culture

Sonntag, 5. März 2017

Frauen im Jemen

Bis vor kurzem habe ich gezeichnete Literatur nicht besonders ernst genommen. Das Buch von Jo Sacco über Bosnien hat aber dazu beigetragen, meine Meinung zu ändern.
Ein Zufallsfund in der Stadtbibliothek - bei der Literatur für "unter 21" - war "Intisars Auto - Aus dem Leben einer jungen Frau im Jemen". Ich kann es nur empfehlen. Wer weiss denn schon etwas über den Jemen und besonders über das Leben der Frauen dort? Dass es für "anständige" Frauen ausserhalb des privaten Lebens praktisch keine Freiräume gibt? Jeder Mann fühlt sich berufen über das Leben der Frauen zu urteilen. Es wird erwartet dass eine "anständige" Frau sich bis über die Augenbrauen verschleiern. Das erlaubt aber umgekehrt den Frauen eine gewisse Unsichtbarkeit. Die junge Intisar schneidet sich so hinter dem Rücken ihres strengen Vaters kleine prekäre Fluchten im Alltag heraus. Übt einen Beruf als Ärztin aus, bewegt sich in ihrem Auto in der Öffentlichkeit.
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Sonntag, 4. September 2016

Happy Birthday

Der Piccolino hatte heute Geburtstag. Ein Geschenk, ein Spiel, hiess passenderweise "Happy Birthday". Kürzlich habe ich in der NZZ eine Besprechung gelesen, die mich neugierig gemacht hat und heute haben wir Erwachsenen es ausprobiert. Wir waren zu acht und haben etwa eine Stunde gespielt. Man könnte auch länger oder kürzer spielen.

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Fazit NZZ: "Geeignet für: Alle. Ein lustiges, kurzes Spiel, das man wirklich mit jedem spielen kann. Besonders geeignet natürlich als Geburtstagsgeschenk oder für Geburtstagspartys." Wir jedenfalls haben viel gelacht!

Freitag, 6. Juni 2014

Afro Pfingsten 2014

Es ist interessant über den Afro Pfingsten Markt zu laufen, es riecht exotisch und das vielfältige Angebot ist ebenfalls exotisch. Allerings bekräftigt das Ausgestellte das Bild das man sich so ganz naiv von einem ganzen Kontinent macht. Wer weiss schon genau wo Gambia ist oder Senegal? Oder wie sich die einzelnen Länder unterscheiden?
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Samstag, 1. Oktober 2011

Urban knitting

Heute war echt was los in Winterthur für Ohr und Auge. Die vielen Drehorgeln legten einen Klangteppich über die Stadt und die Strickerinnen hatten beim gestrigen Urban Knitting Day einen der Judd-Brunnen in der Steinberggasse geschmückt.
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Die Schweizer Illustrierte hatte über das Urban Knitting geschrieben. Man konnte sich sogar das Garn und die Nadeln kommen lassen. Ich habs verpasst, bin ja auch keine Anhängerin solcher aussengesteuerter Riesenaktionen.
Video
Bestricktes Velo
Stricken für den Frieden
Ein schönes Buch dazu: Strick Graffiti. Kuscheliges für Mauern, Ampeln und Bäume.

Sonntag, 31. Oktober 2010

Junge Kunst

Was ist junge Kunst? Für Jungkunst dürfen die KünstlerInnen nicht älter sein als 35 und "Wert legen wir auf eine entspannte Atmosphäre. Musik, eine Bar und die stimmungsvolle Lounge verleihen jungkunst einen frischen, unkomplizierten Rahmen – natürlich bis spät in die Nacht."
Der Ausstellungsraum, der ganze oberste Stockwerk der Halle 87 auf dem Sulzerareal, war für vier Tage der jungen Kunst gewidmet, unkompliziert und ungekünstelt. Auf grossen halbtransparenten Raumteilern hingen Kunstwerke unterschiedlicher Grösse und Techniken. Die Preise fand ich doch ziemlich hoch.
Witzig die Lounge im Uroma-Stil und das Restaurant mit Tischen und Bänken aus rohen Holzpaletten. An diesem Sonntagmorgen sind mir vor allem die vielen jungen Eltern mit ihren kleinen Kindern aufgefallen. Die haben sich wohlgefühlt, sie konnten herumrennen und niemand hat psst gesagt.

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Eindrücklich die genähten Bilder von Aglaia Haritz:
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Dienstag, 3. August 2010

Kriegskultur

Ein Stück Kriegskultur sei gestorben bemerkte die NZZ am Sonntag. An der Grenze von Pakistan und Indien wird seit Jahren nämlich eine besondere Parade veranstaltet.
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"Am Grenzübergang in Wagah - der einzigen Strassenverbindung zwischen den beiden Ländern - demonstrieren die Atommächte Indien und Pakistan täglich mit einer grotesken Zeremonie ihre Rivalität in einem für uns absurden Spektakel. Es handelt sich um die all-abendliche Einholung der Flaggen beider Länder.
Auf beiden Seiten treten, durch ihren Kopfschmuck welcher an einen Hahn erinnert, etwas merkwürdig bekleidete Soldaten auf und stehen zuerst in Reihe, wobei einem indischen Offizier das Mikrofon vor den Mund gehalten wird, worauf dieser einen sonoren Laut in die Welt brüllt. Die indischen Patrioten übernehmen den Ton und schreien "Hindustan, Mutter Indien". Auf der anderen Seite, der pakistanischen, ist das gleiche Schauspiel zu sehen und zu hören, nur schreien diese "Pakistan, Allahu Akbar".
Diese Zeremonie wiederholt sich jeden Tag und unter den Zuschauern sind Männer, Frauen und viele Kinder. Am Schluss werden die Fahnen synchron eingeholt. Und beide Seiten achten darauf, dass zu keinem Zeitpunkt eine Flagge höher als die andere ist. Am Ende schütteln sich je ein indischer und pakistanischer Offizier die Hände und tauschen untereinander die Tageszeitung des Landes aus. Dann werfen sie die Eisentore, welche die Länder trennen, mit viel Stolz und äusserst theatralisch zu. Und das geht natürlich nicht, ohne nochmals "Macht" zu demonstrieren. Abwechslungsweise rufen die Inder "Hindustan" und die Pakistaner "Pakistan". (Reisen mit Nathape)
Mehr Bilder hier
Nun ist laut NZZ am Sonntag diese Attraktion abgeschafft worden. Offiziere hätten die Parade für unwürdig und als psychischen Stress gehalten, zudem habe der Stechschritt bei den Soldaten zu chronischen Knie- und Fussproblemen geführt.
NB: in dem Zusammenhang (nicht mit dem Stechschritt aber mit Pakistan/Indien) ein lesenswerter Aufsatz von Aatish Taseer, der eine indische Mutter und einen pakistanischen Vater hat: Pakistans innerer Glaubenskrieg in der NZZ

