Donnerstag, 28. September 2006

Biblische Geschichten

turm-babel Der "Reverend" Brendan Powell Smith hat in jahrelanger Arbeit Teile des Alten und des Neuen Testaments in Lego©steinen nacherzählt. 233 Geschichten in über 2700 Bildern existieren bis heute, angefangen bei der Schöpfungsgeschichte. Die Texte stammen aus der Bibel, die Inhalte sind oft deftig und ungeschminkt, die künftigen Betrachter werden deshalb vorgewarnt, N bedeutet Nudity, C steht für Cursing, V für Violence und S bedeutet Sexual Content.
Die Geschichte vom Turmbau von Babel, aus der dieses Bild stammt, gehört zu den harmloseren Episoden.
Die Szenen sind zum grössten Teil mit Standard-Lego©steinen gebaut, bei den Figuren musste der "Reverend" zum Filzstift greifen oder seinen Vorstellungen mit dem Schnitzmesser nachhelfen..

Mittwoch, 27. September 2006

Orthodoxe jüdische Nachbarn

Die Ausstellung im Museum Lindengut über Juden in der Schweiz und Juden in Winterthur ist ein grosser Erfolg. Wir haben deshalb beschlossen, sie bis zum 17. Dezember zu verlängern. Auch die Begleitveranstaltungen sind immer gut besucht.
Gestern war der Fotograf Livio Piatti zu Gast, er hat Dias aus seinem Buch Schtetl Zürich Von orthodoxen jüdischen Nachbarn gezeigt und kommentiert.

schtetl Myriam Treuhaft, eine orthodox-jüdische Frau hat weitere Erklärungen gegeben und Fragen beantwortet.
Piatti waren die dunkel gekleideten Männer aufgefallen, mit schwarzen Hüten und Bärten, denen er in seinem Wohnquartier immer wieder begegnete. Er versuchte mit ihnen in Kontakt zu kommen und ihm gelang in fünfjähriger intensiver Arbeit und Auseinandersetzung eine bemerkenswerte Dokumentation von Alltag und Fest dieser Glaubensgemeinschaften.
Auch wer das Buch schon kannte, die erste Auflage ist 1997 erschienen, sah die Bilder durch die engagierten und offenen Kommentare von Myriam Treuhaft in einem neuen eindrücklichen Licht.

Dienstag, 26. September 2006

Lifestyle Pets

Die amerikanische Biotechnologie Firma Allerca, die sich selbst als lifestyle pet company mit Mission bezeichnet, hat die ersten hypoallergenischen Katzen gezüchtet, die es Menschen mit Katzenallergie ermöglichen „to finally enjoy the love and companionship of a household pet without suffering from allergic symptoms.“

allergacats

Die
Nachfrage nach diesen Haustieren scheint riesengross zu sein. Wer eine solche Katze besitzen möchte, muss sich bis zum Herbst 2007 gedulden. Und dies obwohl man für ein Kätzchen, dessen Geschlecht und Farbe man nicht aussuchen kann, in der Schweiz 5950 Dollar zahlen muss, wozu noch eine „international processing fee“ in der Höhe von 995 Dollar kommt und man für Transportkosten und Ähnliches nochmals 1000 bis 2000 Dollar hinblättern muss. Man kann aber die Wartezeit verkürzen, wenn man zusätzliche 1950 Dollar als eine "International Premium Placement Fee" zahlt. Selbstverständlich ist das ganze Geld zahlbar bei Bestellung.
Wie Allerca nun zu ihren „hypoallergenischen Katzen kommt, ob sie genmodifizierte Katzen züchten oder ob sie lediglich die Katzen zur Zucht auswählen, die das allergieauslösende Gen nicht aufweisen, darüber herrscht noch keine Klarheit.

