Es erheitert mich, dass ich genau dieses Bild - im Gegensatz zum Beitrag - so überhaupt nicht "empörend" finde. Ganz im Gegenteil. Eine der seltenen Gelegenheiten für die Amerikaner mal nicht als Kulturkannibalen und dumm-dösige Ethno-Trampel dazustehen, sondern ausnahmsweise auf die kulturellen bzw. religiösen Eigenheiten anderer Nationen Rücksicht zu nehmen. Wo genau das Problem sein sollte, wenn sich jemand in einem islamischen Staat ein Kopftuch aufsetzt, den Vatikan in einem mindestens knielangen Rock besucht oder sich in einer Synagoge eine Kippa aufsetzt, kann ich nicht ganz sehen.
Im übrigen ist es auch nicht so, dass sich der "Präsident" nicht um "guten Ton" bemüht - auch wenn der darauf folgende Schluss, es geschähe, weil es sich bei dem Besuch ja nur um eine Frau handelt sich damit anbietet und willkommen aufgenommen wird. Aufmerksame Beobachter und am Weltgeschehen Interessierte können feststellen, dass viele islamische Staatsmänner bei keiner Gelgenheit je eine Krawatte tragen. Selbst dann nicht, wenn sie den männlichsten Kollegen besuchen, dessen sie habhaft werden, denn, die Krawatte wird als Symbol des Westens in einigen Ländern (wie z. B. genau in Iran) abgelehnt.
Vor ein paar Jahren konnte es einem als Geschäftsmann auf Besuch in einem der streng islamistisch regierten Länder passieren, dass man mit Krawatte richtig Ärger bekam.
Das finde ich zwar reichlich restriktiv und absolut überflüssig. Aber in Singapur muss ich meinen Reisepass beim Apotheker zeigen, wenn ich Kaugummi kaufen will. So what...?
Dass man religiöse Stätten in einer Kleidung besucht, wie sie von der jeweiligen Kultur erwartet wird, verstehe ich. Aber wieso ist das Büro oder der offizielle Empfangsraum eines Staatsoberhaupts ein religiöse Stätte?
Zweitens, wenn, wie Sie sagen, viele islamische Staatsmänner keine Krawatte tragen, weil sie als Symbol des Westens angesehen wird, warum soll dann eine westliche nichtislamische Frau ein Kopftuch, Symbol für die Unterordnung der Frau, tragen?
Und was soll der Vergleich mit dem Reisepass beim Apotheker?
Um mir nicht wegen eines schlecht recherchierten und dem Grunde nach belanglosen Artikels einen Schreibkrampf einzuhandeln, habe ich auf eher leicht verständliche Analogien zurückgegriffen. Aber was soll´s....
Es ging mir nicht um Religionsstätten, sondern um Sitten. So wie meine Freundin im Urlaub auf Griechenland auch nicht an jedem Strand "blank ziehen" kann, selbst wenn´s hier in D auch auf dem Rasen vor dem Rathaus keinen mehr interessiert.
Das Kopftuch ist erstmal kein Symbol der Unterordnung der Frau, sondern hat mehr was von Sitte und Anstand. So wie Edmund Stoiber nicht in Turnschuhen oder Birkenstocksandalen zum Wiener Opernball gehen sollte. Bei den verrückten Amerikanern tragen zum Beispiel die Frauen bei den Amish-People (und die sind mal was wirklich christlich!) auch zwangsweise Kopfbedeckung. (Entsprechend 1. Korinther ff.)
Was den Reisepass und den Apotheker betrifft: Nochmal lesen, überdenken, dann wird es
vermutlich klar. Ansonsten: egal; mein Fehler, aber simpler ist mir jetzt zu umständlich.
Genau anderer Auffassung...
Im übrigen ist es auch nicht so, dass sich der "Präsident" nicht um "guten Ton" bemüht - auch wenn der darauf folgende Schluss, es geschähe, weil es sich bei dem Besuch ja nur um eine Frau handelt sich damit anbietet und willkommen aufgenommen wird. Aufmerksame Beobachter und am Weltgeschehen Interessierte können feststellen, dass viele islamische Staatsmänner bei keiner Gelgenheit je eine Krawatte tragen. Selbst dann nicht, wenn sie den männlichsten Kollegen besuchen, dessen sie habhaft werden, denn, die Krawatte wird als Symbol des Westens in einigen Ländern (wie z. B. genau in Iran) abgelehnt.
Vor ein paar Jahren konnte es einem als Geschäftsmann auf Besuch in einem der streng islamistisch regierten Länder passieren, dass man mit Krawatte richtig Ärger bekam.
Das finde ich zwar reichlich restriktiv und absolut überflüssig. Aber in Singapur muss ich meinen Reisepass beim Apotheker zeigen, wenn ich Kaugummi kaufen will. So what...?
Vergleiche hinken
Zweitens, wenn, wie Sie sagen, viele islamische Staatsmänner keine Krawatte tragen, weil sie als Symbol des Westens angesehen wird, warum soll dann eine westliche nichtislamische Frau ein Kopftuch, Symbol für die Unterordnung der Frau, tragen?
Und was soll der Vergleich mit dem Reisepass beim Apotheker?
Haben nicht alle eine leichte Gehbehinderung?
Es ging mir nicht um Religionsstätten, sondern um Sitten. So wie meine Freundin im Urlaub auf Griechenland auch nicht an jedem Strand "blank ziehen" kann, selbst wenn´s hier in D auch auf dem Rasen vor dem Rathaus keinen mehr interessiert.
Das Kopftuch ist erstmal kein Symbol der Unterordnung der Frau, sondern hat mehr was von Sitte und Anstand. So wie Edmund Stoiber nicht in Turnschuhen oder Birkenstocksandalen zum Wiener Opernball gehen sollte. Bei den verrückten Amerikanern tragen zum Beispiel die Frauen bei den Amish-People (und die sind mal was wirklich christlich!) auch zwangsweise Kopfbedeckung. (Entsprechend 1. Korinther ff.)
Was den Reisepass und den Apotheker betrifft: Nochmal lesen, überdenken, dann wird es
vermutlich klar. Ansonsten: egal; mein Fehler, aber simpler ist mir jetzt zu umständlich.