lesen

Freitag, 13. Oktober 2017

Pause

Siebensachen macht ein Päuschen. Ein paar Tage nur. Ich nehme mir das 1137seitige Epos von Miljenko Jergovic mit: Die unerhörte Geschichte meiner Familie.

Montag, 2. Oktober 2017

Sofalesung

Gestern, am Sonntag Abend, war ich an einer Sofalesung bei wildfremden Leute daheim. Die Autorin Judith Keller trug einige ihrer kurzen Texte vor, die "zunächst fürs Vortragen geschrieben wurden oder sich am mündlichen Erzählen orientieren. Das können Sprechtexte für die Bühne, Texte fürs Radio, dramatische Literatur, orale Erzählungen, Lautgedichte usw. sein. Gemeinsam ist den AutorInnen und Texten eine ausgesprochene Sensibilität fürs Mündliche, für Rhythmus und Musikalität der Sprache - für die Performance im Wort." (Klappentext des Buchs "Die Fragwürdigen. edition spoken script")
Die Idee des Vorlesens im heimischen und gleichzeitig fremden Umfeld hat mir sehr gut gefallen. Eine gute Idee für die kommenden dunklen Abende. Die Sofalesungen sind nicht auf Winterthur beschränkt, hier gibt es das Programm.
Die Veranstaltung erinnerte mich an den Abend in Berlin, als vier Gäste einer Bar Auszüge aus Büchern vorgelesen haben. Die Vortragenden bestimmten selbst aus welchem Buch sie lesen wollten und die Gäste stimmten nach dem Vortrag ab, wer noch ein längeres Stück aus seinem Buch vorlesen durfte.
Ich fand das eine interessante Art neue Bücher kennenzulernen.

4-2017-10

5-2017-10

Dienstag, 26. September 2017

Gelesen

Literatur für die Lesegruppe: Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann.
Es beginnt mit einem Traum von einem Okapi*. Und schon ist man inmitten der Handlung. Mit Selma, die aussieht wie Rudi Carrell und von Mon Chéri nur die Füllung Isotope , dem Optiker, "mein" Vater, der eine Psychoanalyse bei Doktor Maschke macht, mit dem riesengrossen schneematschfarbenen Mischlingshund Alaska, und der zehnjährigen Luise, die uns die Geschichte erzählt und Martin.
Es ist eine fantasievolle, kreative, sehr oft skurrile Erzählung, mit lauter skurrilen Personen die ständig in skurrile Begebenheiten und Handlungen verwickelt sind. Es ist ein feel-good Buch mit Humor und Tiefgang, aber mit mehr als einer Spur Kitsch. Nicht ganz mein Geschmack, ein bisschen zu sehr kreatives Schreiben.

9-2017-28

*Dass ein Okapi Mausohren hat, stimmt nicht, Mausohren sind rund, Okapiohren sind spitzig.

Montag, 29. Mai 2017

Literarischer Stadtspaziergang

Bei bestem Wetter, fast ein wenig zu warm, traf sich eine beträchtliche Anzahl literarisch interessierter Menschen zur literarischen Stadtsafari. Anlass war der 100. Geburtstag der Literarischen Vereinigung Winterthur. An verschiedenen Plätzen lasen Autoren und Autorinnen, die Texte in der Anthologie zum Jubiläumsjahr publiziert hatten. Besammlung war vor der Stadtkirche.
In der Steinberggasse kam es zur Begegnung mit einer grossen Gruppe, die andere als literarische Interessen verfolgten.
21-2017-05

22-2017-5

24-2017-05

Im Hinterhof der schon seit längerer Zeit besetzten Häuser an der Guisan Strasse. Alles ordentlich und sehr sauber aufgeräumt!