Montag, 25. September 2006

Zünftig aufs Oktoberfest

Um stilecht aufs Oktoberfest zu gehen, scheint eine Lederhose unerlässlich. Was es mit dem alpinen Beinkleid auf sich hat, warum es sich in Bayern überhaupt so verbreiten konnte, lässt sich hier nachlesen.
Es waren vor allem Adlige, die Tracht und damit die Lederhose förderten. Zum Beispiel Erzherzog Johann (1782-1859), Bruder von Kaiser Franz II. Der Erzherzog war der grosse Modernisierer der Steiermark und wurde für die Bewohner zur Identifikationsfigur. Seine Volksverbundenheit äusserte sich in engen Kontakten zu den Menschen, dem Tragen der einheimischen Tracht und dem Sammeln und der Förderung der materiellen und geistigen Kultur des Landes.
In Bayern war die Entwicklung ähnlich Die Angehörigen des bayerischen Königshauses gaben sich trachtenfreundlich und bevorzugten die Lederhose vor allem bei ihren feudalen Jagdgesellschaften.
lederhosenmuseum
Im virtuellen Lederhosenmuseum kann man sich mit den Feinheiten des "Kultkleidungsstückes Nummer 1" auseinandersetzen.
Als Sepplhose kennt man das gute Stück im nichtbayrischen Ausland. Meist ist mit dem Begriff Unkenntnis und Spöttelei verbunden.
sepplhut
Mit dem Sepplhut allerdings hätte man letztes Jahr fast in Schwierigkeiten kommen können, ein Wiesn Wirt wollte diese Kopfbedeckung in seinem Zelt verbieten. Er sagte, es habe sich bei den Sepplhut-Trägern um angetrunkene, potenzielle Krawallmacher gehandelt. Die Anschauung zeigt, dass er so unrecht nicht hat.

Sonntag, 24. September 2006

In the Cat's Mouth

Es ist Zufall, dass ich heute bereits wieder art content verbreite. Ich möchte das MOBA vorstellen, das Museum of Bad Art, das einerseits ein virtuelles Museum, andererseits eine reale Institution ist. Es besitzt etwa 250 Objekte, deren Herkunft ebenso schillernd ist, wie die Gemälde selbst. Die Künstler sind oft unbekannt.

u-pop-unseen-8

In the Cat's Mouth. Acrylic on canvas, probably by Pangorda. 24"x22"
Acquired by Tom Stankowicz from the Children's Hospital Thrift Store

Die Bilder sind nicht einfach schlecht, "what they all have in common is a special quality that sets them apart in one way or another from the merely incompetent".
Es lohnt sich, die Bilder anzuschauen!

Samstag, 23. September 2006

Pencil sculpture

Faber Castell hat im vergangenen Jahr den hundertsten Geburtstag seines Klassikers, des grün-goldenen Bleistifts castell 9000 gefeiert. Für diese Gelegenheit bekam die deutsche Künstlerin Kerstin Schulz den Auftrag Bleistift-Skulpturen zu schaffen. Aus Tausenden von scharfgespitzten castell 9000 ist ungewöhnliches Mobiliar entstanden.


pencil-chair

Eine weitere Suche nach pencil sculptures hat dies hervorgebracht. Die Künstlerin Jennifer Maestre gestaltet organische Skulpturen mit Bleistiften aber auch mit Nägeln und Perlen.

aurora_600

Sie sagt zu ihrem Werk: Many creative endeavors begin with a nicely sharpened pencil and a two dimensional surface. My obsession with the point has led me from two dimensions to three. The texture created by a mass of pointed ends is alluring, but is intimidatingly sharp and hard. A tension thus arises between desire and repulsion. The opposing blunt ends offer a different aesthetic experience: a delicate mosaic, a smooth spotted skin.

Freitag, 22. September 2006

Alles falsch

Spiegel Online ruft zu einem Fotofälscher-Wettbewerb auf und bietet vier Fotos an, die kreativ umgestaltet werden sollen, am 27. September ist Einsendeschluss.
Hier gibt es ständig Wettbewerbe, was sich mit Photoshop und ähnlichen Programmen machen lässt, ist oftmals spektakulär. Manchmal auch einfach schrecklich.

