35. Eidgenössisches Hornusserfest
Am vergangenen Wochenende ist das 35. Eidgenössische Hornusserfest zu Ende gegangen. Als mir mein Mann vor vielen Jahren vom Schweizer Nationalsport Hornussen erzählte, dachte ich das sei ein Witz. Da stehen mitten auf einer Wiese oder einem abgeernteten Acker Männer, die mit einem Brett an einer Stange versuchen einen golfballgrossen Flugkörper zu stoppen, den ein Schläger mit einer 2 Meter langen flexiblen Rute von einem Häufchen aus Lehm hinauf ins Blaue geschlagen hat. Die Männer im Feld, im Ries, versuchen ihre Bretter, Schindeln genannt, genau dann in die Luft zu werfen wenn der Nuoss (so heisst das in der Luft fast unsichtbare aber mit 180 kmh ziemlich schnelle Geschoss) über sie hinwegzischt. "Abtue" heisst das. Wenn der Nuoss nicht abgetan wird gibt es ein Nummero, einen Fehlpunkt. (Video)

Später machte ich selbst dann Feldforschung unter den Hornussern. Für meine Lizentiatsarbeit nahm ich am Eidgenössischen Hornusserfest 1989 teil. Es wurde in Aarberg ausgetragen, im Kanton Bern, wo es noch genügend grosse und flache Wiesen gibt für diesen traditionellenSport. Im "Ueli der Knecht" hat Gotthelf bereits so ein Hornusserfest beschrieben.
Hornussen braucht viel Platz und viel Vorarbeit ist notwendig für ein Eidgenössisches Fest. Die Bauern, denen die Felder gehören, müssen die Fruchtfolge drei Jahre im Voraus planen und bis zum Fest muss abgeerntet sein.
Eidgenössische Feste gehen auf das 19. Jahrhundert zurück, es waren Männerfeste, Frauen waren willkommen - als Samariterinnen, Servierpersonal oder Ehrendamen.

Später machte ich selbst dann Feldforschung unter den Hornussern. Für meine Lizentiatsarbeit nahm ich am Eidgenössischen Hornusserfest 1989 teil. Es wurde in Aarberg ausgetragen, im Kanton Bern, wo es noch genügend grosse und flache Wiesen gibt für diesen traditionellenSport. Im "Ueli der Knecht" hat Gotthelf bereits so ein Hornusserfest beschrieben.
Hornussen braucht viel Platz und viel Vorarbeit ist notwendig für ein Eidgenössisches Fest. Die Bauern, denen die Felder gehören, müssen die Fruchtfolge drei Jahre im Voraus planen und bis zum Fest muss abgeerntet sein.
Eidgenössische Feste gehen auf das 19. Jahrhundert zurück, es waren Männerfeste, Frauen waren willkommen - als Samariterinnen, Servierpersonal oder Ehrendamen.
waltraut - Dienstag, 1. September 2009, 05:14