food and drink

Donnerstag, 5. November 2009

Kulinarische Erinnerungen

Bei der Kaltmamsel und bei Frau Creezy habe ich mich anregen lassen nach Erinnerungsstücken zu suchen, die mich mit meiner Kindheit verbinden. Da ich aber selbst bereits der erinnerungsstückegenerierenden Fraktion angehöre, war meine Suche nicht sehr erfolgreich.

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Ich kann eigentlich nur mit diesem Kochbuch aus dem Jahr 1951 aufwarten, in dem wir als Kinder blätterten und von solchen aussergewöhnlichen Genüssen lasen wie Gefülltes Kalbherz, Liptauer Käse, Prinzregententorte, Ragout fin in Muscheln, Amerikaner oder falsche Königinnensuppe. Auch die Bildtafeln, farbig und schwarzweiss, faszinierten uns mit ihrer unverblümten Direktheit.

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Das war die Zeit in der Hausfrauen noch zum Metzger gingen und ein Pfund Rose verlangten oder Bauch und dieser den Kindern eine Scheibe Hirnwurst auf der Spitze seines scharfen Messers darbot.

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Links: Falscher Hase, Schnitzel angerichtet, Nieren mit Kartoffelbrei, Spargel mit Schinkenrollen
Rechts: Brathuhn mit grünem Salat angerichtet, Linsen mit Würstchen, Gedünsteter Fisch, Eier auf Toast
Über das Dr. Oetker Schul-Kochbuch ist zu sagen, dass es 1911 zum ersten Mal als schmales Bändchen erschienen ist. Anregungen aus dem Kreis der Leserinnen hatten 1927 und 1937 verbesserte Neuauflagen zur Folge.

Freitag, 30. Oktober 2009

Wieder zurück

aus dem Land der Oliven. Wir hatten wunderbares Wetter und haben sehr viel geerntet. Jeden Tag waren wir im Olivenhain und jeden Tag hat uns ein feines Mittagessen und ein ebensolches Abendessen wieder gestärkt. Die "Köchin" hat mir ein altes Büchlein gezeigt mit interessanten Rezepten. Das Buch hiess: "La scienza in cucina e l’arte di mangiar bene" und man konnte den Schluss ziehen dass es in verschiedenen Auflagen erschienen ist, weitere Angaben haben aber gefehlt.
pellegrinoDank G**gle habe ich Interessantes herausgefunden:
Der Autor heisst Pellegrino Artusi er war ein Mann der durch Seidenhandel reich geworden ist. Er hat 1891 "La scienza in cucina e l’arte di mangiar bene" zum erstenmal veröffentlicht, es wurde zu einem grossen Erfolg und wird heute noch verkauft. Hier ist es als pdf zugänglich.
Pellegrino Artuso gilt mit seinem Kochbuch als "Begründer der italienischen Nationalküche". "Drei Jahrzehnte nach der italienischen Einigung führte Artusi für das Werk Rezepte aus ganz Italien zusammen. Artusi wird eine wichtige Bedeutung für die Einheit des italienischen Landes und der italienischen Sprache zugeschrieben." (Wikipedia)
Das Kochbuch ist auch in deutscher Übersetzung in verschiedenen Bearbeitungen erhältlich.
In der Zeit erschien 2003 unter dem Titel: Schlemmen für das Vaterland ein Artikel über den Autor, sein Kochbuch und dessen Bedeutung für die nationale Einigung. (Titelblatt von 1907)

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Auf zur Olivenernte

Morgen geht es wieder los in die Toscana zur Olivenernte. Wie es letztes Jahr war kann man hier und hier nachlesen und nachschauen.
In der Zwischenzeit möchte ich auf den neuen Koch-Event bei 1x umrühren bitte aufmerksam machen: "Rund um den Olivenbaum - Oliven und Olivenöl" heisst er.

olivenbaumquer1

Info dazu gibt es dort.

Sonntag, 6. September 2009

Bienenfleiss

Wir profitieren auch von den emsigen Besucherinnen unseres Gartens und geniessen den Lee-Honig, den ein Nachbar produziert. Die Bienen sind in diesen warmen Spätsommertagen besonders fleissig.
Es ist schon ein gutes Gefühl wenn man den Werdegang seines Nahrungsmittels verfolgen kann.
honig

Mittwoch, 12. August 2009

Die ersten Zwetschgen

Zwar wurde mir gestern auf dem Markt ein bisschen wehmütig zumute denn die ersten Zwetschgen bedeuten, dass der Herbst nicht mehr fern ist. Andererseits liebe ich Zwetschgen, roh, als Kuchen oder als Zwetschgendatschi.
Die ersten Zwetschgen habe ich nun zu einem Streuselkuchen verarbeitet, nach einem Rezept aus der Kochbibel der 60er Jahre: Das grosse Kochbuch von Roland Gööck, vom Bertelsmann Lesering. Gööck war damals nicht nur ein Koch- und Backexperte sondern hat zu allen möglichen Themen, etwa zum Spielen, Selbermachen oder zu den letzten Rätseln dieser Welt publiziert.
zwetschgen
Leicht warm hat der Kuchen besonders gut geschmeckt, beim nächsten Mal werde ich aber weniger Butter als angegeben verwenden. Trotzdem, ein Klacks Schlagrahm gehört einfach dazu.

