technik

Donnerstag, 3. Mai 2007

Windklau

Windklau, dieses neue Wort, das unter G* grad mal acht Verweise bringt und von dem Spiegel-Online heute berichtet, erinnert an den Rentenklau, den Traffic-Klau, den Ideen-Klau
und an den Kohlenklau, den finsteren Kinderschreck einer vergangenen Zeit.

kohlenklau

Dabei könnte man die Idee der Kohlenklau-Kampagne sehr gut auf heutige Verhältnisse anwenden. Es geht schlicht darum, keine Energie zu verschleudern und weniger Energie zu verbrauchen.
Durch Energiesparen kann man nämlich den Kohlenklau einfangen.

KK_Sparsamkeit

Ein ähnliches Ziel wie der Kohlenklau verfolgte der Wattfrass in der DDR.

Wattfrass06

Die Bilder stammen aus dem virtuellen Energiesparmuseum, dessen Besuch wärmstens empfohlen wird.

Sonntag, 29. April 2007

Wasser Kraft

In unserem Viertel ist es seit einer Woche aus mit der Ruhe. Die alte Turnhalle aus den 60er Jahren wird renoviert. Dazu muss zuerst an der Fassade loser und bröckliger Beton mit Wasser unter hohem Druck abgetragen werden. Das macht einen höllischen Lärm, der zwischen den Hauswänden noch verstärkt wird. Nichts ist mehr mit im Garten sitzen oder auf dem Balkon Kaffee trinken. Man hält es einfach nicht aus.
Aber wenn ich die Männer sehe, die in grüne wasserdichte Froschanzüge gehüllt, mit Kopf-und Gehörschutz ausgestattet, den ganzen Tag auf dem Gerüst hinter der Abdeckung die Wasserlanze an die Mauer richten, scheinen mir meine Unannehmlichkeiten nur gering.

turnhalle

Und so sieht es hinter der Verkleidung aus:

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Aber jetzt ist ja Wochenende und da wird ja nicht gearbeitet.

Mittwoch, 14. März 2007

Der künstliche Krankenpfleger

Ri-man haben japanische Wissenschaftler den humanoiden Roboter getauft, der in Bälde kranke oder gehunfähige Personen aufheben und herumtragen soll. Ri-man kann sehen und hören und zwischen verschiedenen Gerüchen unterscheiden.

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Time Magazine hat Ri-Man zu den besten Erfindungen des Jahrs 2006 gezählt.

Der sensible Roboter - er ist mit über druckempfindlichen 300 Sensoren ausgestattet und mit einem weichen Material überzogen - soll in der älter werdenden japanischen Gesellschaft als künstlicher Alten-und Krankenpfleger eingesetzt werden.
Genauere Beschreibung hier.
In Japan scheinen Roboter auf weniger emotionale Barrieren zu stossen als in Europa, denn weitere "artificial emotional creatures" werden als "lebendige" Plüschtiere, oder "pet robots", in Form von Katzen, Seehundbabies oder Hunde, in Krankenhäusern und Altersheimen eingesetzt.

Montag, 8. Januar 2007

Gorillapod zum zweiten

Den Gorillapod habe ich gekauft, er sieht niedlich aus und ist recht nützlich. Aber er war in den meisten Geschäften bereits ausverkauft. Denn letzte Woche wurde im TagesAnzeiger über ihn geschrieben und auch in der NZZ am Sonntag. Es nimmt mich wunder, welche Kriterien gelten, damit ein kommerzielles Produkt im redaktionellen Teil einer Zeitung Platz findet.

Schon vor fast einem Jahr hat ein innovativer Tüftler ein ähnliches Gerät gebastelt:
camcreature
Das "Skelett" eines Teddybären dient hier als Stativ für eine kleine Webcam. Wer hat da wo wem abgeguckt?

