nachdenken

Dienstag, 13. Oktober 2009

Vorher - Nachher

EinesTages von Spiegel Online veröffentlicht heute Bilder des Fotografen Jürgen Ritter, dem "Wanderer am Todesstreifen".
Ritter hat in den 1980er Jahren die deutsch/deutsche Grenze vom Westen her ausgiebig fotografiert und in den Jahren nach der Wende hat er an den gleichen Standorten nochmals in die Kamera geschaut.
Es ist eine eindrückliche Bilderschau geworden. Was mich am meisten erstaunt, irritiert und bedrückt ist die Banalität und die Hässlichkeit der heutigen Wirklichkeit.
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Grenzfluss Wakenitz, 1985: Der Grenzverlauf zwischen Lübeck und Ratzeburger See entlang der Wakenitz in einer Aufnahme von 1985.
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Brücke über die Wakenitz, 2009: Am früheren Grenzverlauf an der Wakenitz in der Nähe von Lübeck. Heute führte eine Autobahnbrücke der Ostseeautobahn A 20 über den ehemaligen deutsch-deutschen Grenzfluss.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Wow! Friedensnobelpreis für Obama

Ich habe mich über den Friedensnobelpreis für Obama gefreut. Weil ich verstanden habe, dass dies keine Auszeichnung für vergangene Taten sein soll sondern Anerkennung für Visionen und Hoffnungen.
Es freuen sich auch andere, aber nicht über den Preis sondern dass sie wieder ungehemmt Amerika-Bashing betreiben können. Dass sie endlich wieder über einen amerikanischen Präsidenten herfallen und ihn demontieren können nachdem er vorher zum Messias hinaufstilisiert wurde.
Es war eine ungewöhnliche aber eine gute Entscheidung Obama den Preis zu verleihen. Ich hoffe und wünsche mir sehr dass der Geist des Friedens den Präsident bei seinen künftigen Handlungen leitet und dass er dabei die Unterstützung erfährt, die er braucht.

Hier ein Kommentar von tilman in der taz
ich bin sehr überrascht von den Reaktionen der Leser, auf die Vergabe des Preises.
Wenn man die Sache objektiv betrachtet, ist es natürlich nicht gerechtfertigt, dass er so früh diesen Preis erhält. Die Debatte in wie weit der Preis an Glaubwürdigkeit verloren hat sei mal dahin gestellt.
Insgesammt sollte man den Umstand realistisch bewerten. Obama mag einige seiner Verpsrechungen nicht eingehalten haben, aber welcher Politiker tut das schon.Man sollte stattdessen anerkennen, was es bedeutet wenn Die USA und Russland sich wieder aufeinander zu bewegen.
Anerkennen was es heißt, wenn der amerikanische Präsident, nach acht Jahren grauenhafter internatinaler Außenpolitik, es wagt Kompromisse mit den "problematischsten" Parteien der Welt, gewillt ist einzugehen.
Ich hätte mir keinen besseren Kanidaten für diesen Preis vorstellen können. Denn wie das Gremium richtig erkannt hat, kann dieser Preis ein Zeichen sein, grade weil er in dieser weltpolitischen Situation, vergeben an Obama, Debatten und Diskusionen auslösen wird. Meiner Minung nach ist das die beste Möglichkeit, um überhaupt eine Sensibilisierung, für das Thema Frieden, von Massen zu schaffen.

Freitag, 18. September 2009

Flammen der Revolte

Wieder einmal waren in unserer Stadt Sprayer unterwegs und haben die Öffentlichkeit mit ihren klugen Manifestationen beglückt. Um die Farbe vom empfindlichen Sandstein des Stadthauses weg zu bekommen arbeiten drei Männer wahrscheinlich zwei Tage.

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Mittwoch, 3. Juni 2009

Arm aber fröhlich

Das 20. Winterthurer Afropfingsten ist gekommen und gegangen. Ich bin einmal durch den Markt geschlendert und habe "Kunsthandwerk" gesehen, wie "man" es eben seit Jahren von Afrika erwartet. Wenn mir jemand begeistert von diesem Festival erzählt, lächle ich höflich, nachvollziehen kann ich die Begeisterung nicht.
Mein Missbehagen hat nun der Ethnologe David Signer in der NZZ am Sonntag in Worte gefasst. Unbedingt lesen!
"Eine Veranstaltung wie Afro-Pfingsten ist ein Spiegel. Nicht ein Spiegel Afrikas, sondern von uns selbst. Denn die Marktfahrer inszenieren einfach das, was ankommt. Und wir – eigentlich hängen wir immer noch demselben Afrikabild an wie vor zwanzig oder fünfzig Jahren. Kein Wunder, bleiben viele Afrikaner, und gerade die «Integrierten», diesem Spektakel fern. Sie lassen sich nicht gerne diese Labels anhängen, diese wohlgemeinten «Multikulti»-Etiketten, diesen positiven Rassismus, der die Menschen nicht mehr nach Rassen, aber fein säuberlich nach Kulturen ordnet."
Natürlich ist Signer vielen in den falschen Hals geraten, es gibt aber auch Stimmen, die seine Kritik am "postkolonialistischen Verhalten" als "heilsame Ohrfeige" empfinden.

Dienstag, 2. Juni 2009

Der Mensch ein Bakterium?

