winterthur

Samstag, 14. Juni 2008

Ökostrom aus der Töss

Besichtigungstag in den renovierten Kleinkraftwerken der Firma Rieter. An den 2 Millionen Kilowattstunden, die die Kraftwerke im Jahr produzieren partizipiert auch in unsere Haushaltung.

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Bei der Erneuerung blieb Altes erhalten, wie die fast hundertjährige Drillings-Francis-Turbine in Niedertöss, oder wurde aufgefrischt wie der verschlammte Tösskanal, der ausgebaggert wurde und der nun dem Quartier einen Hauch von Venedig verleiht. Neu ist die Fischtreppe, die Forellen, Elritzen und Groppen den Weg in den oberen Lauf der Töss ermöglicht und der Jungmannschaft des Quartiers Badevergnügen bietet. (TA)

Samstag, 3. Mai 2008

Unterwäsche aus Winterthur

achtnich Im Museum Lindengut in Winterthur eröffnet heute eine Ausstellung zur Unternehmens- und Familiengeschichte Sawaco Achtnich. Walter und Luise Achtnich Glitsch sind 1883 nach Winterthur gezogen. Sie stammten aus Herrnhut, einem Ort in der Oberlausitz und waren Mitglieder der Herrnhuter Brüdergemeinde, einer pietistischen Religionsgemeinschaft.
Die Firma produzierte Unterwäsche aber auch Oberbekleidung, bekannt waren ihre Plüschpullis. Sie existiert in der Art in Winterthur nicht mehr und an der Vernissage stellte sich Dieter Achtnich, ein Nachkomme der vierten Generation, die Frage, warum denn zum Beispiel Victor-Inox, die Messerfabrik, etwa zur gleichen Zeit gegründet, heute noch erfolgreich ist. Lag es am Produkt, lag es an den verantwortlichen Personen? Lag es an der Qualität?
Mir fällt als Vergleich die Firma Zimmerli ein, die seit 1871 Unterwäsche herstellt und heute mit ihrer "swiss ribbed underwear" prominente Männer in der ganzen Welt bekleidet. Auch beim Edel-Versandhaus Manufactum werden die Luxusunterhosen angeboten, mittlerweile auch für Damen.
Das Buch zur Ausstellung: Peter Niederhäuser: Unterwäsche aus Winterthur. Die Industrie- und Familiengeschichte Sawaco Achtnich. Chronos Verlag Zürich 2008.

Mittwoch, 2. April 2008

Fertig lustig

Letzte Woche konnte man kaum mit dem Kinderwagen durch die Gruppen von Männern mit den dicken Goldketten um den Hals und durch die Grüppchen abgelöschter Typen, die ums sie herumstanden. Am Montag war alles leer, denn die Männer der Stadtreinigung waren zugange.

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Seit 18 Jahren existiert der Musikpavillon neben dem Winterthurer Stadtpark. Das Designerstück hat nie funktioniert, denn für öffentliche musikalische Darbietungen war er zu klein. Die dahinter gelegene Tiefgarageneinfahrt und eine Strassenkreuzung mit dem dazugehörigen Lärm fördern den musikalischen Genuss auch nicht wirklich.
Bald haben sich "Randständige" dort zusammengefunden und sich den Pavillon angeeignet. Die Bevölkerung hat die Situation akzeptiert, man war fast ein bisschen stolz, weil man so offen und weltstädtisch war. Besonders als das Schweizer Fernsehen einen Film über die Szene gedreht hat. Einzelne Bürger und Bürgerinnen lebten ihren Drang zur Wohltätigkeit und brachten Liebesgaben auf die Szene.
Aber die gemütliche Seite ist längst vergangen, immer mehr wurde die Szene als unakzeptabel erachtet. Vor allem als sie nicht mehr hausgemacht war sondern Suchttouristen und ihre Provider bis aus dem süddeutschen Raum anzog.
Der Winterthurer Stadtrat will nun "die Situation auf menschenwürdige Art in den Griff bekommen", heisst es in den News aus der Stadtverwaltung.
Die ganze Geschichte erinnert einen an den Zürcher Platzspitz, dort hat man auch viel zu lange untätig zugesehen.

