Donnerstag, 8. Februar 2007

Konfetti Swissmade

Wer hätte gedacht, dass die Schweiz in der Konfettiproduktion nahezu autark ist? Drei Viertel werden im Land selbst hergestellt, der Rest kommt aus Italien - und ich dachte Konfetti sei das typische Produkt aus China.
Im Kanton Glarus gibt es die Firma Kurt Hauser, die jedes Jahr während zehn Monaten insgesamt 200 Tonnen Papier zu Konfetti stanzt. Diese sind ein Qualitätsprodukt aus 55grämmigen Recyclingpapier aus Ungarn, entstaubt und ungiftig. Während der Fasnacht werden sie dann geworfen, gespritzt und geschleudert.
konfettischleuder
Konfettischleuder

50 Tonnen nehmen die Basler Fasnachts Komitees ab und 30 Tonnen die Luzerner. Eine Basler Fasnachtsdelegation reist während des Jahres extra nach Näfels um sich die Innovationen der Konfettiindustrie zeigen zu lassen. Neue Farben und Formen werden entwickelt, im Moment sind silberne und goldene Konfetti beliebt aber auch solche in starken Farben wie königsblau und blutrot.
In der Schweiz kann man keine gemischtfarbigen Konfetti kaufen, die Basler Fasnachtskomitees hatten dies in den 1950er Jahren verlangt, damit nicht jemand auf die Idee kommt und gebrauchtes und verschmutztes Konfetti vom Boden aufnimmt und erneut verkauft. Ein Beitrag vom Schweizer Fernsehen lässt einen Blick in die Konfetti-Fabrik werfen.

Mittwoch, 7. Februar 2007

gegensätze

konstanz1

konstanz2

Heute in Konstanz

Dienstag, 6. Februar 2007

Schnelles Geld

In Winterthur standen kürzlich rund 60 Personen vor Gericht, weil sie einem nach dem Schneeballprinzip organisierten Schenkkreis angehörten und das verstösst gegen das Lotteriegesetz.
Es ist schon erstaunlich, wie sich Leute immer wieder durch das Versprechen von schnellem Geld ködern lassen. Selbst auf die Emails der Nigeria-Connection fallen Gutgläubige herein.
Dabei kann bei den Schenkkreisen, wie bei anderen nach dem Schneeballprinzip organisierten Geldspielen, höchstens derjenige reich werden, der am Anfang eingestiegen ist. Trotzdem wird immer wieder behauptet, Schenkkreise seien eine gute Sache, seien soziale Systeme, in denen weniger Gutbetuchte einander unterstützen. In Erinnerung kommt der European Kings Club, der 1994 zusammenbrach und damit viele Menschen auch in der Schweiz ins Unglück stürzte.
Manchmal ist es ja der psychischen Druck in solchen Kreisen durch Spielleiter und ihre Mitarbeiter, dem man nur schwer widerstehen kann. Auch die Atmosphäre die an solchen Treffen vermittelt wird, das besondere Glückgefühl und der Glaube, sein Schicksal in die eigene Hand genommen zu haben.
Trotzdem, Schenkkreise können nicht funktionieren.
Aber sie tauchen doch immer wieder auf.

Montag, 5. Februar 2007

BlogCampSwitzerland

Ich habe mich beim BlogCamp Switzerland angemeldet. Als ganz gewöhnliche Feld-Wald- und Katzenbloggerin will ich dort teilnehmen.
Allerdings musste ich ziemlich viel bei Wikipedia nachschlagen, damit ich überhaupt verstanden habe, um was es geht.
Ein Barcamp, soviel weiss ich jetzt, ist eine "un-conference", an "open, participatory workshop-event, whose content is provided by participants". Der Event kann ein Fest sein, eine Gesundheitsaktion, eine Kunstveranstaltung oder irgendwas anderes. Organisieren lässt sich solch ein BarCamp über ein Barcamp-Wiki.
bc_logo_150
Bei einem BlogCamp geht es selbstverständlich ums Bloggen. Es soll dabei keine Zuschauer geben sondern nur Teilnehmer. Das heisst, wer teilnimmt muss auch etwas geben, entweder etwas präsentieren oder irgendwo mithelfen „or at least ask questions and be an interactive participant“.
BlogCampSwitzerland für Blogger aus ganz Europa, wird am 24. März 2007 von 10 bis 16.30 in den Räumen der ETH Zürich stattfinden, die Teilnehmerzahl ist auf 200 beschränkt.

