Montag, 10. April 2006

Wunder der Technik

Auf dem Flohmarkt habe ich ein paar Technik-Magazine aus den 50er Jahren gekauft. Ich mag die Werbung darin und Interessant ist, was vor 50 Jahren als das Neueste und Modernste angesehen wurde.

hobby1

Diese kleinen Autos, die Strassenflöhe, haben es mir angetan, sie waren damals der letzte Schrei. Neun westdeutsche Firmen haben solche Klein- und Kleinstwagen gebaut. Goggomobil und Isetta standen "mit weitem Abstand an der Spitze". Fast 40 000 Stück wurden bis Ende 1956 gekauft. "Die Zahlen zeigen eindrücklich, wie sehr sich auch der kleine Mann , der sich kein richtiges Auto leisten kann, nach einem Dach auf Rädern sehnt," heisst es im Heft.
Über das "hinreissende neue Goggomobil-Coupé" mit seiner "geradezu italienisch anmutenden inneren und äusseren Eleganz" geriet der Berichterstatter direkt ins Schwärmen.

coup-

3620 Mark kostete das Modell mit einem 250 ccm Motor.

Umwerfend auch dieser Messerschmitt-Kabinenroller als Roadster

roadster

Sonntag, 9. April 2006

Klein wild Waltraut

Früher stand am 9. April der Name Waltraut im Kalender.
Wenn ich heute unter Google nachschaue, sehe ich das als erstes:

waltraut1

Sollte ich wohl nachschauen, was es da zu ersteigern gibt? Jedoch ist ebay nicht mein Ding.

Immerhin offeriert google 520 000 Einträge zu diesem Namen.
Auch ein längeres Gedicht des Sprachwissenschaftlers Wilhelm Hertz (1835-1902) über "klein wild waltraut" habe ich bei Wikisource gefunden. Es ist ein bisschen gruselig und hat ein ungutes Ende in dem ein Galgen eine Rolle spielt:

Und eh' drei Wort' gesprochen sind,
Hängt klein wild Waltraut hoch im Wind.

Die Toten reden leise.

Samstag, 8. April 2006

Traum-Papier

Unter der Marke Ola stellt die französische Papierkünstlerin Aleksandra Vondenhove-Broniewska Papierträume her. Ihre Papierbogen enthalten Gemüse, Früchte und Blumen.


Feuille-oignon_petit


Feuille-paquerette

Hier gibt’s auch eine Beschreibung, wie man solches Papier anfertigen kann

Freitag, 7. April 2006

Projektwoche

Diese Woche war "Projektwoche". Die ganze Schule war eine Stadt mit Post, Bank, Läden, Werkstätten, Restaurants, Freizeitanlage, Museum und einer Wellness-Oase. Sogar eine Zeitung gab es.
Überall wurde gearbeitet: Brötchen gebacken, Schmuck hergestellt, Post verteilt und vieles andere mehr. Für diese Arbeit bekamen alle pro Tag 10 Rosopolis, mit denen sie zum Beispiel einkaufen gehen, einen Brief verschicken oder sich beim Coiffeur behandeln lassen konnten.
Ich habe in der Schmuckwerkstatt mitgeholfen und meine MitarbeiterInnen kamen aus dem Kindergarten und bis zur sechsten Klasse. Die Motivation dieser Buben und Mädchen war unterschiedlich, aber im allgemeinen waren sie sehr willig.

geldmacher

Die offizielle Währung war der Rosopolis.

geld

Alle (zumindest fast alle) halfen überall mit und die Grösseren schauten nach den Kleinen.

helfen

Heute Freitag waren auch die Eltern eingeladen, den von den Kindern zubereiteten Zmittag zu essen, zu flanieren, einzukaufen. Zum Beispiel in unserem Schmuckladen. Zeitweise herrschte Grossandrang. Meine Ringe und meine Halsketten aus Papierperlen waren im Nu verkauft.

schmuckladen

Donnerstag, 6. April 2006

Computerspiele

Mit Pacman auf dem Commodore C64 habe ich meine ersten Erfahrungen mit Computerspielen gemacht. Auf dem Atari habe ich mich mit Stixx vergnügt (kennt das noch jemand?) dann kam Myst, das mir viele Stunden geraubt aber auch Erfolgsmomente beschert hat. Die Myst-Ästhetik mit ihrer Zukunfts-Archäologie hat mich sehr angesprochen. Tetris und Freecell waren eine Ablenkung auf langen Zugfahrten. Damit sind meine Erfahrung mit Computerspielen schon aufgezählt, mit Ballerspielen konnte ich mich nie anfreunden.

Kürzlich bin ich auf Samorost gestossen, dieser Wurzelstock im Weltall mit seinen winzigen Bewohnern und ihrer erstaunlichen Technik gefällt mir gut. Die Geschichte des Zwergs, der sich mit seiner fliegenden Würstchendose aufmacht um seinen entführten Hund zu suchen, ist skurril und genial.

samorost1

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Entwickelt wurde das Spiel von Jakub Dvorský aus Tschechien. Als Abschlussarbeit an der Akadamie für Kunst, Architektur und Design in Prag reichte er es im Sommer 2003 ein. Den Namen "Samorost" kann man mit "Rettet den Planeten" übersetzen.

