fashion

Mittwoch, 23. September 2015

Spitzenträume

Ich durfte an einer Führung in der mehr als 100 Jahre alten Schweizer Stickereifirma Forster Rohner AG in St. Gallen teilnehmen. Für Liebhaberinnen von Textilien war dies fast ein Rundgang durchs Paradies. Ein sehr lärmiges Paradies allerdings.

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Der Textiltechnologe erklärt uns seine Arbeit

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Wir durften in alten Musterbüchern und Archivschachteln stöbern. Die Firma hat in ihrem Archiv mehr als 400 000 Stickereimuster aufbewahrt.

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Dass die Firma traditionsbewusst ist sieht man nicht zuletzt an dem uralten Exemplar einer Schifflistickmaschine, das inmitten der meterlangen Hochleistungsautomaten steht. Der grössere Teil der Produktion wird in China und in Rumänien angefertigt, auf eigenen Maschinen jedoch.

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Trotz aller Automatisierung bedarf es doch auch präziser Handarbeit, sei es beim Aussticken eines einzelnen Spitzenentwurfs, beim freihändigen Ausschneiden der Motive, beim Überprüfen jeder einzelnen Stoffbahn auf Fehler und beim Aus- und Nachbessern dieser Fehler. Es ist kein Wunder dass gute Spitzenstoffe kostspielig sind.

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Bereits ihre Herstellung ist aufwendig. Für diese Spitze wird zuerst die untere Lage auf weissen "Azetatstoff" gestickt, darauf kommt wiederum eine Lage Azetatstof und auf dieses Sandwich werden die obersten Motive gestickt. Daraufhin wird der Azetatstoff "ausgebrannt", so dass nur die Motive auf dem Spitzenhintergrund zu sehen sind. (Auf Bild 6 in weiss.)
Wikipedia weiss dazu nur "Luftspitze/ Ätzspitze entsteht durch maschinelles Übersticken eines Stoffgrundes und anschließendes Beseitigen des überflüssigen, nicht überstickten Grundes. Das Ergebnis ist ein durchbrochener Stoff, der aus einer gewissen Entfernung aussieht wie Nadelspitze. Heute besteht der Stickgrund aus einem wasserlöslichen bzw. nicht temperaturbeständigen Material."

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ForsterRohner produziert hauptsächlich Haute Couture Spitzen- und Stickereistoffe, wie die Wollspitze von Michelle Obamas Inaugurationskleid.

Mittwoch, 1. April 2015

Kein Aprilscherz!

Schon lange habe ich nichts mehr selbst genäht. Nun aber doch den Schnitt von einem gekauften und bewährten Unterkleid abgenommen und aus einem preiswerten 100% Kunstfaserjerseyrest nach/probegenäht. Saum mit der Zwillingsnadel. Sitzt erstaunlich gut und trägt sich nicht schlecht. Lässt sich mit einem Tshirt durchaus auch als Oberbekleidung tragen.

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Somit habe ich am heutigen Memademittwoch wieder etwas zu berichten und zu zeigen.

Freitag, 23. Januar 2015

Farbstark

Früher war es der Katalog des schwedischen Möbelhauses, der bei seinem Neuerscheinen immer interessiert durchgeblättert wurde. Heute ist es der Katalog der schwedischen Modeschöpferin deren "farbstarker" Frühjahrskatalog meine Sehnsucht nach den wärmeren und helleren Tagen verstärkt. Von den Socken bis zum Mantel reicht die Auswahl.

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Auch wenn die Mode für mich manchmal gar etwas "stark" in den Grössen erscheint, die Farben haben es mir angetan. Ich habe schon ein paarmal etwas gefunden das ich nicht mehr missen möchte.
MMM ist ja schön und gut, aber ob das genähte Projekt jedesmal so herauskommt wie frau es sich vorgestellt hat, ist nicht sicher.
Ich liebe die klare Linie der Kataloge und besitze schon einige, denn sie liefern farbstarkes Material für Collagen und andere kreative Anwandlungen!

Dienstag, 30. September 2014

Vintage

Man kann sich kaum vorstellen dass solche Ärmel einmal modern waren. Das Bild ist aus einer Burda von 1988. Und doch, man sprach damals davon dass Frauen selbstbewusster würden, breitschultriger!
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Ich war damals an der Uni und es war verpönt modisch daherzukommen. Das heisst, es kam auch noch auf die Studienrichtung an: Ethnologinnen und Soziologinnen liefen herum wie wenn sie im Kuhstall oder auf der Alp genächtigt hätten, Sprachwissenschaftlerinnen in Jeans und selbstgestrickten Pullovern aus selbstgesponnener Wolle. Nur die Damen der Kunstgeschichte durften sich elegant anziehen.
Ich habe damals bevorzugt ein Herrenjacket aus Sackleinen getragen, vom Flohmarkt. Die Ärmel hochgekrempelt, weil natürlich viel zu lang. Dazu einen schwarzen Herrenhut.

