nachdenken

Mittwoch, 2. Juli 2008

Gipfel der Wahlfälscher...

...so überschreibt die NZZ heute einen Kommentar auf Seite 2 zum Gipfeltreffen der afrikanischen Massenmörder, Wahlbetrüger und Diktatoren. Dass Wahlfälscher Mugabe am Gipfel mit allen Ehren eines Staatschefs empfangen wurde, wundere nicht. Eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus.
Da nützt es nicht viel wenn Frau Merkel dem Verbrecher Mugabe "jegliche Legitimität" abspricht. Diese Floskel zeigt nur die weitverbreitete Rat- und Hilflosigkeit.

Donnerstag, 1. Mai 2008

Mehr Himmel für alle

1-mai-08

Den Forderungen zum 1. Mai in Winterthur können wir uns doch alle anschliessen.

Montag, 28. April 2008

1333 Tonnen Gold

Am 1. April hat die UBS zugegeben, dass sie insgesamt 40 Milliarden Franken in den Sand gesetzt hat.
Wie kann man sich 40 Milliarden Franken vorstellen? Jemand hat sich dazu Gedanken gemacht.
goldvreneli
Beim gegenwärtigen Goldpreis könnte man sich für diese 40 Milliarden gut 1300 Tonnen Gold kaufen und davon einen Goldwürfel von 4 Metern Kantenlänge anfertigen lassen und im Garten aufstellen. Man könnte aber auch das machen, was die UBS bereits getan hat, nämlich das Geld verbrennen. Mit Zehnernötli zum Beispiel hätte man eine ganze Weile warm.
Was hätte man nicht alles kaufen können für das schöne Geld: "Für die 40 Milliarden liessen sich - theoretisch - alle Aktien der Lufthansa (Mutterkonzern der Swiss, aktueller Börsenwert 12,8 Mrd. Fr.) sowie der beiden anderen europäischen Schwergewichte kaufen, Air France / KLM (7,6 Mrd. Fr.) und British Airways (5,4 Mrd. Fr.). Diesem fusionierten Giganten der Luftfahrt, der Marcel-Ikarus-Airlines, könnte die Bank mit dem Rest des Geldes noch 26 Exemplare des neuen Airbus A380 zum Stückpreis von 290 Mio. Fr. spendieren."
Oder man hätte 2 500 000 Goldvreneli zum aktuellen Preis von etwa 160 Franken kaufen können.
Luftschlösser!

Donnerstag, 24. April 2008

Mountains of rotten books

Auch eine Möglichkeit mit Büchern umzugehen. Hier auf English Russia: Bilder aus einer verlassenen Bibliothek in Russland.
library1
"Years before, during the Soviet Rule, books were considered to be the greatest treasure. Children in schools were taught to treat the books with care and love. It seems now this doesn’t work. At least at some libraries."
Die Original-Bilder sind von hier (Glaube ich, denn ich kann kein Russisch)

Wer übrigens glaubt, dass solche Sachen nur in Russland passieren können, sollte sich hier umsehen:
roosevelt
Der Fotograf James D. Griffioen hat das Roosevelt Warehouse in Detroit fotografiert, ehemals ein Lager für Schulbücher und Schulmaterial.
In seinem Blog beschreibt er wie das ganze passiert ist und zeigt, wie es heute aussieht.

Montag, 21. April 2008

Fussball und Ethik

Als die CS am Freitag nochmals gratis Bälle verteilte, obwohl mittlerweile fast alle wussten, unter welchen Bedingungen (Kinderarbeit) sie hergestellt wurden, waren 1000 Bälle innerhalb kurzer Zeit verteilt. Offenbar war es den Leuten völlig egal, welches die Produktionsbedingungen waren, Hauptsache, sie hatten ihren Gratis Ball. Geiz ist geil. Ethik, was ist das?
"Heute stammt vieles aus Kinderarbeit," habe eine junge Frau geantwortet auf die Frage ob sie keine Bedenken habe, hiess es im Landboten vom Freitag.

NB vom 23.4.
Credit Suisse spendet 1 Million Franken an das Uno-Kinderhilfswerk Unicef berichtet der TagesAnzeiger. Die Bank hat letzte Woche Fussbälle verteilt, die mit Kinderarbeit produziert worden sind.
"Die Credit Suisse setze sich hohe ethische Standards und sei sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst, heisst es in dem Communiqué weiter. Allein das Bestehen eines blossen Verdachts, dass bei der Herstellung der Fussbälle ein Verstoss gegen das Kinderarbeitsverbot vorliegen könnte, sei inakzeptabel."
Wo bleibt die soziale Verantwortung all derer, die sich diese Gratis-Bälle geholt haben obwohl sie wussten, dass etwas faul war?

