sprache

Mittwoch, 11. Juli 2012

Grillen grillieren

Ob man denn keine anderen Probleme habe, wird in einigen der 253 Kommentare zur Verluderung der Mundart gefragt.
"Chame das grille?" ist der Werbeslogan von Coop zur Grilliersaison, der Stein des Anstosses für viele. Und auf Schweizerdeutsch heisst es nun eben grillieren, während die Deutschen kurz und bündig vom grillen sprechen. Analog zum parkieren/parken.
"Beim verwässern der Sprache sind die Deutschen nach wie vor auf dem 1. Platz. Angefangen hat es mit: "Wir sind Papst", dann kam: "Können wir Papst?" "Kann sie Kanzler?" (Merkel war gemeint) "Wir sind Kanzlerin!" "Soo! Muss Technik!" (Werbeslogan einer E-Firma) Die Schweiz sollte sich nicht vom D-Schwachsinn faszinieren lassen." (Kommentar auf 20minuten)

Montag, 27. Dezember 2010

Don't mention it

Deutschsprachige mit wenig Englischkenntnissen antworten vielfach auf das englische thank you mit please aber auch Erfahrenere wissen manchmal nicht was die beste Entgegnung auf thank you wäre.
English Language and Usage ist in solchen und ähnlichen Fällen hilfreich und für alle, die sich für die englische Sprache und ihre Finessen interessieren, ist die Seite nahezu addictive.

Dienstag, 11. Mai 2010

Löwenzahn

loewenzahn Löwenzahn ist schon seit jeher
als höchst kriegerisch verschrien,
denn er läßt bei gutem Winde
Fallschirmtruppen feindwärts ziehn.
Und ich sitz auf der Veranda
und verzehre meine Suppe
und entdecke in derselben
zwei Versprengte dieser Truppe.

Heinz Erhardt. Deutscher Komiker und Sprachakrobat


Hier gibts noch viel schönere Löwenzahn- und Pusteblumenfotos

Samstag, 28. Juli 2007

Parcours fürs Gehirn

Im Lindengut-Park in Winterthur ist bis zum 8. August eine Plakat-Ausstellung zu sehen. Unter dem Namen Babylon stellt es einen " Vita Parcours für Gehirn und Fantasie dar, der die deutsche Sprache zum Thema macht". Hier kann man sich alle Plakate Online anschauen.

parcour

Hinter dem Projekt Babylon steht die Stiftung Science et Cité, welche den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern will.

Mittwoch, 13. Juni 2007

Geschmossen und gebollen

Wenn ich aus München zurückkomme befinde ich mich stets in einem sprachlichen Notstand. Bayrisch, hochdeutsch und schwyzerdütsch vermengen sich in mir zu einem seltsamen Sprachkonglomerat.
Da kam mir dieser von Susann geschickte Link gerade recht. Dort befasst man sich nämlich mit der "Stärkung der Verben". Und ich liebe die starken Verben, die es im Bayrischen und in der Schweiz noch gibt: Die Glocken haben gelitten, entzunden war die Hand meines Bruders, geschumpfen hat meine Nachbarin und ihr Hund hat dabei die ganze Zeit gebollen.
Unübertrefflich aber Timon, der Zweitklässler, der ziemlich empört zur Kenntnis gab: "Maya hat mir ein Buch auf den Kopf geschmossen."