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NB: Am Nachmittag bin ich wieder am Pavillon vorbeigegangen. Er ist sauber und voller Blumen und ein freundlicher junger Mann aus dem Balkan verkauft sie. Ich habe einen Strauss Tulpen mitgenommen und die ungewohnten Perspektive aus dem Pavillon auf den Platz genossen.
Die früheren "Besitzer" des Pavillons sassen auf dem Platz herum und haben mit scheelen Blicken zum Pavillon geguckt, sie wiederum standen unter den wachsamen Blicken zweier Polizisten. Von der Goldkettelifraktion habe ich niemand gesehen.
Es heisst, dass beim Pavillon ein kleiner Markt entstehen soll.

Freitag, 21. März 2008

Karfreitag in der Stadt

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...und so hat es vor einem Jahr ausgesehen.

Mittwoch, 27. Februar 2008

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"Kopf ab. Ich werde euch die Köpfe absägen. Kapirt! PS: Wenn ihr die Bäume zersägt!" So heisst es auf einem der Poster am Zaun hinter dem Büsche und Bäume für eine neue Überbauung gerodet wurden. Der Gartenstadt Winterthur wird damit wieder ein Stück ihres Grünbestandes genommen.
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Sonntag, 24. Februar 2008

Baumschlag

Auf dem Bäumli, dem beliebten Ziel vieler Winterhurer Spaziergänger, sollen in den nächsten Wochen rund 150 Bäume gefällt werden. Hauptsächlich Buchen und Fichten, da sie die fremdländischen Baumarten konkurrieren.
"Neben einheimischen Buchen und Stieleichen sind im Wald hinter dem Bäumlipark einige Dutzend rund 100jährige nordamerikanische Roteichen und Douglasien anzutreffen, der grösste erhaltene Bestand fremdländischer Baumarten im Stadtwald. Wie auch die Mammutbäume an den Walkeweihern gehen diese Exoten auf die Amtszeit von Stadtforstmeister Max Siber (1894-1899) und seinen Nachfolger Friedrich Arnold (1899 – 1928) zurück. Siber und Arnold liessen im Stadtwald zwischen 1896 und 1902 rund 87'600 Stück fremdländische Baumarten pflanzen. Viele der damals neu eingebrachten Arten waren jedoch für die Standorte ungeeignet und verschwanden schon früh, andere wurden durch Krankheiten und Schädlinge dezimiert. Einzig Douglasien und Roteichen konnten sich behaupten und haben heute eine gewisse forstwirtschaftliche Bedeutung. Beide Arten werden auch heute noch in bescheidenem Ausmass aus wirtschaftlichen Gründen angebaut, ebenso Mammutbäume, diese jedoch nach ästhetischen Gesichtspunkten." Stadt Winterthur
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Das Restaurant Bäumli. 1878 gebaut, 1961 geschlossen und 1965 abgebrochen

Sonntag, 17. Februar 2008

Neues Bauen

An einem wunderschönen Platz in der Höhe, am Waldrand in Winterthur ist das Alpgut entstanden. Eine Festung oder ein Bunker für Misanthropen? Abgeschottet nach aussen. Ob die Bewohner am Abend die Zugbrücke hochziehen damit der Klimawandel draussen bleibt?

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Wie schön war doch damals die sonnige Wiese mit dem alten Brunnen.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Ansichten

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Quartierstrasse in Winterthur

Mittwoch, 30. Januar 2008

Winterthurer Künstler

Max Bill ist vor 100 Jahren in Winterthur geboren. Zwei Winterthurer Museen widmen ihm nun eine umfassende Retrospektive. Das Kunstmuseum Winterthur zeigt die Gemälde und Plastiken, das Gewerbemuseum präsentiert den Architekten, Typografen, Plakat- und Buchgestalter sowie den Entwerfer von Industrieprodukten.
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Eine seiner Skulpturen steht seit 1960 im Pausenhof des Schulhauses Schachen.
Eine andere wurde 1989 vor dem Gebäude der Winterthur Versicherung aufgestellt, sie brach jedoch später zusammen.
Das Verhältnis Max Bills zu seiner Heimatstadt scheint nicht ungetrübt gewesen zu sein,

Montag, 28. Januar 2008

Längere Tage

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Aufgenommen vom Goldenberg heute morgen um halb acht.
Sonnenaufgang war um 7.57, Sonnenuntergang ist um 17.19. Seit dem 1. Januar ist der Tag um 40 Minuten länger geworden. Berechnen. Winterthurs Koordinaten sind: Geografische Länge 8.43.40, Geografische Breite 47.30.05.