Ansichtskarten
Der Professor für Deutsche Sprachwissenschaften an der Uni Zürich, Heiko Hausendorf, hat sich mit Ansichtskarten als Alltagskommunikation befasst.

Anders als bei den sterilen SMS lässt sich bei Ansichtskarten auch der Prozess des Schreibens ablesen: "Einige fangen mit grossem Schriftzug an: «Ihr Lieben, Wetter gut, Wasser warm ...» und dann wird die Schrift immer kleiner und kleiner, erreicht die Kartenkante und für die Unterschriften bleibt dann nur noch der Rand – quer zum Text.
Diesen Prozess des Schreibens nimmt der Leser zusätzlich zum Inhalt der Karte wahr. Das kann keine E-Mail oder SMS vermitteln."
Die Ansichtskarte an Frl. Bertha Iseli stammt aus einem Sammelalbum das ich irgendwann einmal geschenkt bekommen habe. Die Bemerkung quer zum Haupttext heisst: "Lass mich nicht mehr länger warten, mein Album braucht noch Ansichtskarten."
Trotz SMS und Email werden auch heute noch Ansichtskarten gesammelt.

Anders als bei den sterilen SMS lässt sich bei Ansichtskarten auch der Prozess des Schreibens ablesen: "Einige fangen mit grossem Schriftzug an: «Ihr Lieben, Wetter gut, Wasser warm ...» und dann wird die Schrift immer kleiner und kleiner, erreicht die Kartenkante und für die Unterschriften bleibt dann nur noch der Rand – quer zum Text.
Diesen Prozess des Schreibens nimmt der Leser zusätzlich zum Inhalt der Karte wahr. Das kann keine E-Mail oder SMS vermitteln."
Die Ansichtskarte an Frl. Bertha Iseli stammt aus einem Sammelalbum das ich irgendwann einmal geschenkt bekommen habe. Die Bemerkung quer zum Haupttext heisst: "Lass mich nicht mehr länger warten, mein Album braucht noch Ansichtskarten."
Trotz SMS und Email werden auch heute noch Ansichtskarten gesammelt.
waltraut - Montag, 27. Juli 2009, 16:32