Der menschliche Körper enthält 10 Mal so viele Bakterienzellen als er menschliche Zellen enthält. (Heisst das nun dass wir mehr Bakterium sind als Mensch?)
Die bakteriellen Mitbewohner besiedeln unseren Verdauungstrakt in grosser Zahl, aber auch die Haut ist ein bakteriell besonders reichhaltiges Ökosystem. Dieses ist in den Achselnhöhlen anders zusammen gesetzt als etwa hinter den Ohren. Am meisten Bakterien, das haben Studien herausgefunden, gibt es auf den Unterarmen. Insgesamt haben die Forscher rund 1000 verschiedene Bakterienarten auf der Haut gefunden.
Mehr bei ScienceNow und hier

Montag, 11. Mai 2009

Bezahlen für Hahnenwasser?

An der Uni Zürich hingen heute an den Toilettentüren Anschläge, angeblich aus dem Rektorat, die mitteilen, dass ab 12.5.09 das Trinkwasser "in privater Hand" und deshalb kostenpflichtig sei. Der Verbrauch würde über die Legi abgerechnet, auf die man sich vorgängig das entsprechende Guthaben aufladen müsse.
Es gab konsternierte Blicke und "gohts no?" aber nichts weiter. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das Trinkwasser vom Wasser für Händewaschen usw. unterschieden und gemessen werden kann. Ich kann mir aber vorstellen, dass jemand eine Diskussion über das Trinkwasser und seine unhinterfragte Selbstverständlichkeit auslösen wollte.

Samstag, 9. Mai 2009

Organspende - eine gute Sache?

Ich hatte bisher keine Zweifel, dass eine Organspende eine gute Sache ist. Dass jemand sein Herz, seine Leber oder Nieren oder auch seine Hornhaut zur Verfügung stellen will nach einem plötzlichen Tod war für mich in Ordnung, auch im näheren Familienkreis.

organspende

Aber dann habe ich zufällig einen Aufsatz von Martina Keller in der April Ausgabe von Psychologie Heute gelesen. Und das hat mich dann doch zum Nachdenken gebracht. Wie die Hinterbliebenen, nur Minuten nachdem der Tod eingetreten ist, entscheiden müssen ob man den Leichnam eine geliebten Menschen als Ersatzteillager verwerten kann und wie der tote Körper dann ausgeschlachtet wird. Leider kann man den Artikel nicht verlinken.
Aber Martina Keller hat zum Thema ein Buch geschrieben: "Ausgeschlachtet. Die menschliche Leiche als Rohstoff."
Interessant auch die Studie der Medizinethnologin Vera Kalitzkus: Leben durch den Tod.

62 Menschen sind im letzten Jahr gestorben weil sich kein Spender für sie finden liess. "Diese Situation ist unakzeptabel!" hat die Swiss-Transplant Präsidentin Trix Heberlein gesagt. Die Not der Hinterbliebenen scheint nicht zu interessieren. Sie sind wohl nur ein Störfaktor.
Nun will sogar, laut Tages-Anzeiger, eine Gruppe von Politikern, dass man die Hinterbliebenen überhaupt nicht mehr fragen muss um bei einem Toten Organe oder Gewebe zu entnehmen.

Kein Wunder dass in der Schweiz die Ablehnung der Hinterbliebenen gegen Organspenden zunimmt.

Sonntag, 3. Mai 2009

Lesenswert

Im Tagi-Magazin das Interview mit den zwei Bankern.

Mittwoch, 22. April 2009

Earth Day

Heute ist Earth Day, G**gle hat mich mit seinem heutigen Logo daran erinnert. Earth Day heisst, dieser Tag
"soll die Menschen dazu anregen, ihr Konsumverhalten zu überdenken und nachhaltig und verantwortungsbewusst zu handeln.
Seit 1970 findet der Tag der Erde auf einen Beschluss des US-Kongresses in den USA statt, seit 1990 wird dieser weltliche Feiertag international begangen."

pilz1

Ich finde, irgendwie passt dieses Bild gut zu diesem Tag. Es ist von Knitted Landscape, and "is about knitting, art, inspiration, landscape, beauty, humour, nature, photography, imagination, make people smile".
Danke Susann für den Hinweis.

Mittwoch, 11. März 2009

Zersetzung des Mitgefühls in Gaudi

Warum quält man alte Menschen? wird der Psychoanalytiker Peter Schneider im heutigen TagesAnzeiger gefragt. "Wie kann es dazu kommen, dass man zum eigenen Amüsement alte Menschen quält und dies auch noch mit dem Handy dokumentiert?" Schneiders Antwort ist, wie immer sehr differenziert, lesens-und nachdenkenswert. Zitat:
Unterhaltungssendungen wie Pannen-Shows... all diese Formate der feierabendlichen Zerstreuung sind Einübungen in Mitleidslosigkeit. Damit Sie mich nicht missverstehen: Ich halte das Fernsehen nicht für die Ursache des Übels. Sondern ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass die Zersetzung des Mitgefühls in Gaudi und munteres Feixen kein so singuläres Phänomen ist, wie man hoffen möchte.

die letzten tage

was seh ich denn da?...
was seh ich denn da? Hab' nichts davon gemerkt... Ja,...
Echo vom Lindberg (Gast) - 19. Nov, 19:26
...und in der Praxis
ist es doch so, dass wahrscheinlich der grössere...
p (Gast) - 17. Nov, 19:15
...der kleine herzige...
...der kleine herzige Leo mit seinen weissen Pfötchen...
echo vom Lindberg (Gast) - 16. Nov, 08:42
:'-( oh, traurige nachricht!...
:'-( oh, traurige nachricht! ich wünsche Leo,...
taranis - 15. Nov, 14:25
mao....
es tut uns sehr leid, dies zu hören.
diehebamme und ovi (Gast) - 15. Nov, 10:58

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