Donnerstag, 22. März 2007

Nigeria Connection

scam Der Illustrator Henning Wagenbreth hat aus Emails der Nigeria Connection und ähnlicher dubioser Spam-Mails ein Kunstbuch gemacht. Wagenbreth findet diese afrikanischen Betrugs-Emails skurril geschrieben, bunt und interessant, eine besondere Art von Kultur. Sie seien moderne Märchen, denn wer träumt nicht von Geld und Reichtum? Dass manche Leute auf die Versprechungen der Spams hereingefallen sind, sei zwar kein Grund sich lustig zu machen, aber es „fasziniert hier das Böse genauso wie unsere Verführbarkeit zu Geld und Reichtum“. Bei Wagenbreth überwiegt die Schadenfreude, schliesslich „haben die sich ja als Hehler bereit gestellt“. (Zitat)
Seit 1988 kennt man die Briefe der Nigeria-Connection, zuerst kamen sie als Faxe, seit gut zehn Jahren werden sie als Emails verschickt. „Die Geschichten, die dabei in diesen Mails erzählt werden, sind so phantastisch, daß jedem vernunftbegabten Menschen sofort auffallen sollte, daß es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Jedoch scheint die Gier bei einigen Menschen den Verstand aussetzen zu lassen.“ Hier sind 761 solcher Briefe gesammelt.
Mittlerweile hat die Nigeria-Connection ihr Arbeitsfeld erweitert und treibt auf ebay ihr Unwesen.

Mittwoch, 21. März 2007

Mode zur Abwehr

Wenn sie sich bedroht fühlen verändern manche Tiere ihr Ausseres, sie sträuben ihr Fell oder ihre Federn um grösser und gefährlicher zu wirken. Sie sondern ein stinkendes Sekret, verändern ihre Farbe oder geben einschüchternde Geräusche von sich. Menschen haben da bescheidenere Möglichkeiten ihrer Umgebung mitzuteilen: Komm mir nicht zu nahe!
Der britische Konzeptkünstler Philip Worthington hat den Prototyp eines Kleidungsstücks entwickelt, dessen applizierte Fellstreifen elektrisch aufgeladen werden, wenn der Träger oder die Trägerin sich bedroht fühlt.

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„When charged, the fur begins to stand on end, a visual indication that the wearer is uncomfortable. If someone invades the wearers’ personal space, they will beginn to feel a second warning; as they enter des coats electrostatic field they will feel tingling skin sensations and their hair will stand on end. The fur will begin to twitch towards them and emit crackling sounds.”
Wer dann noch nicht abgeschreckt ist und auf Berührungsnähe kommt, wird von 100 000 Volt getroffen.
Es gab auch andere Erfindungen, die ebenfalls nicht über das Prototyp-Stadium hinausgekommen sind. Insbesondere ist die Frage, wie man sich nicht selbst immer wieder unter Strom setzt noch nicht ganz geklärt ebensowenig wie die gesetzlichen Regelungen - solch ein Kleidungsstück könnte ja sogar unter das Waffengesetz fallen.
Zum Beispiel das No contact jacket, vom Time Magazine als Best invention of the year 2003 gelobt, sowie die indische Entwicklung eines Safety Jackets speziell für Frauen.
Es gibt immer wieder Momente, wo ich um solch ein Kleidungsstück froh wäre!

Dienstag, 20. März 2007

Bald ist Frühling

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So sah es heute morgen aus, allerdings war am Abend die weisse Überraschung schon wieder verschwunden. Darüber war niemand traurig.

Montag, 19. März 2007

Tatort - oder das Gute siegt.