Mittwoch, 20. September 2006

Dirty cooking

Mein Lieblingsessen, wenn ich alleine bin und auch nicht mehr vorhabe unter Leute zu gehen, sind Spaghetti mit viiiiiiiiiel Knoblauch und scharfem Ketchup.
Der Knoblauch, sieben und mehr Zehen dürfen es ruhig sein, wird in Scheiben geschnitten und in Olivenöl goldig gebraten. Die gekochten Spaghetti, es können auch Tagliatelle oder Bavette sein, in der Not auch irgendeine andere Pasta-Form, werden knusprig angebraten, mit Aromat gewürzt und mit dem Knoblauch und einem anständigen Klacks Ketchup serviert.
Mmmmmmmmmmmmmmm!

dirty-cooking

Der Begriff Dirty Cooking stammt leider nicht von mir, ich habe ihn 1999 im NZZ Folio gelesen.
"Hier eines meiner Lieblingsrezepte für ein besonders schmutziges Dirty Eating: Man schneide zwei massive Stücke von einem Butterzopf (mindestens 3 cm), schmiere tüchtig zusätzliche Butter drauf (mindestens 1 cm), belege die eine Scheibe mit dick geschnittenen Cervelat-Rugeln (Zopfdicke oder mehr), stecke in die entstandenen Hohlräume eine Mayonnaise-Tube, drücke, bis diese überquellen (bei Variante light nur auffüllen), und verteile das Überquellende mit den Fingern. Zweite Zopfscheibe draufpressen, glücklich dem Glucksen der öligen Pracht zuhören, ihre gelb und rosa changierenden Abläufe mit weit offenem Mund auffangen . . . (NZZ Folio 08/99 Dirty Cooking -- Tierische Manieren. Von Pia Horlacher)

Dienstag, 19. September 2006

Es herbstelt

Nach all den schönen warmen sonnigen Tagen ist es ein erschreckender Anblick, wenn der Nebel bis auf die Wiese herunterhängt und einen unmissverständlich an die Schattenseiten des kommenden Herbsts erinnert: trüb, kalt und nass.

herbst1
herbst2

Montag, 18. September 2006

Oktoberfest

Schon als Kind gefiel mir der Toboggan, wir standen davor und lachten über die Leute und ihre komischen Verrenkungen, wenn sie die schiefe Ebene hinaufkommen wollten. Heute sind alle ganz cool und trainiert, keiner hängt mehr am Geländer und strampelt mit den Beinen. Es ist lange nicht mehr so lustig. Aber vielleicht nachts, wenn das Bier seine Wirkung zeigt?

tobogan

Heute finde ich vor allem die Holzkonstruktion des Toboggan uns seinen Antrieb sehenswert.
Toboggan ist ja eigentlich ein indianischer Schlitten, aber "Die Bezeichnung Toboggan wurde auch für eine Anlage adaptiert, die man auf Jahrmärkten, zum Beispiel dem Münchner Oktoberfest, antreffen kann. Aus dem Jahr 1900 stammt eine Postkarte mit einem Toboggan in Paris. 1906 baute der Badener Anton Bausch nach dem Vorbild aus Paris den wahrscheinlich ersten deutschen Toboggan. Als Kirmesattraktion standen die Bahnen lange Zeit auf allen Festplätzen. Heute sind jedoch nur noch wenige dieser Anlagen unterwegs. Moderne Fun-Häuser haben den Förderbandaufzug als Element übernommen." (Wikipedia)
Das Bild ist vom letzten Jahr.

Für alle, die nicht aufs Oktoberfest gehen können, ein wenig Lederhosenstimmung:

leder-2 leder-1
Windup Hopping Lederhosen
Lederhosen, which literally means "leather pants," are a traditional folk costume worn mostly in the mountainous regions of Bavaria and Austria. They are a happy sort of short trouser that love music and dance. So next time you have cause for celebration or revelry, wind up these 3", hard plastic folkpants and watch them hop about! After all, what good is a party without Lederhosen?

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