Montag, 10. August 2009

Braunhirse und Erdmandel

Während der Fastenwoche habe ich mich im Reformhaus zu einigen Einkäufen inspirieren lassen, nämlich Braunhirse und Erdmandel. Beides ist gemahlen. Braunhirse könnte man sonst nicht essen, ihre Schale ist zu hart, das Mehl kann man über Muesli streuen und auch beim Backen verwenden. Ich muss es aber erst ausprobieren. Die Erdmandel ist ein Zyperngrasgewächs, mit dem Papyrus verwandt. An den Wurzeln entstehen Knollen in denen die Pflanze Reserven für schlechte Tage speichert. Sie wächst in wärmeren Ländern, nach der Ernte werden die Erdmandeln getrocknet und gemahlen. Das Mehl schmeckt leicht süss und nussig, man kann es über Muesli oder Salat streuen oder beim Kuchenbacken einsetzen.
Beides soll natürlich seeehr gesund sein!

Mittwoch, 15. Juli 2009

Edles M- Budget-Mehl

Der Tagesanzeiger erklärt uns heute warum das Migros Budget-Mehl 15 Prozent Weizenstärke enthält.
Das Budget-Mehl sei ein Nebenprodukt der Mehlherstellung für die industrielle Produktion. Dieses müsse viel Gluten enthalten, das aus speziellen Weizensorten stammt. Für den Haushaltsgebrauch sei das hoch glutenhaltige Mehl nicht geeignet, deshalb die Stärkezugabe.
"Weil Weizenstärke teurer ist als das Ausgangsprodukt, kann man hier nicht von Panschen sprechen. Das Produkt wird im Gegenteil eher veredelt, damit man es überhaupt im Haushalt verwenden kann."

mehl
Auf den neuen M-Budget-Mehlpackungen ist in grosser Schrift der Weizenstärkezusatz angegeben.

Zu "veredeltem Mehl" hier mehr.
Hier zu Gluten.

Sonntag, 12. Juli 2009

Genau lesen hilft nicht immer

Die Lebensmittelfälschereien werden immer mehr. Und es sind beileibe nicht die billigsten Lebensmittel bei denen Schinken durch Mehlpapp oder Shrimps durch zusammengeklebte Fischabfälle ersetzt werden. "Die Anbieter sparen, indem sie minderwertige Zutaten verwenden, dem Käufer aber suggerieren, er kaufe ein Produkt mit wertvollen und qualitativen Inhaltsstoffen."
Spiegelonline hat eine Reihe solcher Betrügereien zusammengestellt und beruft sich dabei auf eine Liste der Verbraucherzentrale hamburg.
Es hilft aber wohl nichts nur genau zu lesen oder nur Markenartikel zu kaufen, wie dieses Beispiel einer Pesto-Sauce vom renommierten Hersteller Buitoni illustriert. Oder warum enthält das Budget Haushaltmehl der Migros nur 85% Mehl und 15% Stärke?
Vielleicht weniger Convenience Food oder Fertigprodukte kaufen? Sich generell mit dem eigenen Ernährungsverhalten auseinandersetzen?

Mittwoch, 8. Juli 2009

Schummelschinken zum Zweiten

Der Tagesanzeiger bringt heute einen Artikel über den Schummel- bzw. Mogelschinken. Selbst bei renommierten Marken muss man aufpassen dass man nicht übers Ohr gehauen wird.

"Schinken ist in der Schweiz ein geschützter Begriff. Grundsätzlich kann ein Produkt nur so bezeichnet werden, wenn es aus Schweinefleisch vom hinteren Stotzen besteht – und ihm nicht künstlich Wasser beigemischt wurde. Alles, was diesen Regeln nicht entspricht, gilt als «Schweinefleischerzeugnis gekocht». Für den Konsumenten bedeutet das: Nur dort, wo Schinken, Prosciutto oder Jambon draufsteht, ist auch Schinken drin."

Einer der über 100 Kommentare zu diesem Artikel:
"Qualität hat nun mal ihren Preis! Wer "Geiz ist geil", "Es geht noch billiger" zum Lebensmotto erhebt nimmt billigend in Kauf, dass ihm Ramschware und Abfälle in knalliger Verpackung als hochwertige Lebensmittel verkauft werden. Sollten Lidl, Aldi und weitere Billigstanbieter wirtschaftlichen Erfolg haben, wird sich dieser Trend noch verstärken."

Samstag, 4. Juli 2009

Schummel-Schinken

Wundert es mich dass es Schinken gibt, der mehr aus Gelatine denn aus Schinken besteht? Zum Kunstkäse gibt es nun den Schummelschinken! Mich kratzt das eigentlich nicht, denn Schinken steht nicht auf meinem Speiseplan, aber die Unverfrorenheit empört mich, mit der die Kunden immer wieder betrogen werden. Dass nicht jeder Schinken aus der Keule eines Schweins stammt sondern vielfach aus Resten zusammengepappt wird ist ja altbekannt. Aber dass der Gelatineanteil mehr als der Fleischanteil beträgt ist Nepp.
Und nicht einmal die Gelatine ist richtige Schweinegelatine sondern ein Papp aus Stärke.

die letzten tage

was seh ich denn da?...
was seh ich denn da? Hab' nichts davon gemerkt... Ja,...
Echo vom Lindberg (Gast) - 19. Nov, 19:26
...und in der Praxis
ist es doch so, dass wahrscheinlich der grössere...
p (Gast) - 17. Nov, 19:15
...der kleine herzige...
...der kleine herzige Leo mit seinen weissen Pfötchen...
echo vom Lindberg (Gast) - 16. Nov, 08:42
:'-( oh, traurige nachricht!...
:'-( oh, traurige nachricht! ich wünsche Leo,...
taranis - 15. Nov, 14:25
mao....
es tut uns sehr leid, dies zu hören.
diehebamme und ovi (Gast) - 15. Nov, 10:58

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