Ja, ich weiss, Verbrechen als Unterhaltung zu konsumieren, ist fragwürdig. Sogar Derrick hat in seinem letzten Abenteuer kritische Worte über das Vergnügen am Verbrechen geäussert. Aber das Schöne am (guten) Krimi ist, er ist spannend und er geht immer gut aus. Zumindest fast immer.

tatort

Es gibt Themen im Krimi, die ich nicht gerne sehe, aber ein klassischer Mord wie in Ruhe sanft von gestern, aufgeklärt von ein paar schrägen Typen wie Kommissar Thiel und Prof. Karl-Friedrich Boerne, lobe ich mir an einem Sonntagabend während es draussen stürmt. Dass man die Tatort-Helden und ihre Persönlichkeiten bereits kennt, verstärkt die Erwartung und das Vergnügen.

Sonntag, 18. März 2007

Unfug Glühlampenverbot

Zwei Drittel aller Schweizer befürworten ein Verbot von Glühbirnen, schrieb der Blick gestern. Eine überwältigende Mehrheit sei bereit, den eigenen Alltag zu verändern, wenn es der Umwelt nützt. Es sei eine gute Sache fürs Energiesparen.

Blick-Birne

Mit ein paar Glühbirnen herausdrehen lässt sich die Welt so schön retten und man kann auch noch Geld sparen. Wie vorteilhaft. Der Blick findet das sehr gut. Ein Verbot von grossen Autos hingegen findet er nicht gut.
Das Glühbirnenverbot ist typisch, man verfällt in Aktionismus aber wirklich konsequente Massnahmen getraut sich niemand einzuführen.
Als Unfug bezeichnet das Verbot der Klimaforscher Ottmar Edenhofer, Autor des Klimaberichts des Weltklimarats. Dem Klima wäre mehr gedient mit weniger Autonutzung.
Das Glühbirnenherausdrehen kommt mir ein bisschen vor wie das Joghurtdeckelsammeln von früher. Man kam sich dabei so umweltbewusst vor und es hat nicht wehgetan.

Samstag, 17. März 2007

Morgenstund hat kein Gold im Mund

Mein Layoutbasteln war heute morgen nicht von Erfolg gekrönt, da habe ich wieder alles rückgängig gemacht. Allerdings wollte ich es nicht so weit zurück rückgängig machen.
Aber ich muss jetzt erst mal Pause machen!

Ich habs wieder einigermassen hingekriegt. Zum Glück habe ich immer alle Änderungen dokumentiert und konnte darauf zurückgreifen.
Eigentlich wollte ich ja nur ein wenig Luft zwischen den Zeilen! Dann will man das eine noch ein bisschen aufhübschen und das andere lesefreundlicher machen und schon steckt man in Schwierigkeiten. Zum Glück findet man im Twoday-Forum zu jedem Thema Ratschläge, allerdings muss man sie sich zusammensuchen. Eine Zusammenfassung der FAQs wäre doch sehr nützlich.

Marillenknödel und Paradeiser

Die NZZ von gestern beschäftigt sich mit der Vielfalt der deutschen Sprachen, diesmal ist das Österreichische dran:
"Es liegt eine Welt zwischen Deutschen und Österreichern, zwischen Quark und Topfen. Nicht nur, was er sagt, sondern auch, wie er es sagt, macht den Österreicher aus."
In einer Studie an Germanistikinstituten von Universitäten Frankreichs, Grossbritanniens, Tschechiens und Ungarns wurde das Prestige des österreichischen Deutsch überprüft. Das Ergebnis war ernüchternd - die Schweizer können hier verständnisvoll mit dem Kopf nicken:
"Was das Alpenvolk mit eigenen Worten formuliert, klingt den anderssprachigen Ländern sympathisch, aber etwas unbeholfen. Selbst Germanistikprofessoren in Oxford, Paris oder Budapest ist nicht immer ganz klar, ob diese hochdeutsche Varietät nun ein Dialekt ist oder nicht. In Frankreich weiss man am wenigsten über das österreichische Deutsch, man gibt sich dafür aber besonders puristisch. Von einem Studienjahr im Alpenland würde man den Studenten eher abraten, Austriazismen werden bei Prüfungsarbeiten als Fehler gewertet." Welche Sprache als die "richtige" gilt, ist eben immer auch eine Machtfrage.
Ich bin froh über all die regionalen Unterschiede und dankbar für die Buntheit der Begriffe.
Hier eine Liste von Austrazismen, viele kenne ich auch aus meiner bairischen Kindheit.

marillenknoedel

Marillenknödel-Rezept

Freitag, 16. März 2007

Freitagmorgen über der Stadt

baeumli1

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Donnerstag, 15. März 2007

Hänzialles?