Mittwoch, 5. April 2006

Functional Art

Margaret Dorfman stellt solche Veggie-Bowls her. Dünne Scheiben von Früchten und von Gemüse werden von ihr speziell behandelt, dann gepresst und getrocknet. Dieses „Gemüse-Pergament“ formt die Künstlerin zu Schalen. Dies ergibt sehr ungewöhnliche Exemplare von „functional art“.

Cantaloupe

Sweet_Pea

Über Margaret Dorfman war leider nicht mehr herauszufinden, aber hier gibt es noch viele ihrer Veggie Bowls zu sehen.

Functional Art könnte man mit Gebrauchskunst übersetzen. Die verwendeten Materialien sind oft eigenartig und überraschend, die Formen von karg bis barock, die Herstellung ist meist handwerklich. Vielfach wird auch recycled oder umgenutzt.

Dienstag, 4. April 2006

Happy Birthday

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Alles Liebe zum Geburtstag, viel Power und Schwung weiterhin!

Montag, 3. April 2006

Bärlauch

Bärlauch gehört zu den Frühlingsgenüssen. Es gibt ihn solange es ihn gibt und dann wartet man wieder bis zum nächsten März. Das ist wie mit Spargel oder Erdbeeren, sie sind einfach am besten im Juni und die Wartezeit lohnt sich. (Sich den Erbeergenuss in den Winter hineinzuretten mit einem Glas selbstgemachter Erdbeerkonfi ist jedoch legitim.)

Am liebsten mag ich Bärlauchbutter:
eine gute Handvoll gewaschener und abgetrockneter Bärlauchblätter kleinschneiden und mit weicher Butter und etwas Salz verkneten. Lässt sich einige Tage aufheben und vielseitig verwenden. Köstlich direkt auf dunkles Brot gestrichen! Ein gewöhnlicher Risotto oder eine Kartoffelsuppe wird durch reichliche Zugabe von Bärlauchbutter kurz vor dem Essen zum Bärlauchgenuss. Nicht mehr mitkochen, denn dann verliert Bärlauch seinen frischen Geschmack.

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Meine Bärlauchplantage.

Sonntag, 2. April 2006

Das Nilpferd und die Schildkröte

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Als ich das Bild gesehen haben, auf dem sich das durch den Tsunami verwaiste Nilpferdbaby an die Riesenschildkröte schmiegt und ihm auf Schritt und Tritt durch das Gehege folgt, ja sogar dessen Essgewohnheiten annimmt, kam eine gewisse Rührung auf. Solch eine "grenzenlose" Zuneigung zweier höchst ungleicher Lebewesen könnte fast ein Vorbild sein in einer von Missverständnis, Intoleranz und Lieblosigkeit geprägten Welt.

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Owen, das Nilpferdbaby und Mzee, die Riesenschildkröte

Neben dieser rührenden Tiergeschichte ist die Geschichte des Haller-Naturparks bei Mombasa in Kenya, in dem sich diese zwei ungewöhnlichen Partner gefunden haben, ein Vorbild in Ökologie und Verantwortungsbewusstsein. Fast zu schön um wahr zu sein.
Wie aus dem von einer Zementfabrik durch den Abbau von Korallensand ausgebeuteten Gebiet wieder ein Naturparadies geworden ist, hat der Schweizer Tropenagronom Rene Haller hier beschrieben.

Samstag, 1. April 2006

Swiss Spaghetti Harvest

"In 1957 the respected BBC news show Panorama announced that thanks to a very mild winter and the virtual elimination of the dreaded spaghetti weevil, Swiss farmers were enjoying a bumper spaghetti crop. It accompanied this announcement with footage of Swiss peasants pulling strands of spaghetti down from trees. Huge numbers of viewers were taken in, and many called up wanting to know how they could grow their own spaghetti trees. To this question, the BBC diplomatically replied that they should "place a sprig of spaghetti in a tin of tomato sauce and hope for the best."
Das war natürlich ein Aprilscherz.
Der Grund für den Erfolg dieses Aprilscherzes liegt wohl darin, dass in den 1950er Jahren Spaghetti in Grossbritannien noch eine eher exotische Speise waren und ihre Herkunft für viele deshalb ein Rätsel. Sogar Sir Ian Jacob, der damalige Generaldirector der BBC soll zugegeben haben, dass er in einem Lexikon nachschlagen musste, woher die Spaghetti wirklich kommen.
Die Original-Show ist auf BBC zugänglich.

Ein Nebenprodukt meiner Google-Suche nach Aprilscherzen ist dieses Teil:

tribal

Ein Tätowierungsärmel, wie echt, mit dem sich Familie und Freunde erschrecken lassen.

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