Samstag, 24. März 2007

Powerdeutsch

Die Financial Times Deutschland erfreute vor kurzem mit zehn Folgen einer Glosse „Powerdeutsch“. Es ging darin zum Beispiel ums Priorisieren, um Whole-Nighter und No-Brainer, um Outsourcen und Optionenprüfen, kurz um den Wortschatz aufstiegshungriger Manager.
Detlef Guertler vom tazblog Wortistik spekuliert über das Potential dieses Powerdeutsch: „Wäre das nicht eine wunderbare Alternative zum Allerweltsenglisch? Die Deutschen sind ja weltberühmt für ihren traditionellen Willen zur Macht, und keine Sprache der Welt eignet sich besser für die Hundedressur als das zackig-preußische Deutsch. Wird in Zukunft jeder globalisierte Manager, der etwas auf sich hält, ein paar deutsche Begriffe in seine Redebeiträge einflechten müssen, um hip zu sein - mal “zack-zack”, mal “Problemlösungskompetenz”, je nach Anlass?“
chefdeutsch Bei Verständnisschwierigkeiten im Gebrauch von Powerdeutsch empfiehlt sich eventuell dieses Nachschlagewerk von Langenscheidt. "Es wird darin entschlüsselt, was ein Chef sagt, und was er meint, allerdings nur auf der Ebene von Amüsier-Lektüre auf dem Klo," meint der heutige Tagi dazu. Autor des Nachschlagewerks ist eine fiktive Person, nämlich Bernd Stromberg, Ressortleiter bei der "Capitol"-Versicherung für den Bereich Schadensregulierung, in der Fernsehserie Stromberg. Ich kenne die Serie überhaupt nicht, anschauen auf eigene Gefahr!
.

Samstag, 17. März 2007

Marillenknödel und Paradeiser

Die NZZ von gestern beschäftigt sich mit der Vielfalt der deutschen Sprachen, diesmal ist das Österreichische dran:
"Es liegt eine Welt zwischen Deutschen und Österreichern, zwischen Quark und Topfen. Nicht nur, was er sagt, sondern auch, wie er es sagt, macht den Österreicher aus."
In einer Studie an Germanistikinstituten von Universitäten Frankreichs, Grossbritanniens, Tschechiens und Ungarns wurde das Prestige des österreichischen Deutsch überprüft. Das Ergebnis war ernüchternd - die Schweizer können hier verständnisvoll mit dem Kopf nicken:
"Was das Alpenvolk mit eigenen Worten formuliert, klingt den anderssprachigen Ländern sympathisch, aber etwas unbeholfen. Selbst Germanistikprofessoren in Oxford, Paris oder Budapest ist nicht immer ganz klar, ob diese hochdeutsche Varietät nun ein Dialekt ist oder nicht. In Frankreich weiss man am wenigsten über das österreichische Deutsch, man gibt sich dafür aber besonders puristisch. Von einem Studienjahr im Alpenland würde man den Studenten eher abraten, Austriazismen werden bei Prüfungsarbeiten als Fehler gewertet." Welche Sprache als die "richtige" gilt, ist eben immer auch eine Machtfrage.
Ich bin froh über all die regionalen Unterschiede und dankbar für die Buntheit der Begriffe.
Hier eine Liste von Austrazismen, viele kenne ich auch aus meiner bairischen Kindheit.

marillenknoedel

Marillenknödel-Rezept

Dienstag, 9. Januar 2007

Word of the year

"Amerikanische Sprachwissenschaftler haben die Neuschöpfung «plutoed» als «Wort des Jahres 2006» gewählt. Abgeleitet ist der Begriff von dem künstlichen Verb «to pluto», das nach der Entscheidung der Internationalen Astronomischen Union entstand, Pluto nicht länger als eigenständigen Planeten des Sonnensystems zu führen. «Plutoed» bedeutet in Anlehnung an diese Entscheidung vom August 2006 soviel wie «abgewertet» oder «zurückgestuft»." (Quelle)

Donnerstag, 3. August 2006

parked swiss server

Diese etwas rätselhafte Überschrift kam auf interessante Weise zustande:
Swiss steht in der Häufigkeit der in der englischen Sprache verwendeten Wörter an 5376ster Stelle, zwischen parked und server.
Herausgefunden habe ich dies über wordcount, eine grafische Darstellung der Häufigkeitsverteilung der Wörter der englischen Sprache. Die Wörter stammen aus dem British National Corpus, einer Datenbank mit 100 Millionen Einträgen. Für Leute, die sich für Sprache und insbesondere für die englische Sprache interessieren, ein Eldorado.
In einem Querycount kann man abfragen, welche Wörter in welcher Häufigkeit Wörter in Wordcount gesucht werden. Schauen Sie nach!
Überrascht?

querycount

Heute hat er Geburtstag. Alles Gute!

geburtstag

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