Dienstag, 2. Mai 2017

Professoren mit Löwen

Sybille Lewitscharoff bleibt ein zäher Brocken für mich. Ihr "Pfingstwunder" musste ich ungelesen zur Seite legen, "Blumenberg", die aktuelle Lektüre in der Lesegruppe habe ich nur mit eisernem Willen zu Ende gelesen.
Dass der Philosoph Hans Blumenberg in seinem Leben einem Löwen begegnet, den nur er sehen kann, ist ein interessanter Plot. Der Löwe wird für Blumenberg zum "Zuversichtsgenerator", er begleitet ihn in den Hörsaal, er liegt in seiner Studierstube neben ihm. Sehr seltsame Figuren begleiten und begegnen dem Philosophen.
Der Löwe als Begleiter des Philosophen ist nicht völlig der Phantasie der Autorin entsprungen, von Blumenberg existiert in der Realität ein Büchlein "Löwen" mit kurzen lesenswerten Beiträgen.
Das Fazit dieser Lektüre: so zäh sich auch ein Buch für mich erweist, die Diskussionen in der Gruppe sind anspruchsvoll und bereichernd.

Montag, 6. Februar 2017

Bücherabend

Einmal im Monat treffen sich die sieben oder acht Frauen um über ein gelesenes Buch zu diskutieren une ein neues vorzuschlagen. Ich bin noch nicht so lange dabei, habe aber Jon Fosse (eindrücklich) gelesen, Meine geniale Freundin (viel zu langfädig) Tamangur (sehr schön) Ruth Schweikert: Wie wir älter werden (zu viele Menschen, zu viele Geschichten). Diesmal ist John Berger an der Reihe. "Hier wo wir uns begegnen".
Ich kann nicht mit allen Büchern etwas anfangen finde jedoch die Diskussionen bereichernd.

Samstag, 15. Oktober 2016

Bedenke was Du tust

Ein Krimi oder richtig gesagt ein Inspector-Lynley-Roman von Elizabeth George war immer eine sichere Sache. Wegen seines Umfangs konnte man ein Weilchen beim Buch bleiben. Diesmal aber hat das Buch viel an geistiger Zuwendung verlangt. Denn es hat siebenhundert Seiten. Vielleicht wollte oder sollte die Autorin unbedingt ein so langes Werk schreiben, dabei kann es schwierig werden, den Spannungsbogen über die ganze Länge aufrecht zu halten.
10-2016-22 Äergerlich fand ich auch, dass die Personen mal mit ihrem Vornamen, dann wieder mit einer Art Kose- oder Kurznamen oder dann mit dem Familiennamen eingeführt werden. Das hat mich immer wieder zum Nachschauen gezwungen.
Und nicht nur das:
Der Plot hat mich nicht überzeugt.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Kälte innen und aussen

"Trilogie" des norwegischen Autors Jon Fosse haben wir für den Bücherabend gelesen. Es war keine leichte Kost doch es hat sich gelohnt sich mit Text und Autor auseinanderzusetzen und natürlich gab es unterschiedliche Positionen
Fosse war für mich unbekannt, während Mitleserinnen bereits andere seiner Bücher kannten oder seineTheaterstücke besucht hatten. Ich empfand, wie in vielen Büchern skandinavischer SchriftstellerInnen immer wieder eine innere und äussere Kälte, die sich durch den ganzen Text, die menschlichen Beziehungen und die ganze Landschaft zieht.
Passend war die Kälte zum heutigen Tag, der mit morgendlichen 8 Grad und einem beissenden Wind schon den Winter ahnen liess.
Mein Vorschlag bis zum nächsten Mal, Elena Ferrante "Geniale Freundinnen" zu lesen, wurde angenommen. Die geheimnisvolle Autorin ist jetzt ja wohl durch einen rücksichtslosen Schnüffler aus ihrer Anonymität gezogen worden. Schade.

Sonntag, 5. Juni 2016

Lesestoff

Riad Sattouff habe ich erst kürzlich kennengelernt. Nun habe ich zwei andere Werke von ihm gelesen. Sattouff scheint im Moment auch ein Zeitungsthema zu sein. In der Zeit vom 25. Mai 2016 las ich "Abreibung für kleine Syrer" und in der NZZ vom 4. Juni 2016 "Mit Wut und Witz".

