winterthur

Samstag, 21. November 2009

Aufwertung?

Wenn es in Winterthur heisst: Aufwertung oder attraktivere Gestaltung des öffentlichen Raums, dann müssen meistens ein Baum - oder mehrere - daran glauben. So auch bei der geplanten Neugestaltung des nördlichen Bahnhofplatzes.

bahnhofplatz

Auf der rechten Seite, dort wo jetzt ein grosses neues Bauwerk entsteht, standen einmal Lindenbäume, die wahrscheinlich schon 80 Jahre alt waren und im Frühling so betörend geduftet haben, dass alle Pendler ein freundliches Gesicht gemacht haben. Der Fortschritt hat die Linden umgehauen, zugestandenermassen sind noch zwei oder drei rechts vom neuen Gebäude erhalten geblieben.
Nun soll dieses Dreieck auf dem der Baum im Bild steht, umgestaltet werden und "später einmal Sitzbänke und auch einen Baum erhalten" schreibt der Landbote heute.
Auch an der Turmhaldenstrasse, einer der schönsten Alleen Winterthurs, sollen Bäume gefällt werden. 45 sind bereits markiert. Was dannzumal von diesem "europaweit einzigartigen Durchgang", wie ihn Michel Brunner, Gründer der Baumschutzinitiative Pro-Arbore im Landboten bezeichnet, übrigbleiben wird?

Samstag, 29. August 2009

Unsere kleine Stadt

Ich weiss nicht für was dieses dornenkronenartige Kunstwerk aus dürren Fichten an unserem Stadtbrunnen zu bedeuten hat. Vielleicht lese ich etwas darüber am Montag in unserer Lokalzeitung?

dornen

In eigener Sache: Ich war in den letzten Tagen nicht faul sondern es ist mein drahtloser Internetzugang, der mich am Bloggen hindert. Er ist mehr unterbrochen als verbunden. Ich weiss nicht, liegt es an meinem Computer oder am Router. Bei ihm leuchten aber all die Lichter die leuchten sollen und trotzdem heisst es immer wieder "Keine Verbindung mit dem bevorzugten Drahtlosnetzwerk". Das nervt mich, ausserdem dauert es ewig lang bis ich meinen Beitrag abspeichern kann.

Freitag, 31. Juli 2009

Grounding oder das dritte Gleis

Am schönsten Sommerabend dieser Woche konnten wir das Winterthurer Laientheaterspektakel, Das dritte Gleis, besuchen. Stimmiger Spielort ist der Vorortsbahnhof Töss.
Das Thema ist ja kein rühmliches für Winterthur, denn mit dem Nationalbahndebakel hatte sich die Stadt in grosse Schulden gestürzt:
"Winterthur hatte für einen Schuldenanteil von gut 8 Mio. Franken geradezustehen. Das entsprach pro Einwohner 600 Franken oder etwa einem halben Jahresverdienst eines Industriearbeiters. Um dem Konkurs zu entgehen, verpfändete die Stadt 1880 ihr gesamtes Hab und Gut dem Kanton. Und dann begannen die Jahrzehnte des Abstotterns: Winterthur erhöhte die Steuern, verpachtete den Gemeindewald – und schnallte auch bei Infrastrukturprojekten den Gürtel enger. Erst am 4. Januar 1954 gab die Zürcher Regierung der Stadt Winterthur den Pfandschein zurück – mehr als 75 Jahre brauchte diese, um die Schulden abzutragen!"

loki

Die Dampfbahn ist der grosse Bühnen-Star! Und nach der Aufführung konnten wir uns von ihr zurück zum Hauptbahnhof fahren lassen.

geissen

Eine wichtige Rolle spielten auch zwei Geissen aber die paar Katzen, die ungeniert mitten durch ihr zur Bühne umgewandeltes Revier spazierten waren im Programm nicht vorgesehen.

Dienstag, 21. Juli 2009

Schönheiten unserer Stadt

Erinnern wir uns, die Winterthurer Stadtregierung hat den Merkurplatz, den langjährigen Treffpunkt von Drogenabhängigen und Dealern von nah und fern, gesäubert. Das heisst, mit "Marktständen belebt".

vegidog

Zum Beispiel mit diesem für "Vegidogs" werbenden Ungeheuer das auch schon bessere Tage gesehen hat. Vielleicht war es aber immer so schäbig.

Sonntag, 5. Juli 2009

Russisches Winterthur

heisst die neue Ausstellung im Museum Lindengut. Ich war heute an einer Führung und habe Neues und Überraschendes erfahren über Menschen, die in Winterthur leben und gelebt haben und in einer Verbindung zu Russland stehen.
So hat Mary Lavater-Sloman (1891-1890), eine gebürtige Hamburgerin mit ihrem in Winterthur aufgewachsenen Mann in Moskau gelebt und musste wie viele andere Russlandschweizer im Frühjahr 1918 das revolutionäre Russland verlassen.
Die Familie liess sich in unserem Quartier an der Trollstrasse nieder. In dieser Stadt "voll bedrückender Strenge und Ruhe" begann Mary Lavater-Sloman aus "lauter Langeweile" zu schreiben. Sie wurde zu einer der erfolgreichsten Schriftstellerinnen der Schweiz.
Die Revolution zwang viele erfolgreiche Russlandschweizer zur Rückkehr. Sie mussten fast alles zurücklassen, konnten nur einen Koffer packen. Weil der russische Rubel durch die Revolution wertlos wurde, hatte auch das Geld das die Flüchtlinge mitnehmen konnten nur noch Erinnerungswert.
russland1

