Dieter Bohlen oder die Moralische Pflicht
Während der heutigen ersten Vorlesung zur Theorie moralischer Verpflichtung von Peter Schaber kam mir Dieter Bohlen in den Sinn. Es ging darum, ob es eine moralische Pflicht gibt, etwas zu tun oder nicht zu tun. Und zwar eine Pflicht, die einem nicht von aussen auferlegt wird, z.B. von einer Ideologie oder einer Religion, sondern die einfach existiert. Nicht spezifisch im christlichen Umfeld sondern die in allen Gesellschaften existiert. Überall gibt es Dinge, die einfach nicht getan werden dürfen.
Eine Pflicht, das sind nicht bloss gute Gründe, practical reasons, etwas zu tun oder nicht zu tun (weil man es halt so tut oder weil es nett ist oder weil es einem selbst gut tut.) Pflicht ist eine Verpflichtung, ein Müssen.
Schabers Thesen für die Vorlesung sind: Eine moralische Pflicht ergibt sich aus den moralischen Rechten der anderen. Diese Anderen haben moralische Rechte, weil sie Wesen mit Würde sind. Würde ist ein besonderer Anspruch von Personen, nämlich der Anspruch auf Selbstachtung. Selbstachtung ist aber nicht bloss ein Recht, sondern auch eine Pflicht gegen sich selbst.
Eine moralische Pflicht, so der Dozent, sei zum Beispiel, einen Kandidaten nicht zu demütigen „und wenn man es doch tut, ist es eine Schweinerei!“
Ich weiss nicht, ob sich Schaber „Deutschland sucht den Superstar“ anschaut, ich bezweifle es. Jedenfalls wird alles, was Schaber in seiner Vorlesung vorgetragen hat, in dieser Show gründlichst missachtet.
Ich habe nur einen Ausschnitt gesehen doch er geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Auf der einen Seite sind es die Kandidaten, die ihre Pflicht zur Selbstachtung verletzen, die so unbegabt, so untauglich und so verblendet sind, dass es wehtut und die sich trotzdem dem Casting und der Öffentlichkeit aussetzen. Auf der anderen Seite die Jury mit dem zynischen menschenverachtenden D.B. und seinen boshaften Kommentaren. Und nicht zu vergessen die Fernseh-Zuschauer, die sich an diesem traurigen Spektakel ergötzen
Eine Pflicht, das sind nicht bloss gute Gründe, practical reasons, etwas zu tun oder nicht zu tun (weil man es halt so tut oder weil es nett ist oder weil es einem selbst gut tut.) Pflicht ist eine Verpflichtung, ein Müssen.
Schabers Thesen für die Vorlesung sind: Eine moralische Pflicht ergibt sich aus den moralischen Rechten der anderen. Diese Anderen haben moralische Rechte, weil sie Wesen mit Würde sind. Würde ist ein besonderer Anspruch von Personen, nämlich der Anspruch auf Selbstachtung. Selbstachtung ist aber nicht bloss ein Recht, sondern auch eine Pflicht gegen sich selbst.
Eine moralische Pflicht, so der Dozent, sei zum Beispiel, einen Kandidaten nicht zu demütigen „und wenn man es doch tut, ist es eine Schweinerei!“
Ich weiss nicht, ob sich Schaber „Deutschland sucht den Superstar“ anschaut, ich bezweifle es. Jedenfalls wird alles, was Schaber in seiner Vorlesung vorgetragen hat, in dieser Show gründlichst missachtet.
Ich habe nur einen Ausschnitt gesehen doch er geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Auf der einen Seite sind es die Kandidaten, die ihre Pflicht zur Selbstachtung verletzen, die so unbegabt, so untauglich und so verblendet sind, dass es wehtut und die sich trotzdem dem Casting und der Öffentlichkeit aussetzen. Auf der anderen Seite die Jury mit dem zynischen menschenverachtenden D.B. und seinen boshaften Kommentaren. Und nicht zu vergessen die Fernseh-Zuschauer, die sich an diesem traurigen Spektakel ergötzen
waltraut - Montag, 18. Februar 2008, 17:01
D.B.