Adieu alte NZZ
Erst vor wenigen Tagen habe ich die NZZ nach einem Ausrutscher mit dem Tagi wieder abonniert und jetzt das! Ein Relaunch! Einer der schlechteren Art. Ich hätte nicht gedacht, dass sich meine verlässliche Tageszeitung bei der man sich den Lektürespass mit Konzentration, Nachdenken und Ausdauer verdienen musste in einem so verwässerten Aufguss daherkommen wird.
Klar gewöhnt man sich an alles, aber es macht es mich trotzdem ein bisschen traurig, wieder hat sich etwas Bewährtes dem zeitgeist gebeugt. Zudem wird mir jetzt klar für wieviel ich zahle für das ich eigentlich kein Interesse habe. Der ganze zweite Bund könnte von mir aus nämlich wegbleiben.
SpiegelOnline urteilt so:
Doch jetzt hat es die "NZZ" erwischt. Sie hat ihr Layout, ihre Struktur und damit ihr ganzes Wesen geändert. Es ist, nach einigen kleineren Korrekturen im Jahr 2005, die erste einschneidende Überarbeitung seit 63 Jahren. In einem online gestellten Video-Interview mit Markus Spillmann, dem, wie es auf schweizerisch heißt, "Chefredaktor" der Zeitung, erklärt der aus Köln stammende Art-Direktor Mike Meiré, der unter anderem für "Brand Eins" verantwortlich ist, nun in bestem Branchensprech sein Vorgehen: "Man kann mit den Autoren sprechen: 'Könnt ihr am wording arbeiten, könnt ihr ein bisschen kürzer schreiben?"
Die "NZZ", so Meiré, sei eine "alte Tante" der man einmal einen "Klaps in den Nacken geben" müsse - der Grafiker als Hooligan. Man kann Meiré dankbar sein, dass er dem Blatt dabei nicht gleich das Genick gebrochen hat.
Klar gewöhnt man sich an alles, aber es macht es mich trotzdem ein bisschen traurig, wieder hat sich etwas Bewährtes dem zeitgeist gebeugt. Zudem wird mir jetzt klar für wieviel ich zahle für das ich eigentlich kein Interesse habe. Der ganze zweite Bund könnte von mir aus nämlich wegbleiben.
SpiegelOnline urteilt so:
Doch jetzt hat es die "NZZ" erwischt. Sie hat ihr Layout, ihre Struktur und damit ihr ganzes Wesen geändert. Es ist, nach einigen kleineren Korrekturen im Jahr 2005, die erste einschneidende Überarbeitung seit 63 Jahren. In einem online gestellten Video-Interview mit Markus Spillmann, dem, wie es auf schweizerisch heißt, "Chefredaktor" der Zeitung, erklärt der aus Köln stammende Art-Direktor Mike Meiré, der unter anderem für "Brand Eins" verantwortlich ist, nun in bestem Branchensprech sein Vorgehen: "Man kann mit den Autoren sprechen: 'Könnt ihr am wording arbeiten, könnt ihr ein bisschen kürzer schreiben?"
Die "NZZ", so Meiré, sei eine "alte Tante" der man einmal einen "Klaps in den Nacken geben" müsse - der Grafiker als Hooligan. Man kann Meiré dankbar sein, dass er dem Blatt dabei nicht gleich das Genick gebrochen hat.
waltraut - Mittwoch, 23. September 2009, 17:03
man wolle sich verabschieden von der bleiwüste, heisst es. dabei war es eben gerade diese inhaltliche dichte, die die nzz ausmachte, was sich sichtbar manifestierte. und jetzt ist sie ziemlich fad geworden optisch, über die inhalte kann ich mich noch nicht auslassen, habe sie noch nicht gelesen,
schade eigentlich!