Questia scheinen Bibliotheksbenutzerinnenträume wahr zu werden: kein Buch ist jemals ausgeliehen und die Bibliothek ist nie geschlossen. Soviel ich sehe sind aber nur englischsprachige Bücher im Angebot.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Nicht gelesen

Geht das anderen auch so? Bücher, die man nach den ersten Seiten weglegt oder andere, mit denen man sich immer wieder plagt und die man immer wieder wegstellt und die Lektüre aufs Neue versucht?
Am Samstag habe ich mir zwei Krimis aus der Bibliothek geholt, falls der Sonntag wieder verregnet sein sollte. Das eine war von Wolfgang Haas: Wie die Tiere, das andere von einem Tony Strong: Katzenzungen. Die Katzenzungen habe ich nach wenigen Seiten weggelegt. Die Beschreibung einer ekelhaften Tierquälerei konnte ich mir nicht antun, nur ein krankes Hirn kann sich so etwas ausdenken, da will ich auch nicht wissen, wie es weitergeht.
Von Wolf Haas fand ich die ersten Krimis vor etwa zehn Jahren interessant, den eigenwilligen Stil: »Ich schreib’ wie eine Wildsau und schau nachher, was mir gefällt", erfrischend. Mittlerweile ist das Geschreibe nur noch nervig und ich hab das Buch nach wenigen Seiten weggelegt.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Keine Schulbücher mehr

In Kalifornien sollen Schulbücher abgeschafft und durch E-Books ersetzt werden.
Gouverneur Schwarzenegger hat die Digital Textbook Initiative gestartet. und möchte zuerst in den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften "digital learning aids" einsetzen. Schulbücher seien teuer, schwer und veraltet und junge Menschen seien es gewöhnt mit elektronischen Medien umzugehen.
Hauptgrund für die Änderung sollen die Finanzen sein, mit dem Wechsel verspricht sich der Staat Kalifornien Einsparungen in der Höhe von 300 bis 400 Millionen Dollars.
Ich kann die Argumente für elektronische Schulbücher gut nachvollziehen: sie könnten jeweils auf dem neuesten Stand sein. Interaktivität und Lernkontrolle wird möglich. Die Kinder brauchen nur ein Lesegerät für alle Fächer, die Zugänglichkeit und der Vertrieb wird vereinfacht und auch das Gewicht das die Kinder mit in die Schule schleppen würde reduziert.
Wenn ich allerdings zusehe, wie die Kinder mit ihren Schulmappen oder Rucksäcken umgehen, sie herumschmeissen und fallen lassen, werden es wohl sehr robuste Ebooks sein müssen.

Sonntag, 31. Mai 2009

Triggerpunkte und Mord

Bei meiner zweiten Triggerpunktbehandlung hat der Therapeut an Kopf und Kiefer einige Punkte "gedrückt" und gemeint eine "mandibuläre Dysfunktion" sei verantwortlich für eine leichte Beckenschiefstellung und die wiederum trage zu den Schmerzen in Rücken, Hüfte und Beinen bei. Das klang zuerst seltsam aber dann doch sehr einleuchtend, denn der Körper ist eine Funktionseinheit und selbst kleine Störungen können die ganze Balance durcheinanderbringen.
Die Behandlung hat wiederum genützt, an manchen Tagen bin ich beschwerdefrei, aber heute ist es ziemlich schlimm. Es hilft eigentlich nur noch flach liegen und das ist ziemlich langweilig.
Zum Glück habe ich gestern den Krimi von Stieg Larsson: Verblendung gekauft. Er ist der erste Band einer Trilogie und mit seinen fast 700 Seiten sollte es mir zumindest über den heutigen Tag weghelfen. Ich bin bereits auf Seite 233 und finde die Geschichte und die handelnden Figuren sehr fesselnd.
Bisher habe ich um die Larsson Bücher immer einen Bogen gemacht, sie wurden als Milleniums-Trilogie angepriesen und ich hatte keine Lust auf irgendeine Fantasygeschichte. Mittlerweile weiss ich natürlich warum Millenium!

Dienstag, 5. Mai 2009

Jetzt reichts

haben sich die Geldgeber gedacht und der Gratiszeitung .ch ab sofort den Geldhahn zugedreht. Die 69 Angestellten stehen auf der Strasse - völlig überraschend und ohne Sozialplan. Aber sie könnten den Verlag gratis übernehmen heisst es hier.

jetzt reichts

Das war die gestrige Ausgabe, ein bisschen dünn, aber mit einem Wettbewerb bei dem es Gutscheine zu gewinnen gibt.
Ich werde das Blatt nicht vermissen und schon gar nicht die Kolumne der 16jährigen Natascha, die mit Sch..., sh.. und f... nur so um sich schmeisst.

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