Donnerstag, 28. August 2014

Japanische Herbstmode

Meine japanischen Nähversuche sind ja gescheitert. Nicht zuletzt weil sich japanische Schnitte meiner Meinung nach schlecht auf "westliche" Stoffe übertragen lassen.
Mittlerweile bin ich auf ein japanisches Online-Modegeschäft Envelope.jp Lisette, gestossen, dessen Angebote ich überaus anziehend finde.

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Envelope.jp

Nachteil dort sind die japanischen Schriftzeichen sie machen das Surfen recht herausfordernd. Ich habe auch keine Ahnung wie die Preise sind und ob und zu welchen Bedingungen man etwas bestellen kann, aber die Mode ist einfach schön!

Samstag, 9. Februar 2013

High Heels

In meinen jungen Jahren habe ich fast immer hohe Absätze getragen. Mit flachen Schuhen wäre ich mir wie ein Dackel vorgekommen. In den späteren Jahren musste ich mich mit Fussproblemen herumschlagen, ob das von den "Stöckelschuhen" kam weiss ich nicht.
Es war dann sowieso einige Zeit völlig daneben Stöckelschuhe gut zu finden - man trug Birkenstock - oder sich zu schminken oder sich überhaupt für Mode zu interessieren.
Das hat sich alles geändert.
Highheels schaue ich immer noch gerne an, manche sehen wirklich scharf aus. Aber laufen könnte ich nicht darin.
Wie man sich auf 10-Zentimeter-Absätzen bewegt, dass interessiert heute die NZZ.
In St. Moritz kann man nämlich die High-Heel-Kunst in einem Kurs lernen! In diesem mondänen Ort flanieren zum Saisonhöhepunkt "immer höhere Absätze über das eisige Kopfsteinpflaster". Meist sind dies Frauen aus Osteuropa, die "so etwas wie ein High-Heel Gen" besitzen. Nun müssen einheimische Frauen aber nicht mehr neidisch zuschauen sondern können sich die Kunst des Gehens auf hohen Absätzen von einer Expertin beibringen lassen.
Worauf es ankomme sei die Beherrschung des Gluteus maximus. Wer den richtig einsetzt kann die Hüften schwingen und wie Sarah Jessica Parker oder Jennifer Lopez durch den Raum schweben.
Der nächste Kurs von Felicia Widmer in St. Moritz ist leider erst am 25.Juni.
Gehen wie eine Russin
Der Gluteus Maximus und die Erotik

Freitag, 3. August 2012

Aufbrezeln

Falls jemand denkt, das hier genüge nicht, kann sich mit Hilfe dieses Buchs noch ein bisschen alpenländisch aufbrezeln.
aufbrezeln

Das Verb aufbrezeln habe ich bis 2004 zurückverfolgen können. Aufbrezeln kann man nicht nur die Kleidung sondern zum Beispiel auch Velos, Rechner, Ipad-Hüllen, die Bildung und das Internet.
Unter dem Titel Abgebrezelt ist ein Roman von Nina Schmidt erschienen
Interessantes über die Brezn und den Breznsoiza.

Freitag, 20. Juli 2012

Dirndl und Lederhose

Ich war doch recht erstaunt, im Laden einer Schweizer Bekleidungskette diese Damen- und Herrenmode zu sehen. Und ich bin gespannt ob sich jemand in unserem Städtchen unserer Grossstadt das auch kauft.

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Auch ein Lodenhut ist im Angebot.

Dienstag, 5. Juni 2012

Visueller Smalltalk

Die Art wie wir uns anziehen gibt eine Menge über uns preis. "Visueller Smalltalk" sei das meint die Zürcher Stylistin Denise Yannoulis. Dress for Success sei mittlerweile auch für Akademiker ein Thema und sei besonders wichtig bei Vorstellungsgesprächen. Bescheidenheit sei falsch: "lieber over- als underdressed", lautet ihr Rat, den sie an einer Veranstaltung der Career Services der Universität Zürich gab.

via

Samstag, 17. Dezember 2011

Variationen

Ich habe den ersehnten Schal damals nicht bekommen und habe es überlebt. Eigentlich habe ich ja auch genug für um den Hals. Aber ein bisschen Anwechslung tut gut.
Hier kann man in 4,5 Minuten 25 Variationen sehen wie man Schals auch mal anders schlingen kann. Wirklich verblüffend.
Variationen
Gesehen bei Kaltmamsell
Faszinierend auch dieser Beitrag, wie man riesige Spitzengestricke raffiniert tragen kann.
Laceshawls

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