Dienstag, 13. April 2010

Mongolensturm

Das 13. Jahrhundert war nicht nur ein Jahrhundert der Kreuzzüge sondern auch das Jahrhundert der Mongolenstürme. Dschinghis Khan und seine grausamen Reiterherden waren drauf und dran sich den Kontinent zu erobern.
Dschinghis-Khan
Professorin Zey fragte heute in der Vorlesung über das 13. Jahrhundert ob unter den älteren Semestern jemand Assoziationen zu Dschinghis Khan habe. Das war doch ein Song in einem Eurovisionswettbewerb meldete sich eine Stimme. Ja, stimmt, 1979 wars. Es war der deutsche Beitrag und er erreichte schliesslich den vierten Platz.. Und um allen eine Vorstellung zu geben wie man sich damals musikalisch die Gefahr aus dem Osten vorgestellt hat, spielte uns die Professorin eine Youtube-Fassung der Aufführung vor. Tolle Beinarbeit gibts da zu sehen!
Und auch die Schweizer Studierenden sollten damit einen Beitrag ihrer kulturellen Vergangenheit Eurovision 79 geniessen können. Unbedingt anschauen! Auch hier tolle Beinarbeit!
Der Beitrag landete auf Platz 10.

Sonntag, 2. September 2007

Im Museum

Heute war Vernissage in St. Gallen und ich konnte meinen Gummikater in einer Vitrine bewundern. Übrigens - an der Vernissage wurde gesagt, dass laut Statistik 48 Prozent der Schweizer Bevölkerung nie in ein Museum gehen!

kater

Sonntag, 15. Juli 2007

Papa Moll meets Homer Simpson

Ich habe noch nie eine Simpsons@-Sendung gesehen, ich habe sofort immer weitergezappt wenn der unappetitliche gelbe Mann erschien. Und nun habe ich das Gefühl, etwas versäumt zu haben. Das weekend-special von 20minuten hat mir sozusagen die Augen geöffnet und Internetrecherchen haben es mir bestätigt. Naja, man kann immer dazulernen.

50JahrePapaMollGrafik1

simpsons

Papa Moll und Homer Simpson verbindet ja einiges: das Haupthaar zum Beispiel, der Bauch, die Familiensituation (bis hin zum Hund.) Marge Simpson und Mama Moll (einen Vornamen hat die Gute nicht) teilen die Liebe zu Halskettchen und lockiger Frisur, bei der Garderobe liebt Mama Moll es jedoch bedeckt, Marge hingegen zeigt sich gern im schulterfreien Schlauchkleid.
Papa Moll entstand in den 50er Jahren in der Schweiz, die Simpsons in den späten 80er Jahren in den USA, beide spiegeln jeweils die zeitgenössische Gesellschaft wieder. Der Blick auf die Simpsons kann mir aber dabei helfen, das besondere bei den Molls herauszuarbeiten.

Was würde geschehen, wenn sich die zwei Familien treffen würden?

Sonntag, 28. Januar 2007

Bronzebeil und WC-Schüssel

Im Museum Lindengut ist gestern eine neue Ausstellung eröffnet worden:

bronzebeil

Im Mittelpunkt steht die Sammlung des Historischen Vereins Winterthur. Dabei fanden Glanzstücke wie auch scheinbar banale Objekte aus ein paar Jahrtausend Winterthurer Geschichte den Weg in die Ausstellung.
Zum 50-Jahr-Jubiläum des Museums sind diese Gegenstände im Rahmen eines kommentierten Kataloges wissenschaftlich aufgearbeitet und in historische Zusammenhänge eingebettet worden. Diesem Katalog, gleichzeitig Jubiläumsbuch des Vereins, folgt die Ausstellung. Sie gewährt damit Einblick in weitgehend unbekannte Sammlungsbestände.
Ich selbst habe im Jubiläumsbuch über ein Freundschaftsbuch von 1817, über Taufandenken aus dem 19. Jahrhundert, ein Scrap-Book der Industriellentochter Fanny Bühler von 1870, eine Orakelpuppe, eine WC-Schüssel aus den 1880er Jahren und ein Papiertheater aus dem Besitz von Hans Reinhart (dem Stifter des Reinhart-Rings für hervorragende Schauspieler) recherchiert und geschrieben.

Die Publikation zur Ausstellung:
Vom Bronzebeil zur WC-Schüssel – 50 Jahre Museum Lindengut Winterthur (338. Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur), Winterthur 2007. Erhältlich im Museum oder im Buchhandel.

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