Donnerstag, 28. Dezember 2006

Der Lauf der Dinge

Vor ein paar Tagen war im Bayrischen Fernsehen das Klassiker-Video "Der Lauf der Dinge" der Schweizer Medienkünstler Peter Fischli und David Weiss zu sehen. Trotz seiner angejahrten Aufnahmetechnik (es entstand 1987, Kamera Pio Corradi) ist das 30minütige Video ein faszinierendes und geradezu auch meditatives Kunstwerk.
In einer Lagerhalle haben die beiden improvisierte und dabei doch minutiös ausgeklügelte Installationen aneinandergereiht, die mit Schwerkraft, Feuer, korrodierenden Flüssigkeiten, Gasen, Luft u.ä. eine spannende Kettenreaktion am Laufen halten.
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Der Film wurde immer wieder nachgeahmt, 2003 produzierte der Automobilhersteller Honda einen Werbespot, gegen den Fischli & Weiss anfangs juristisch vorgingen.
Bereits 1977 hat Globi, der kühne Erfinder, damals von Werner Büchi gezeichnet, eine "fantasievolle aber komplizierte" Apparatur zum Kerzenanzünden erfunden. Der amerikanische Zeichner Rube Goldberg hat in den 1930er Jahren diese Installationen bekannt gemacht.

Mittwoch, 29. November 2006

Vom Korn zum Brot

Sachthema der Zweitklässler in diesem Halbjahr war der Weg vom Korn zum Brot. Zum Abschluss haben wir die Wespi-Mühle in Winterthur besucht. Der freundliche Herr Hablützel meinte, es ist für die Kinder wichtiger , dass sie den Wandel vom Korn zum Mehl mit den Händen spüren, als dass sie genau wissen welche Maschinen daran beteiligt sind. Für die Kinder war es dann auch ein Vergnügen, so richtig in die Korn- und in die Mehlsäcke hineinzulangen, mit den Fingern den Unterschied zwischen Schrot und Korn, Dunst und Mehl zu spüren. Klar, dass sie dabei weisse Nasenspitzen bekamen und auch sonst wie kleine Müller aussahen.
Die Mühle wird noch mit Wasserkraft betrieben, den Wassereinlauf kann man sehen, aber das liegende Turbinenrad nicht.

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Mittwoch, 11. Oktober 2006

Das Glück ist ein Ipod

Emmas Glück hat mich fast süchtig gemacht nach Hörbüchern. Betätigungen wie Aufräumen, Staubsaugen, Unkrautjäten und Fensterputzen werden erträglicher, wenn eine schöne Stimme Geschichten erzählt oder Gedichte. Deshalb habe ich einen Ipod nano gekauft. So ein kleines Ding und soviel Potential.
Allerdings, wie immer mit neuen elektronischen Geräten, gabs Probleme. Erst nach Suche im Internet und dem Ausdrucken und intensiven Studium diverser Anleitungen und Handbücher habe ich den Zwerg und das dazugehörige Programm gezähmt.
Und weil er so glatt ist und glänzt und das so bleiben soll, habe ich ihm ein rotes Jäckchen gestrickt. Er soll doch nicht verkratzt werden, wenn ich ihn in der Tasche trage.
Meinen Spott über die Ipod Cosys nehme ich zurück.

Sonntag, 4. Juni 2006

Hallo, ich bin noch da!

Die Umstellung von Telefon auf Cablecom hat unendlich viele Schwierigkeiten nach sich gezogen, eine Woche lang ohne Telefon und seit dem 25.Mai auch ohne Internetzugang. Ich weiss garnicht wieviel geld ich bereits für nutzlose Hotline-Gespräche verbraten habe. Einmal hiess es ich solle das und das machen, beim nächsten Mal hiess es, ich solle das auf keinen Fall machen. Es sind ja immer andere Leute, man hat keinen Ansprechpartner. Cablecom wirbt intensiv für Dienstleistungen aber offensichtlich fehlen die personellen Resourcen um zu garantieren, das das Ganze auch reibungslos funktioniert.
Mit einem Trick kann ich jetzt mmerhin kurzfristig ins Netz aber es ist unstabil.

