internet

Donnerstag, 22. März 2007

Nigeria Connection

scam Der Illustrator Henning Wagenbreth hat aus Emails der Nigeria Connection und ähnlicher dubioser Spam-Mails ein Kunstbuch gemacht. Wagenbreth findet diese afrikanischen Betrugs-Emails skurril geschrieben, bunt und interessant, eine besondere Art von Kultur. Sie seien moderne Märchen, denn wer träumt nicht von Geld und Reichtum? Dass manche Leute auf die Versprechungen der Spams hereingefallen sind, sei zwar kein Grund sich lustig zu machen, aber es „fasziniert hier das Böse genauso wie unsere Verführbarkeit zu Geld und Reichtum“. Bei Wagenbreth überwiegt die Schadenfreude, schliesslich „haben die sich ja als Hehler bereit gestellt“. (Zitat)
Seit 1988 kennt man die Briefe der Nigeria-Connection, zuerst kamen sie als Faxe, seit gut zehn Jahren werden sie als Emails verschickt. „Die Geschichten, die dabei in diesen Mails erzählt werden, sind so phantastisch, daß jedem vernunftbegabten Menschen sofort auffallen sollte, daß es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Jedoch scheint die Gier bei einigen Menschen den Verstand aussetzen zu lassen.“ Hier sind 761 solcher Briefe gesammelt.
Mittlerweile hat die Nigeria-Connection ihr Arbeitsfeld erweitert und treibt auf ebay ihr Unwesen.

Montag, 12. Februar 2007

Urban legends

Der Tages-Anzeiger sucht Hundegeschichten und druckt die schönsten ab. Eine vom Freitag 9.2.07, gefällt mir sehr gut, allerdings habe ich den leisen Verdacht, dass sie zur Sorte der urban legends gehört. Bei denen ist es ja auch typisch, dass die Geschichte dem Erzählenden nicht selbst passiert ist.
Die Hundegeschichte mit dem Titel Etikettenschwindel geht so:
„Die Geschichte hat sich vor gut einem Jahr in unserem Bekanntenkreis zugetragen: Zwei ältere Damen waren auf dem Spaziergang mit ihrem sehr bejahrten Hund. Man hatte schon lange mit dessen Ableben gerechnet, denn seit längerer Zeit war er sehr gebrechlich. Nun war also die Stunde gekommen: Der Hund torkelte, kippte um und war tot. Was tun? In der Nähe befand sich ein Fernsehgeschäft. Die Damen beschlossen, dort nach einem leeren Karton für den verstorbenen Hund zu fragen. Sie hatten Erfolg. So legten sie den toten Hund in die Fernsehschachtel und trugen diese gemeinsam zu ihrem Auto, welches ganz in der Nähe auf dem Parkplatz stand. Jetzt wollte man sich aber nochmals im Laden für die freundliche Hilfe bedanken. Als die Damen zurück zum Auto kamen, trauten sie ihren Augen nicht: Der Fernsehkarton war verschwunden – mitsamt dem Inhalt.“

Nach meinem ersten Lachen kam mir die Geschichte von der toten Grossmutter auf dem Gepäckträger in den Sinn. Für urban legends ist es typisch, dass grundlegende Motive in anderer Form wieder erzählt werden. Das Buch „Die Spinne in der Yuccapalme“ des Volkskundlers Rolf Wilhelm Brednich ist eine Sammlung solcher urban legends. Man nennt sie auch contemporary legends, denn die Geschichten ereignen sich ja nicht nur im urbanen Raum.
Das Internet hat übrigens grossen Anteil an der globalen Verbreitung solcher Erzählungen.

Sonntag, 11. Februar 2007

Junkmail

275 Junkmails habe ich gelöscht. Rund acht landen jeden Tag direkt im Junkmail-Ordner. Ich habe die Option auf die höchste Stufe gestellt. Ich muss halt jeden Tag nachschauen ob etwas wichtiges in diesen Ordner verschoben wurde aber dafür habe ich den Posteingang sauber. Ich habs mit der Position "Hoch" versucht aber dabei rutschen immer noch Junkmails durch und das Nachschauen im Junkmailordner bleibt mir nicht erspart.

