Mittwoch, 17. Januar 2007

Schnürlischrift oder Basisschrift?

Schnürlischrift oder Basisschrift? Da haben die SchülerInnen ein Jahr lang mit viel Einsatz die grossen und kleinen Buchstaben des ABCs gelernt und nun müssen sie für die Schnürlischrift wieder andere Buchstaben lernen. Das G zum Beispiel oder das H, diese bekommen nun Schnörkel und Schlaufen. Diese sollten das Schreiben flüssiger und weicher machen und zu einer persönlichen Handschrift hinführen, aber sie machen vielen Kindern zusätzliche Mühe.
basisschrift
Die neue Basisschrift

Es sei lediglich ein ästhetischer Zopf, an der alten Schnürlischrift festzuhalten, meinen die Befürworter der neuen Basisschrift, für die Kinder sei die Schnürlischrift ein Krampf, viele müssten deshalb eine Graphikmotorik-Therapie aufsuchen, schreibt das Migros-Magazin
Wie in vielen anderen Bereichen werden auch hier ökonomische Kriterien in die Diskussion gebracht, man könne nämlich mit der Basisschrift schneller schreiben! Zudem müssten sich die Kinder selbst „Gedanken über das ästhetische Erscheinungsbild ihrer Handschrift machen und dafür Verantwortung übernehmen“.
Etwas vergessen geht die Tatsache, dass Schreiben nicht nur eine Kulturtechnik ist sondern dass mit ihr auch die feinmotorische Kompetenz gefördert wird.
Interessant zum Thema die Kommentare im Migros-Magazin.
schrift-abc
Die Schnürlischrift

Dienstag, 16. Januar 2007

Schönes aus Knöpfen

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"Ordinary buttons become extraordinary once they are stitched and knotted together to create these unique trays. These sturdy, yet pliable pieces are a versatile addition to any room." (greenergrasdesign)

Montag, 15. Januar 2007

Die Naivität des Bildblog

Die SonntagsZeitung von gestern preist ziemlich unkritisch den Bildblog. Sie ist da in guter Gesellschaft, der Vorsitzende des deutschen Journalistenvereins und selbst Jürgen Habermas hätten, so die Zeitung, den Bildblog öffentlich gelobt. Und den Grimme Online Award hat der Blog 2005 auch bekommen.
Man fragt sich, was denn die Bildblogger so tolles machen, mit ihrem "andauernden und vernehmlichen Gekläffe"? Was wird dadurch verhindert oder was ändert sich dadurch bei der Bekläfften zum Guten oder Besseren? Haben die „Beobachter der Beobachter“ überhaupt ein Interesse daran, dass die Zeitung besser wird?
Damit würde sich der Blog ja selbst die Existenz abgraben.
Es gibt auch noch kritische Beobachter, wie z.B. majo, sie (er?) schreibt:
„Was machen die Jungs da? Sie korrigieren die Bild wie nachsichtige Volksschullehrer ein dummes Kind berichtigen...
Mein Gott, diese Jungs wollen die Bildzeitung besser machen. Sie wollen sie richtigstellen. Sie wollen sie berichtigen. Kann denn soviel Naivität sein? Dieses Klopapier, das keinen Journalismus kennt, sondern nichts als Verblödung, Obszönität, Skrupellosigkeit und Niedertracht, verbessern? Wo ist die Kampfansage an die Unterhosen-Journalisten, wo ist die Distanzierung... (mehr)
Ich fürchte, Bildblog trägt mehr zu dieser Zeitung bei, als mir bisher klar war."
Danke majo.

Samstag, 13. Januar 2007

Fröhliches Kriegsspielzeug

Im Blog sinoplice. Try to understand China. Learn Chinese. habe ich dieses Ausmal- und Zeichenbuch für Kinder gesehen. Allerlei Schusswaffen, militärische Fahrzeuge und Zeugs, von dem ich keine Ahnung habe zu was es ist, können Kinder darin nachzeichnen, sie lernen die Namen kennen und üben das entsprechende Schriftzeichen nachzuschreiben.

china

Übrigens, sinoplice kann ich empfehlen.