Blogwiese hat sich heute über den Gebrauch von haben und geben im Schweizerdeutschen mokiert: Hat es noch oder gibt es nicht mehr?
Dabei ist mir das Foto in den Sinn gekommen, das ich kürzlich in einem Einkaufszentrum hier in der Nähe gemacht habe.

haenzialles

Hackordnung

Eigentlich sollten die Zweitklässler bei den Hühnern im kleinen Schul-Hühnerhof Verhaltensforschung betreiben. Hackordnung war das Thema und das sollten sie untersuchen.

hackordnung1

hackordnung2

Aber die Hühner waren ungemein friedlich, sie scharrten ein bisschen, gackerten vor sich hin und dachten nicht daran, sich gegenseitig zu picken oder zu hacken. Am liebsten lagen sie unter einem Busch zum Sandbaden (wichtig für die Gefiederhygiene, haben wir gelernt.) Ob sie so friedlich waren, weil es keinen Güggel gibt?
Mehr zur Hackordnung

Mittwoch, 14. März 2007

Der künstliche Krankenpfleger

Ri-man haben japanische Wissenschaftler den humanoiden Roboter getauft, der in Bälde kranke oder gehunfähige Personen aufheben und herumtragen soll. Ri-man kann sehen und hören und zwischen verschiedenen Gerüchen unterscheiden.

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Time Magazine hat Ri-Man zu den besten Erfindungen des Jahrs 2006 gezählt.

Der sensible Roboter - er ist mit über druckempfindlichen 300 Sensoren ausgestattet und mit einem weichen Material überzogen - soll in der älter werdenden japanischen Gesellschaft als künstlicher Alten-und Krankenpfleger eingesetzt werden.
Genauere Beschreibung hier.
In Japan scheinen Roboter auf weniger emotionale Barrieren zu stossen als in Europa, denn weitere "artificial emotional creatures" werden als "lebendige" Plüschtiere, oder "pet robots", in Form von Katzen, Seehundbabies oder Hunde, in Krankenhäusern und Altersheimen eingesetzt.

Dienstag, 13. März 2007

Schokoladehasen vom Designer

Studierende der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich haben im Auftrag von Chocolats Halba, der Handelsmarke von Coop, zwei Schokoladeosterhasen entworfen.

Zebrahase

Zebrahase

"Im Rahmen eines Innovationsprojektes, das der Studienbereich Industrial Design der hgkz regelmässig durchführt, entwarfen angehende Industriedesigner im Wintersemester 2004/05 eine ganze Reihe von frechen und ungewohnten Osterhasen. Die Spezialisten von Chocolats Halba wählten zwei davon zur Realisierung aus. Diese sind nun pünktlich zum Osterfest 2007 schweizweit in den Filialen von Coop erhältlich."

Ostereihase


Ostereihase, in das Plastikei kann eine Überraschung gesteckt werden

"Spannend war das Projekt für die Studierenden aus verschiedenen Gründen: Weil sie so mit einem konkreten Produktionsablauf in Kontakt kamen und lernen konnten, wie viel es braucht, bis aus einer Idee ein käufliches Produkt wird. Dann aber auch, weil das Material Schokolade nicht gerade zu jenen Materialien gehört, mit denen sich Industriedesigner üblicherweise beschäftigen. Aus einer kreativen Lockerungsübung entstand auf diese Weise eine unerwartet köstliche und innovative Osterüberraschung." (Zitat)

Wenn ich es nicht gelesen hätte, wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dass es sich hier um Designer-Osterhasen handelt. Unter den dutzenden von Hasenmodellen fallen sie nicht besonders auf.

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