Was allerdings solche Mails wie dieses hier bezwecken, weiss ich auch nicht??? Das ganze Mail ist voller Textbruchstücke, es gibt nichts anzuklicken und es wird nichts verkauft. Kann mich da jemand aufklären?

junkmail

Freitag, 24. November 2006

Abgründe der Social Software

Eine sehr erfolgreiche Studenten-Community sei StudiVZ hiess es noch vor ein paar Wochen. Bei StudiVZ eingeschrieben zu sein, war fast ein Muss.
Das Unternehmen habe einen richtigen Turbostart hingelegt, was wieder zu einem recht schnellen Einstieg von Investoren geführt habe.
Aber es war bereits Feuer im Dach unter anderem der Vorwurf, dass StudiVZ das erfolgreiche amerikanische facebook kopiert habe.
Das war noch relativ harmlos, happig kommt es jetzt. Erst taucht ein peinliches Video auf und jetzt bringen blogs! und spreeblick weitere fragwürdige Machenschaften innerhalb von StudiVZ mit Fotos von Studentinnen ans Tageslicht.
StudiVZ hingegen weist solche Vorwürfe zurück.
Grosse Diskussion in der Blogosphäre, Technorati listet mittlerweile über 2100 Beiträge zu StudiVZ. Man kann gespannt sein.

Freitag, 10. November 2006

Firefox 2

Nun habe ich Firefox 2 heruntergeladen und weil es so sinnvoll schien, auch gleich Clipmark. Erst nachher habe ich festgestellt, dass man sich, will man die Clipmarks speichern, registrieren muss. Und das will ich nicht. Aber das Addon oder Plugin, was immer es ist, bringe ich nicht mehr weg. Nicht einmal mit Systemwiederherstellung. Ein paarmal habe ich es schon probiert, doch es funktioniert nicht. Es kommt immer nur diese Meldung, welchen Systemprüfpunkt ich auch auswähle:

pruefpunkt

Firefox 2 deinstallieren und nochmals herunterzuladen bringt auch nichts und unter der Software ist Clipmark nicht aufgeführt.

Freitag, 27. Oktober 2006

Server nicht gefunden

Ein "offener Brief " an Cablecom auf blogg.ch spricht mir aus der Seele, auch wenn ich einen grossen Teil der Fachausdrücke nicht verstehe:
"Wie man sieht, hat Cablecom ein substanzielles Problem. Denn jeder normale Hispeed Kunde merkt inzwischen, dass es mit der Qualität des Cablecom Backbones nicht mehr weit her ist. Ihre Pressestelle gibt das inzwischen auch unumwunden zu."
Laut NZZ sieht es so aus:
"Für Schweizer Cablecom-Kunden bedeutet das aber, dass ihre Daten nun über internationale Exchange-Plattformen geleitet werden und einen Umweg über Amsterdam oder New York machen, auch wenn sie nur für das Nachbardorf bestimmt sind. Dadurch erhöhen sich Latenzzeiten, die Service-Qualität verschlechtert sich. Die Cablecom-Sprecherin bestätigt, dass es um die Qualität der Internetverbindungen derzeit schlecht bestellt sei, man setze aber alles daran, diese Probleme zu beseitigen."
Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube, die Meldungen "Server nicht gefunden" nehmen ständig zu, aus eigener Erfahrung weiss ich aber, dass Reklamationen bei Cablecom meist irgendwo im Sand verlaufen.

Donnerstag, 26. Oktober 2006

Schutzpatron der Surfer

Bei meiner Suche nach religiösem Kitsch bin ich auf etwas gestossen, das die Internetgemeinde interessieren könnte. Eine Plakette des Heiligen Isidor, die man am Monitor anbringen soll.

isidor

Vor einiger Zeit sprach man nämlich im Vatikan davon, den Heiligen Isidor von Sevilla als den Schutzheiligen des Internets zu ernennen. Isidor sollte die Surfer auf ihrer Reise durch das Web beschützen. Er war ein Kirchengelehrter und lebte zwischen 560 und 636 in Spanien.
Warum St. Isidor? Vielleicht deshalb, weil Isidor die Etymologiae, eine 20bändige Enzyklopädie mit 448 Kapiteln geschrieben hat, die offenbar alles enthielt, Weltliches und Kirchliches, das die Menschen zu seiner Zeit als wichtig und wissenswert betrachteten. So zum Beispiel die erste Weltkarte, die darstellt, wie die Welt unter den drei Söhnen Noahs, Sem, Ham und Japhet aufgeteilt war.

9_erste_weltkarte
Aus einer 1472 in Augsburg gedruckten Ausgabe der Etymologiae.