Freitag, 12. Januar 2007

Umstrittene Hunger-Künstlerinnen

294132Freiwilliges Fasten als Kunstform haben Hungerkünstler mindestens seit dem 17. Jahrhundert ausgeübt. Anfang des 20. Jahrhunderts waren solche Schaustellungen sehr beliebt. Hungern war eine Möglichkeit, schnell Geld zu verdienen. Damit man den Hungerkünstlern nicht nachsagen konnte, sie würden heimlich essen, präsentierten sie sich gewöhnlich in einem Glaskasten. Nicht selten stand dieser mitten unter den tafelnden Gästen in einem Restaurant.
1924 wurde Franz Kafkas Erzählung „Der Hungerkünstler“ veröffentlicht, dessen Hauptperson das schwindende Interesse an dieser Art Volksbelustigung zu spüren bekommt und daran buchstäblich verhungert. In der entstehenden Wohlstandgesellschaft der 1950er Jahre verschwand Hungern für Bezahlung.
In jüngster zeit ist das Hungerspektakel wieder zurückgekehrt. Als 2003 der amerikanische Illusionist David Blaine 44 Tage in einem Glaskasten über dem Ufer der Themse öffentlich hungerte, zog das eine viertel Million Zuschauer an. Auch die Australierin Jasmuheen, die angibt, seit Jahren von Licht zu leben statt von fester Nahrung, fasziniert viele Menschen.
Als Hungerstreiks kann freiwilliges Fasten auch öffentliche Bedeutung erhalten, als individueller Widerstand gegen die Ansprüche der Umwelt kann man auch den Hungerstreik der Anorexia nervosa ansehen.
Die Magersucht-Perfomance der beiden Holländerinnen Liesbeth und Angelique Raeven von heute abend in Zürich soll wohl auch solch ein Protest sein. Aber wie die beiden im Facts sagen „Man kann heute nackt auftreten und auf der Bühne vergewaltigt werden, dass lässt heute alle kalt. Nur wer zu dünn ist, kann offenbar noch schockieren.“

Schweizerreise in Pantoffeln

Dieses Bild stammt von einem Besuch im Verkehrshaus der Schweiz. Danke Werner!

verkehrshaus

Dort gibt es eine grosse, begehbare Schweizerkarte. Sinnvollerweise unternimmt man diese Expedition in schweizerkreuzgeschmückten Finken bzw Pantoffeln. Spielerisch kann man hier das Land kennenlernen, wenn man Tafeln mit Kartenausschnitten an den richtigen Stellen plaziert.
Die drei Besucher stehen hier im Kanton Zürich, Werner mit einem Fuss im Zürichsee und mit dem anderen auf dem Uetliberg.

Mittwoch, 10. Januar 2007

International De-lurking week

Was ist das?
Initiiert wurde die De-lurking-Woche im Januar letztes Jahr von Paper Napkin. Es geht darum, auf besuchten Blogs einen Kommentar zu hinterlassen. Also nicht einfach in den Kulissen der Blogs herumzuschleichen oder zu lauern sondern auch an den Diskussionen teilzunehmen oder einfach einen Kommentar zu hinterlassen.
delurk_8
Sistaweb hat die Idee damals übernommen und eine Nichtlurkerin hat kommentiert: "Germans usually ain’t very good at saying nice things on s.o. else’s weblog…" das hat was für sich. Auf deutschsprachigen Blogs wird eher beanstandet oder heruntergemacht. Allerdings können deutschsprachigen Blogs, das ist meine Erfahrung, auch mit Lob nicht so besonders umgehen.
Na, man hätte ja jetzt eine ganze Woche Zeit um jemanden etwas Nettes zu sagen. (Das Nettsein natürlich nicht auf diese Woche beschränkt!)

Foto des Jahres

Es ist fünfzig Jahre her, dass der 27jährige Eduard Jost aus Zürich, Instruktionszeichner bei der Swissair, mit einer Edixa-Reflex den Fotowettbewerb der Zeitschrift Hobby gewonnen hat. Zuerst wurde das Bild zum Foto des Monats gewählt und dann gaben ihm auch noch 2886 Leser die Stimme zum Foto des Jahres.

preisfoto

Schwellenperspektive war der Titel des Bilds und laut der Zeitschrift konnte nur "ein ganz aussergewöhnlich geschultes Fotoauge an solchem Ort den Vorwurf für ein meisterliches Foto finden". (Hobby, das Magazin der Technik, Juli 1957)

Übrigens, ein Nord-Mende-Fernsehgerät war der Preis für den erfolgreichen "Knipser" .