Freitag, 2. Februar 2007

Zum Kuscheln

Man könnte auf den Gedanken kommen, siebensachen sei zu einem Babyblog mutiert, dem ist nicht so. Dies ist das Geschenk für Mattia, eine selbstgenähte Krabbeldecke. Mattia ist am 18. Januar auf die Welt gekommen und seine Eltern waren liebe Nachbarn.

krabbeldecke

Donnerstag, 1. Februar 2007

wir können jetzt laufen

Deshalb brauchen wir währschafte Schuhe

schuhe

und fürs Fotografieren sind wir nun fast zu schnell :

schuhe2

Schweigeminute zum Klimawandel

Heute veröffentlicht die UNO in Paris ihre neuesten Erkenntnisse zum Thema Klimawechsel!
Die französische "Alliance pour la planète" ruft deshalb dazu auf, heute für fünf Minuten alle elektrischen Geräte und Lampen auszuschalten.
72 Naturschutz-Organisationen bitten im Rahmen der "Alliance pour la planète" alle Bewohner unseres Planeten, heute Donnerstagabend fünf Energie-Schweigeminuten einzulegen, und zwar genau zwischen 19.55 und 20.00 Uhr.
Fünf Minuten, nicht nur um Energie zu sparen, sondern besonders, um die Bevölkerung, die Medien und Politiker auf die tägliche Energieverschwendung aufmerksam zu machen. Ein Akt, der nur 5 Minuten dauert, der nichts kostet, der aber der Regierung und den Stromkonzernen zeigt, dass die Klimakatastrophe im Mittelpunkt der Weltpolitik stehen sollte."
Das heisst aber auch, dass jeder einzelne seinen Beitrag zu diesem Klimawandel überdenken muss.

Mittwoch, 31. Januar 2007

Die nerven, die Deutschen

Die Deutschen in der Schweiz sind immer wieder ein Medienthema. Als gebürtige Deutsche - und Schweizerin seit vielen Jahren - nerven mich diese unnützen Diskussionen und Pauschalisierungen.
Wenn man aus Deutschland kommt, ist man in der Schweiz halt willsgott in einem anderen Land, In einem Land mit einer eigenen Vergangenheit, einer eigenen politischen und gesellschaftlichen Struktur, mit anderen Gewohnheiten und einer anderen Mentalität. Es gibt hier andere Wörter und Ausdrücke als man sie gewohnt ist und es ist ein Land, in dem die deutschen Fussballer nicht als Götter verehrt werden.
Es scheint mir typisch deutsch, dass man dieses Anderssein nicht einfach hinnehmen kann und sich so gut man es vermag anpassen kann. Warum freut man sich nicht einfach darüber, dass es in der Schweiz unerwartet anders ist und es deshalb viel zu entdecken und zu staunen gibt? Warum muss man sich aufführen als sei man auf einer exotischen Insel gelandet oder in einem Erlebnispark mit putzigen Eingeborenen mit einer niedlichen Sprache und seltsamen Sitten und Gebräuchen. Die einen aber leider nicht so liebhaben, wie man das doch erwarten dürfte. Wo man sie doch so possierlich findet!
hirten Als ich in die Schweiz kam habe ich mir dieses Buch des österreichischen Schriftstellers Hans Weigel gekauft, man sieht, es wurde viel benutzt. "Versuch einer freundlichen Annäherung an die Schweizerische Eidgenossenschaft" ist der Untertitel des Buchs und die Weltwoche schrieb beim Erscheinen darüber:
"Hans Weigel hat seit vielen Jahren unser Land bereist, und er ist - Wiener durch und durch - ein Bewunderer der Schweiz geworden. Und zwar: je seltsamere Züge er in der Psyche der Eidgenossen entdeckte, um so tiefer wurde seine Neigung zu ihnen. Dennoch will er nicht vorgeben, das Phänomen Schweiz bis ins Letzte begriffen und erfasst zu haben. Er hat sich ihr, nach seinen eigenen Worten, auf bestmögliche Weise freundlich an genähert."
Diese freundliche Annäherung würde ich mir von meinen Landsleuten wünschen. Wie man in den Wald ruft...