Dienstag, 10. Oktober 2006

Neue Rechtschreibung

Habe ich etwas verpasst bei diesen vielen Reformen der Reformen? Wurde das Tezett abgeschafft?
duzend

Samstag, 15. April 2006

Dekonstruktion

Hier eine kreative Art mit Spam umzugehen, aus etwas Lästigem etwas Ästhetisches zu machen.

spam2

Aber wahrscheinlich habe ich mir mit dieser Aktion nur ein paar neue Spams eingefangen.

Shredder ist ein Dekonstruktions- oder Mashup-Programm, an dem ich mich schon seit Jahren erfreue.

Schön auch diese Möglichkeit , hier habe ich roses eingegeben.
"Montage-a-google is a simple web-based app that uses Google's image search to generate a large gridded montage of images based on keywords (search terms) entered by the user."

roses

Unter "Zerreiss mich - kopier mich" hat Spiegel-Online das Thema der Dekonstruktion vor ein paar Tagen angeschnitten. Das geht natürlich viel weiter als meine harmlosen Spielereien. Danke an Susann für den Tip.

Mittwoch, 15. Februar 2006

Googles Sündenfall

“On January 25 2006, Google launched Google.cn, a self-censored Chinese-language search service, a policy shift which follows Yahoo! and Microsoft's recent decisions to provide censored Internet services in compliance with Chinese state censorship policies. Google informs its users when their search results have been filtered (to date, Microsoft and Yahoo!'s Chinese search services do not), and provides users with a link to the unfiltered Google.com home page.”
http://opennet.net/google_china/
Es gibt auf opennet.net eine Möglichkeit, google.cn und google.com zu vergleichen. Ich habe Tibet eingegeben, was gut 18 000 Resultate ergeben hat und dann auf Free Tibet Campaign geklickt. Ich hatte nicht den Eindruck, dass dort zensuriert wird, aber ich bin keine Fachfrau.
Jedoch bin ich immer vorsichtig, wenn es zu einem Hype über ein bestimmtes Thema kommt und alle mitreden aber keiner wirklich Bescheid weiss.

sft_india_google_medium

"Langsam sickert diese Erkenntnis ein: Google ist kein Heilsbringer, kein unkommerzieller Tugut und ewiger Robin Hood, sondern ein aktiennotiertes Großunternehmen mit etwas lockerer Unternehmenskultur. Weil Google anders als seine Konkurrenz nicht nur Nutzer, sondern Fans hat, blutet denen das Herz - und Zuneigung schlägt in Groll um."
Aus: Keine Liebe mehr für Google. Von Frank Patalong.Spiegel Online.

Suche

 

About

siebensachen ist seit November 2005 online

Archiv

Mai 2019
April 2019
Februar 2019
Januar 2019
Dezember 2018
November 2018
März 2018
Februar 2018
Januar 2018
Dezember 2017
November 2017
Oktober 2017
September 2017
August 2017
Juli 2017
Juni 2017
Mai 2017
April 2017
März 2017
Februar 2017
Januar 2017
Dezember 2016
November 2016
Oktober 2016
September 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016
Mai 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Januar 2016
Dezember 2015
November 2015
Oktober 2015
September 2015
August 2015
Juli 2015
Juni 2015
Mai 2015
April 2015
März 2015
Februar 2015
Januar 2015
Dezember 2014
November 2014
Oktober 2014
September 2014
August 2014
Juli 2014
Juni 2014
Mai 2014
April 2014
März 2014
Februar 2014
Januar 2014
Dezember 2013
November 2013
Oktober 2013
September 2013
August 2013
Juli 2013
Juni 2013
Mai 2013
April 2013
März 2013
Februar 2013
Januar 2013
Dezember 2012
November 2012
Oktober 2012
September 2012
August 2012
Juli 2012
Juni 2012
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
September 2009
August 2009
Juli 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
November 2008
Oktober 2008
September 2008
August 2008
Juli 2008
Juni 2008
Mai 2008
April 2008
März 2008
Februar 2008
Januar 2008
Dezember 2007
November 2007
Oktober 2007
September 2007
August 2007
Juli 2007
Juni 2007
Mai 2007
April 2007
März 2007
Februar 2007
Januar 2007
Dezember 2006
November 2006
Oktober 2006
September 2006
August 2006
Juli 2006
Juni 2006
Mai 2006
April 2006
März 2006
Februar 2006
Januar 2006
Dezember 2005
November 2005

User Status

Du bist nicht angemeldet.

aktuell

Flower Crazy

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur f�r neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)
xml version of this topic

twoday.net AGB

resident of antville.org