Schulstunden
Regierungsrätin Aeppli hat Vorschläge zu einer "gezielten Entlastung von Lehrkräften und anderem Schulpersonal" auf den Tisch gelegt. Wichtig war, dass die Entlastung dem Kanton keine Mehrkosten bescheren darf. Also die klassische Geschichte vom Fünfer und dem Weggli.
Ein Vorschlag ist, die wöchentliche Unterrichtszeit der Schülerinnen und Schüler um zwei Stunden zu reduzieren. Welche Stunden gestrichen werden sollen, ist noch offen. Es käme wohl auf einen zweiten schulfreien Nachmittag hinaus, meint Johannes Zollinger, Präsident der Zürcher Schulpräsidenten.
Auf diese Weise könnten rund 80 Millionen "freigespielt" werden, um Lehrpersonen zu entlasten. In erster Linie wird dieses Geld den Klassenlehrpersonen zugutekommen. Sie arbeiten also weniger und bekommen dafür mehr Geld?
Aber nein, es sollen damit die zwei Stunden finanziert werden, die Klassenlehrer für Arbeiten im Zusammenhang mit ihrer Funktion einsetzen. Dafür soll der Berufsauftrag angepasst werden, wie Aeppli sagte. Künftig soll er nicht mehr nur die Anzahl Unterrichtsstunden umfassen, sondern auch die dazu gehörigen Arbeiten. Zum Beispiel Zeugnisse schreiben, korrigieren oder Elterngespräche führen.
Berufsauftrag: "Der Berufsauftrag der Lehrpersonen beschränkt sich nicht auf das Geschehen im eigenen Klassenzimmer, sondern bezieht den ganzen Schulbetrieb mit ein. Neben der Kernaufgabe des Unterrichtens sowie der Vorbereitung und Auswertung des Unterrichts umfasst der Berufsauftrag auch die Zusammenarbeit mit den Eltern, den Behörden, den Kolleginnen und Kollegen, die Weiterbildung, die Mitarbeit an der Gestaltung und Entwicklung der ganzen Schule sowie kleinere organisatorische und administrative Aufgaben im Schulalltag."
Das heisst vereinfacht ausgedrückt, dass die Lehrer zwei Stunden von ihrem Kernauftrag, nämlich Schulkinder zu unterrichten, abgeben um mehr Sitzungen besuchen zu können?
Offen bleibt auch noch, was mit den Kindern in der zusätzlichen freien Zeit geschehen soll. Damit alles Geld voll für die Entlastung der LehrerInnen eingesetzt werden kann, müssten die Kinder nach Hause geschickt werden.
Interessant finde ich, dass praktisch alle Zeitungen den Vorschlag gut finden, kritische Bemerkungen gibt es allenfalls in LeserInnen-Kommentaren oder etwa in der Online-Umfrage des Landboten wo zur Stunde 20,93 Prozent für eine Reduktion der Schulstunden abgestimmt haben gegenüber 79,07 Prozent, die dagegen sind.
Ein Vorschlag ist, die wöchentliche Unterrichtszeit der Schülerinnen und Schüler um zwei Stunden zu reduzieren. Welche Stunden gestrichen werden sollen, ist noch offen. Es käme wohl auf einen zweiten schulfreien Nachmittag hinaus, meint Johannes Zollinger, Präsident der Zürcher Schulpräsidenten.
Auf diese Weise könnten rund 80 Millionen "freigespielt" werden, um Lehrpersonen zu entlasten. In erster Linie wird dieses Geld den Klassenlehrpersonen zugutekommen. Sie arbeiten also weniger und bekommen dafür mehr Geld?

Berufsauftrag: "Der Berufsauftrag der Lehrpersonen beschränkt sich nicht auf das Geschehen im eigenen Klassenzimmer, sondern bezieht den ganzen Schulbetrieb mit ein. Neben der Kernaufgabe des Unterrichtens sowie der Vorbereitung und Auswertung des Unterrichts umfasst der Berufsauftrag auch die Zusammenarbeit mit den Eltern, den Behörden, den Kolleginnen und Kollegen, die Weiterbildung, die Mitarbeit an der Gestaltung und Entwicklung der ganzen Schule sowie kleinere organisatorische und administrative Aufgaben im Schulalltag."
Das heisst vereinfacht ausgedrückt, dass die Lehrer zwei Stunden von ihrem Kernauftrag, nämlich Schulkinder zu unterrichten, abgeben um mehr Sitzungen besuchen zu können?
Offen bleibt auch noch, was mit den Kindern in der zusätzlichen freien Zeit geschehen soll. Damit alles Geld voll für die Entlastung der LehrerInnen eingesetzt werden kann, müssten die Kinder nach Hause geschickt werden.
Interessant finde ich, dass praktisch alle Zeitungen den Vorschlag gut finden, kritische Bemerkungen gibt es allenfalls in LeserInnen-Kommentaren oder etwa in der Online-Umfrage des Landboten wo zur Stunde 20,93 Prozent für eine Reduktion der Schulstunden abgestimmt haben gegenüber 79,07 Prozent, die dagegen sind.
waltraut - Montag, 20. September 2010, 19:27