Dienstag, 30. Januar 2007

Zeitwerkstatt

Für Erwachsene ist es kein Problem, wir wissen welche Zeit mit 17 Uhr 30 gemeint ist oder mit halb 11 Uhr! Auch 21.30 macht uns keine Schwierigkeiten. Wenn Engländer oder Amerikaner eher an die Einteilung des Tages in am und pm gewöhnt sind und sich unter 16 Uhr zuerst nichts vorstellen können, so lernen sie schnell um.

zeitwerkstatt

Für Kinder ist das ganze nicht so einfach. Es braucht für viele Zweitklässler eine richtige "Zeitwerkstatt" damit sie diese neuen Strukturen begreifen und sie zu selbstverständlichen Kulturelementen werden lassen.

Einfacher zu begreifen waren die Darstellungen von Herrn Ablanalp, er hat letzte Woche schon Verkehrsunterricht erteilt. Diesmal zeigte er den Kindern was ein verkehrstüchtiges Velo alles an Ausrüstung braucht und wie man sich als VelofahrerIn im Verkehr richtig verhält. Zu einem späteren Zeitpunkt wird es dann noch die praktische Veloprüfung geben. Aber vorerst geniessen wir zwei Wochen Frühlingsferien.

verkehrsunterricht

Montag, 29. Januar 2007

Haribo macht Bären froh

Im Journal de Nounours habe ich vom Harobi Brunobär gelesen und auf der Webseite von Haribo die Ankündigung, dass sie gestern auf der Süsswarenmesse in Köln dem WWF 20 000 Euro überreichen wollten für Bärenprojekte in den Alpen.

brunobaer

Die Firma hat im vergangenen Sommer nach den emotionalen Debatten um den erlegten Braunbären Bruno einen essbaren braunen Bruno-Bär mit Karamelgeschmack auf den Markt gebracht. Für jeden verkauften Bären versprach sie dem WWF Deutschland und Österreich einen gewissen Betrag, damit die wildlebenden Bären nicht vom gleichen Schicksal wie Braunbär Bruno eingeholt würden.
An der Süsswarenmesse beglückt Haribo als exklusive Neuheit übrigens die Nascher mit zweifarbigen Schweinehunden.

Sonntag, 28. Januar 2007

Bronzebeil und WC-Schüssel

Im Museum Lindengut ist gestern eine neue Ausstellung eröffnet worden:

bronzebeil

Im Mittelpunkt steht die Sammlung des Historischen Vereins Winterthur. Dabei fanden Glanzstücke wie auch scheinbar banale Objekte aus ein paar Jahrtausend Winterthurer Geschichte den Weg in die Ausstellung.
Zum 50-Jahr-Jubiläum des Museums sind diese Gegenstände im Rahmen eines kommentierten Kataloges wissenschaftlich aufgearbeitet und in historische Zusammenhänge eingebettet worden. Diesem Katalog, gleichzeitig Jubiläumsbuch des Vereins, folgt die Ausstellung. Sie gewährt damit Einblick in weitgehend unbekannte Sammlungsbestände.
Ich selbst habe im Jubiläumsbuch über ein Freundschaftsbuch von 1817, über Taufandenken aus dem 19. Jahrhundert, ein Scrap-Book der Industriellentochter Fanny Bühler von 1870, eine Orakelpuppe, eine WC-Schüssel aus den 1880er Jahren und ein Papiertheater aus dem Besitz von Hans Reinhart (dem Stifter des Reinhart-Rings für hervorragende Schauspieler) recherchiert und geschrieben.

Die Publikation zur Ausstellung:
Vom Bronzebeil zur WC-Schüssel – 50 Jahre Museum Lindengut Winterthur (338. Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur), Winterthur 2007. Erhältlich im Museum oder im Buchhandel.

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