Samstag, 5. April 2008

Hybris

Unter "10 ideas that are changing the world" fasst das Time-Magazine Ideen zusammen, die globale Lösungen bzw. Strategien für brennende Probleme der Zukunft darstellen könnten. Geo-Engineering ist solch eine Strategie: das Eingreifen in natürliche Kreisläufe im globalen Massstab.
Eine Idee ist diese: Weil bisher alle Vorschläge dem CO2-Ausstoss und dem Klimawandel entgegenzuwirken erfolglos gewesen sind, schlägt der Nobelpreisträger Paul Crutzen eine technokratische "Lösung" vor. Keine sooo neue Idee übrigens.
Er will "vast amounts" von Schwefel-Teilchen in die obere Atmosphäre blasen und so einen ständigen "Nebel" erzeugen, der die Erde kühlen würde. Ich nehme an, weil dieser Nebel die Sonneneinstrahlung verringern würde.
Die Idee ist einfach unglaublich und anmassend und könnte aus der Zeit der Reaganschen Starwars Projekte stammen. Hybris!
Dazu NZZ und Spiegel Online

Donnerstag, 3. April 2008

Ich bin ein Glückspilz

"Ich heisse Frau Gertraud Kunz{eine österreiche Frau},eine Witwe zu Spätem Herrn Thorsten Böhm{Ein ehemaliger deutscher Botschafter zu der Schweiz}.Ich bin 74years alt und leide an lange Zeit Krebs von der Brust.Ich bin jetzt im Krankenhaus Ziekenhuis Gooi-Noord (Blaricum) Rijksstraatweg 1, 1261 AN hier in den Niederlanden
Von allen Anzeigen verschlechtert sich meine Bedingung wirklich und es ist ziemlich offensichtlich, dass ich mehr als zwei Monate {gemäß medizinischen Berichten von meinem Arzt}nicht leben werde.Dies ist, weil die Krebsphase zu einer sehr schlechten Phase erreichen hat.
Mein Ehemann ist in einem schrecklichen Luftsturz auf seinem Weg zu Monchengladbach auf einer offiziellen Zuweisung gestorben,und während der Zeit unserer Ehe könnten wir kein Kind haben.
Mein später Ehemann war sehr wohlhabend und reich und nach seinem Tod,ich habe alle sein Geschäft und Reichtum geerbt.
Ich bin bereit, die Summe von £15,800,000(Fifteen Millionen, Acht hundert britische Pfund) zu Ihnen für das weniger privilegierte zu spenden."

Montag, 31. März 2008

Absolut unnötig

Philippe Starck, der Stardesigner der letzten 25 Jahre sagt heute: "Alles, was ich gestaltet habe, ist absolut unnötig."
"Wir brauchen nichts Materielles. Viel wichtiger ist, dass man eine eigene Ethik entwickelt. Und dass man sich an diese Regeln auch hält. Ansonsten muss man sich um nichts sorgen."
Alles was der Mensch braucht ist: "Die Fähigkeit zu lieben. Liebe ist die wunderbarste Erfindung der Menschheit. Und dann braucht man Intelligenz."
"Alles, was ich gestaltet habe, ist absolut unnötig. Strukturell gesehen, ist Design absolut nutzlos."
"Ich war ein Produzent von Materialität. Ich schäme mich dafür. Ich will künftig ein Produzent von Konzepten sein. Das wird nützlicher sein."
"Es wird keine Designer mehr geben. Der Designer der Zukunft ist der persönliche Coach, der Trainer im Gym, der Diätberater. Das ist alles."
Lebenskrise oder Einsicht?
Interview mit Philippe Starck in der Zeit.

Dienstag, 25. März 2008

Calmy Rey im Kopftuch

Das war nun wirklich nicht nötig, wie eine Nonne verkleidet diesem Verbrecher zu hofieren. Er hat sich ja auch nicht um den "guten Ton" geschert, so ohne Krawatte beim Staatsbesuch - aber es war ja "nur" eine Frau!
Ich mag sie sehr, aber hier war sie entweder völlig falsch beraten oder hat nicht weiter gedacht. Dieses Bild wird man noch lange im Gedächtnis behalten.

Freitag, 21. März 2008

Apropos Tibet

Hier ist der Blog von Kadfly, der in den kritischen Tagen in Tibet war, in Wort und Bild darüber berichtet und versucht unparteiisch zu sein.