Dienstag, 9. Januar 2007

Word of the year

"Amerikanische Sprachwissenschaftler haben die Neuschöpfung «plutoed» als «Wort des Jahres 2006» gewählt. Abgeleitet ist der Begriff von dem künstlichen Verb «to pluto», das nach der Entscheidung der Internationalen Astronomischen Union entstand, Pluto nicht länger als eigenständigen Planeten des Sonnensystems zu führen. «Plutoed» bedeutet in Anlehnung an diese Entscheidung vom August 2006 soviel wie «abgewertet» oder «zurückgestuft»." (Quelle)

Geldscheine und Zauberzahlen

Tanzzahl, Lochzahl, Chamäleonzahl, Zauberzahl - bis heute morgen waren das für mich nichtssagende Begriffe. Bis heute morgen war mir auch nicht bewusst, welch ein interessantes technisches Produkt eine Schweizer Banknote ist und was alles getan wird, um sie gebrauchs- und fälschungssicher zu machen. Dabei kommen solche Sicherheitskonzepte wie die oben erwähnten Zahlen, aber auch Kippfiguren, Mikrotext, Wasserzeichen und Guillochen zur Anwendung. Es lohnt sich wirklich, die Scheine genauer zu betrachten, auch wenn es nur eine Zehner-Note ist, von der immerhin fast 70 Millionen Stück im Umlauf sind.
zehnernote
Die Fünfziger Note der aktuellen Serie von 1995 mit Sophie Täuber-Arp zeigt zum ersten Mal auf einer Schweizer Banknote eine Frau, die wirklich gelebt hat und nicht bloss Symbolfigur ist, wie die Helvetia,
geldschein
Die Zweitklässler versuchten heute mit Augenschein möglichst viel Neues und Interessantes über Geldscheine und Münzen herauszufinden und weil sie ja seit kurzem bis 100 rechnen, taten sie dies nun mit Geldscheinen. Im Eifer des Rechnens setzen sie auch schon mal 30er oder 40er Banknoten ein.
Quelle: Schweizerische Nationalbank

Montag, 8. Januar 2007

Gorillapod zum zweiten

Den Gorillapod habe ich gekauft, er sieht niedlich aus und ist recht nützlich. Aber er war in den meisten Geschäften bereits ausverkauft. Denn letzte Woche wurde im TagesAnzeiger über ihn geschrieben und auch in der NZZ am Sonntag. Es nimmt mich wunder, welche Kriterien gelten, damit ein kommerzielles Produkt im redaktionellen Teil einer Zeitung Platz findet.

Schon vor fast einem Jahr hat ein innovativer Tüftler ein ähnliches Gerät gebastelt:
camcreature
Das "Skelett" eines Teddybären dient hier als Stativ für eine kleine Webcam. Wer hat da wo wem abgeguckt?

Kalorienzählen

Wer nach den Feiertagen das Gefühl hat, seine Essgewohnheiten überdenken zu müssen, könnte sich diese Seite anschauen.
calories-in-kiwi-fruit-s

Sonntag, 7. Januar 2007

Lachen über Hitler

Die bevorstehende Premiere des Films „Mein Führer“ hat in den Medien widersprüchliche Reaktionen hervorgerufen. Darf man über Hitler überhaupt eine Komödie machen?
Es richte Schaden an, Hitler als Witzfigur darzustellen, warnt Ralph Giordano, die 15 Millionen Toten des Holocaust seien keine Lachnummer.
Interessant finde ich Dani Levys Aussage in einem Interview in der NZZ vom 6.Januar: "Für mich hat Hitler nichts Überdimensioniertes. Aber mich interessiert nicht so sehr seine Persönlichkeit, sondern die Idee, dass er als von seinem Vater gequältes Kind einen Zeitgeist repräsentiert. Die Behauptung, die ich im Film - mit Psychoanalytikern wie Alice Miller - aufstelle, ist, dass die sogenannte schwarze Pädagogik mitprägend, mitursächlich für den Nationalsozialismus war." Dieses Argument kann man ja auch bei Adorno und Mitscherlich finden.
Dass Hitler nicht erst heute zu einem komischen Antihelden gemacht wird, zeigt Andreas Platthaus. Und der deutsch-türkische Schauspieler Serdar Somuncu tourt seit einigen Jahren mit einer Lesung aus dem Tagebuch eines Massenmörders mit Erfolg durch die deutschsprachigen Länder.
Ich werde mir den Film sicher anschauen. Zur Einstimmung hier Gerhard Polts Parodie "Hitler und der Leasingvertrag" - auf bayrisch.

Samstag, 6. Januar 2007

Dreikönigstag

Zur Königin hat es dieses Jahr wieder nicht gereicht.
dreikoenig

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Qualitätsunterschiede bei den Königen: Links ist der von diesem Jahr, ziemlich schlicht, rechts von einem anderen Jahr, mit feinen Details auch auf der Rückseite. Aber unschlagbar detailreich die Königin, ein besonders seltenes Stück!

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