Zur Ausstellung ist auch ein Buch erschienen in dem Eva Maeder und Peter Niederhäuser unter dem Titel Käser, Künstler, Kommunisten vierzig russisch-schweizerische Lebensgeschichten aus vier Jahrhunderten gesammelt haben.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Stadtbeduftung

Wer in diesen Tagen durch den Winterthurer Bahnhof läuft könnte denken unsere Stadtverwaltung habe sich ein kostspieliges Stadtbeduftungssystem angeschafft. Dem ist nicht so, den betörenden Lindenduft liefern ganz gratis die grossen alten Lindenbäume, die über das Stadtgebiet verteilt sind.
Und obwohl am Bahnhof einige wunderschöne Exemplare einer gesichtslosen Baustelle zum Opfer gefallen sind, ist die Luft rund um den Bahnhof in diesen Tagen von Wohlgeruch erfüllt, zur Freude aller die das wahrnehmen.

Sonntag, 21. Juni 2009

Kultur in Winterthur

Bis zum 28. Juni zeigt die Unjurierte 2009 einen Querschnitt durch das Schaffen von über 300 Winterthurer Künstler und Künstlerinnen. Man kann nur staunen über die geballte Kreativität auch wenn man sich nicht jedes Bild zuhause an die Wand hängen möchte. Es gibt Inszeniertes und Skurriles, Professionelles und Naives zu sehen, Installiertes und Inszeniertes. Der älteste teilnehmer ist 87, der jüngste 17 Jahre alt.
Es lohnt sich wirklich die Ausstellung anzuschauen, der Eintritt ist frei.

a_bergkristall

a_fritz

a_erdnuesse

a_koje

a_schwanz1

a_welti

Sonntag, 14. Juni 2009

Morgenstund...

...hat Gold im Mund.

morgenstund

Die ersten Sonnenstrahlen auf der Türmen der Stadtkirche sieht man wenn man früh aufsteht.

Freitag, 29. Mai 2009

Köstliches Nass

trinkwasser Winterthur kann sich über sein reichlich fliessendes Trinkwasser freuen - und es ist auch noch von hervorragender Qualität. So hervorragend, dass ein Unternehmer dieses Wasser aus einer Quelle im Tösstal "ganz gross" herausbringen will.
Unter dem Namen aqui - will er das Hahnenwasser in Flaschen füllen und vermarkten. Mindestens eine Million Flaschen will er im ersten Jahr verkaufen und pro Flasche einen Rappen an Helvetas spenden.
So sehr ich mich über unser super Wasser freue, frage ich mich doch ob es sinnvoll ist, das Wasser in Lastautos nach Knutwil zu karren um es dort abzufüllen und zu verkaufen? Aber weniger sinnvoll als in Winterthur Evian Wasser oder San Pelegrino zu trinken ist es auch nicht!
Dazu Tagesanzeiger

Das Winterthurer Trinkwasser kann übrigens noch mehr als nur den Durst stillen. Über eine Turbine im Reservoir Ganzenbüel erzeugt es ganz nebenbei noch Strom für 30 Einfamilienhäuser. Und weil es danach so richtig durchgewirbelt ist könnte man es auch als energetisch aufgewertetes Trinkwasser verkaufen!
Dazu Landbote

Mittwoch, 20. Mai 2009

Gipfelstürmereien

Winterthur ist von mehreren bewaldeten "Bergen" umgeben: Goldenberg, Heiligberg, Wolfensberg, Eschenberg, Brühlberg, Chomberg, Lindberg, Etzberg, Hulmen, Beerenberg, Ebnet, Dättnauerberg, Eschberg und ein paar mehr. Keiner davon ist höher als 600 Meter und von der Stadt aus ist man jeweils in kurzer Zeit im Grünen.
Den Eschenberg habe ich mir früh an einem Sonntagmorgen vorgenommen. Die blauen Häuser am Fuss des Eschenbergs. Die Farbe ist umstritten, ich finde sie schön.
eschenberg1
Der Aussichtsturm auf dem Eschenberg
eschenberg2
Unterhalb des Aussichtsturms ist das Bruderhaus mit seinem Tierpark.
eschenberg tier3

eschenberg tier2

eschenberg tier1
Natürlich gibt es dort auch ebendige Tiere - ein Wolfspaar zum Beispiel, das mittlerweile Junge bekommen hat.

die letzten tage

was seh ich denn da?...
was seh ich denn da? Hab' nichts davon gemerkt... Ja,...
Echo vom Lindberg (Gast) - 19. Nov, 19:26
...und in der Praxis
ist es doch so, dass wahrscheinlich der grössere...
p (Gast) - 17. Nov, 19:15
...der kleine herzige...
...der kleine herzige Leo mit seinen weissen Pfötchen...
echo vom Lindberg (Gast) - 16. Nov, 08:42
:'-( oh, traurige nachricht!...
:'-( oh, traurige nachricht! ich wünsche Leo,...
taranis - 15. Nov, 14:25
mao....
es tut uns sehr leid, dies zu hören.
diehebamme und ovi (Gast) - 15. Nov, 10:58

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