Trauern
Ein Nachbar ist kürzlich gestorben. Er war ein alleinstehender, seltsamer Mensch, den wir alle nicht recht kannten. In früheren Jahren hat er oft aus seinem Küchenfenster laut über Nachbarn und sonstige ihm unliebsame Menschen geschimpft. Darüber haben wir uns immer ein bisschen lustig gemacht. Gekannt hat ihn eigentlich niemand. Persönlich bin ich ihm nur zweimal begegnet, da war er immer recht höflich. Einmal hat er mir sogar Komplimente gemacht.
Längere Zeit haben wir ihn nicht mehr gesehen, seine Palmen auf dem Balkon standen vernachlässigt und erfroren da. Jetzt habe ich gehört und gelesen dass er gestorben ist.
Heute war seine Beisetzung und ich bin auf den Friedhof gegangen. Ich dachte es wäre vielleicht niemand um ihn auf dem letzten Weg zu begleiten. Doch haben sich etwa 20 Trauergäste versammelt und im bitterkalten Nebel hielt ein Pfarrer eine Ansprache, die ich sehr berührend fand, traurig und doch hoffnungsvoll. Wie schön ist es doch selbst noch am Leben zu sein!

Längere Zeit haben wir ihn nicht mehr gesehen, seine Palmen auf dem Balkon standen vernachlässigt und erfroren da. Jetzt habe ich gehört und gelesen dass er gestorben ist.
Heute war seine Beisetzung und ich bin auf den Friedhof gegangen. Ich dachte es wäre vielleicht niemand um ihn auf dem letzten Weg zu begleiten. Doch haben sich etwa 20 Trauergäste versammelt und im bitterkalten Nebel hielt ein Pfarrer eine Ansprache, die ich sehr berührend fand, traurig und doch hoffnungsvoll. Wie schön ist es doch selbst noch am Leben zu sein!

waltraut - Montag, 7. Dezember 2015, 22:15