06-2016-05

Sattouff beschreibt oder besser be-zeichnet in diesen beiden Büchern seine Kindheit in Syrien von 1978 bis 1984 und von 1984 bis 85, weitere Folgen sind geplant.
Auch wenn der Karikaturist vielleicht überzeichnet, die Umgebung in der der kleine Riad mit seinem syrischen Vater und der französischen Mutter lebt ist deprimierend. Vielleicht bin ich nicht so geübt im Comic lesen, aber das "Hochkomische" das die Zeit lobt kann ich nur in ganz vereinzelten Situationen finden. Es ist eher schwarzer Humor der mich verstört und irritiert. Die Einblicke in syrische Kultur jedoch sind hochinteressant.
Wer nach Erklärungen für die fatalen Entwicklungen in Syrien suchen möchte, der wird in Riad Sattouffs autobiografischem Comic reichlich fündig, man findet sogar mehr als einem lieb ist und hofft dass ihn nicht die falschen Leute in die Hände bekommen, denn der "Araber von morgen" bietet durchaus Futter, um Angst zu schüren vor vermeintlich integrationsunfähigen Muslimen, vor archaischen Traditionen und patriarchalischen Strukturen. Selbst für Riads vermeintlich fortschrittlichen Vater gehört der Ehrenmord an seiner schwangeren aber unverheirateten Nichte zur Ordnung der Dinge." Die Zeit. Abreibung für kleine Syrer" 25. Mai 2016

Sonntag, 14. Februar 2016

Horrorvision

Eine Zukunftsvision als Horrorvision rufe das Interview mit dem neuen Direktor der ETH Bibliothek Rafael Ball hervor, auch aus der Sicht von Michael Hagner, der Wissenschaftsforschung an der ETH lehrt und er meint: "Ein Bibliothekar, der die Forderung aufstellt, man solle endlich die Hemmungen vor elektronischen Büchern überwinden, und der darüber hinaus Bibliotheken zu quasi bücherfreien Zonen erklärt, hat nicht nur seinen Beruf verfehlt, er mischt sich auch in Forschungspraktiken ein, die ihn gar nichts angehen."
NZZ vom 12.2.2016
Auch in der NZZ vom Sonntag von heute gibt es Contra: "Das Buch hat Zukunft" stellen die Claus Ceynowa, Generaldirektor der Staatsbibliothek und Andreas Degkwitz, Direktor der Universitätsbibliothek der Humboldt Universität in Berlin fest. Information sei im Internet nicht einfach "da" sondern müsse erst einmal digitalisiert, lizensiert, subskriptiert und gespeichert werden, "um dann für den Nutzer wie der Strom aus der Steckdose zu kommen".
Wie die Schreiber der Leserbriefe in der gleichen NZZ am Sonntag bin auch ich fest überzeugt davon, dass das Ende der Bibliotheken keinesfalls bevorsteht. Aber man muss sich wehren!

Suche

 

About

siebensachen ist seit November 2005 online

Archiv

Oktober 2017
September 2017
August 2017
Juli 2017
Juni 2017
Mai 2017
April 2017
März 2017
Februar 2017
Januar 2017
Dezember 2016
November 2016
Oktober 2016
September 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016
Mai 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Januar 2016
Dezember 2015
November 2015
Oktober 2015
September 2015
August 2015
Juli 2015
Juni 2015
Mai 2015
April 2015
März 2015
Februar 2015
Januar 2015
Dezember 2014
November 2014
Oktober 2014
September 2014
August 2014
Juli 2014
Juni 2014
Mai 2014
April 2014
März 2014
Februar 2014
Januar 2014
Dezember 2013
November 2013
Oktober 2013
September 2013
August 2013
Juli 2013
Juni 2013
Mai 2013
April 2013
März 2013
Februar 2013
Januar 2013
Dezember 2012
November 2012
Oktober 2012
September 2012
August 2012
Juli 2012
Juni 2012
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
September 2009
August 2009
Juli 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
November 2008
Oktober 2008
September 2008
August 2008
Juli 2008
Juni 2008
Mai 2008
April 2008
März 2008
Februar 2008
Januar 2008
Dezember 2007
November 2007
Oktober 2007
September 2007
August 2007
Juli 2007
Juni 2007
Mai 2007
April 2007
März 2007
Februar 2007
Januar 2007
Dezember 2006
November 2006
Oktober 2006
September 2006
August 2006
Juli 2006
Juni 2006
Mai 2006
April 2006
März 2006
Februar 2006
Januar 2006
Dezember 2005
November 2005

User Status

Du bist nicht angemeldet.

aktuell

Flower Crazy

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur f�r neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)
xml version of this topic

twoday.net AGB

resident of antville.org