Mittwoch, 17. Mai 2006

Ich habs ja gewusst!

Nachdem wir jahrelang den Versprechungen diverser Telefonanbieter widerstanden haben, haben wir nun doch swisscom verlassen. Weil unser Internetanschluss bei cablecom ist, schien es vernünftig, für Telefon und Internet künftig nur eine Rechnung zu bekommen.
Ein Online-Formular wurde ausgefüllt und abgeschickt und schon am übernächsten Tag kam ein Päckchen. Darin ein Modem und viele Kabel und Verbindungsstücke. Mir ahnte schon nichts Gutes, mit Recht.

modem

Zuerst versuchte ich mich selbst mit Anschliessen – technisch bin ich ja nicht auf den Kopf gefallen – aber es wollte nicht zusammenpassen. Ein Retter in allen Dingen die uns überfordern, steckte verschiedenes zusammen und es sah gut aus.
Mittlerweile wurde ich informiert, dass wir eine neue Telefonnummer bekommen würden, obwohl das Beibehalten der alten Nummer Voraussetzung für den Wechsel war. Doch, so wurden wir beruhigt, über einen bestimmten Code könnten wir eine Umleitung aktivieren und in drei Wochen hätten wir dann unsere alte Nummer wieder.
Aber zuerst heisst es das Modem zu aktivieren, indem ich eine bestimmte Telefonnummer anrufe. Diese lässt mich unter intensiver Musikberieselung ewig warten, entnervt lege ich wieder auf. Gegen 22 Uhr probiere ich es nochmals und komme sofort durch.
Aber es ist nichts mit dem Aktivieren, das Modem ist nämlich falsch angeschlossen und eigentlich brauche ich das neue Modem nicht weil ich ja schon eines fürs Internet habe. Ich solle morgen ganz schnell bei einer zehnstelligen Telefonnummer anrufen und denen meine Auftragsnummer mitteilen, die wüssten dann Bescheid und könnten mir weiterhelfen.
Kurz nach acht Uhr am nächsten Morgen rufe ich also a, komme auch mit nur wenig Musikberieselung durch. Leider ist es ist nichts mit der schnellen Hilfe: ich soll mich noch einige Tage gedulden, bis die Sache bearbeitet ist. Bis dahin bleibt alles beim Alten und das Modem und die vielen Kabel und ich warten so lange.
Mittlerweile fragt mich swisscom, was sie falsch gemacht hätten, dass ich mich von ihnen getrennt habe! Nichts haben sie falsch gemacht, ich würde es sogar rückgängig machen, aber unterschrieben ist unterschrieben und da müssen wir durch.
Ich habs ja gleich gesagt!

Montag, 10. April 2006

Wunder der Technik

Auf dem Flohmarkt habe ich ein paar Technik-Magazine aus den 50er Jahren gekauft. Ich mag die Werbung darin und Interessant ist, was vor 50 Jahren als das Neueste und Modernste angesehen wurde.

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Diese kleinen Autos, die Strassenflöhe, haben es mir angetan, sie waren damals der letzte Schrei. Neun westdeutsche Firmen haben solche Klein- und Kleinstwagen gebaut. Goggomobil und Isetta standen "mit weitem Abstand an der Spitze". Fast 40 000 Stück wurden bis Ende 1956 gekauft. "Die Zahlen zeigen eindrücklich, wie sehr sich auch der kleine Mann , der sich kein richtiges Auto leisten kann, nach einem Dach auf Rädern sehnt," heisst es im Heft.
Über das "hinreissende neue Goggomobil-Coupé" mit seiner "geradezu italienisch anmutenden inneren und äusseren Eleganz" geriet der Berichterstatter direkt ins Schwärmen.

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3620 Mark kostete das Modell mit einem 250 ccm Motor.

Umwerfend auch dieser Messerschmitt-Kabinenroller als Roadster

roadster