Wie die Schweizer wirklich wohnen
So heisst eine neue "ethnografische Studie zum Wohn- und Einrichtungsverhalten" des Gottlieb Duttweiler Instituts im Auftrag von (Möbel) Pfister. Ich durfte dazu einen kleinen Beitrag als "Expertin" leisten. Die Studie ist recht ansprechend und trotz der gebotenen Kürze, 37 Seiten, auch informativ.
Ein Erkenntnis-Schwerpunkt ist, dass die Wohnenden heute weniger Gewicht auf die "richtigen" Möbelstücke als auf die "Kleinteile" legen. Die "richtigen" Möbelstücke sind sozusagen nur Kulisse für das wirkliche Leben mit den schönen Dingen. Das fand ich in dieser Deutlichkeit interessant aber auch nicht neu.
Die "Kleinteile" waren ja auch nicht schon immer da sondern haben einmal ihren Anfang genommen. (Wenn man von der Gründerzeit und ihrem üppigen Schmuckbedürfnis absieht.)
Es gibt tatsächlich jemand, der diese Accessoires ins Rollen gebracht hat: Ivar Kamprad! In den 1970er Jahren zog er mit seinem Ikea Möbelhaus nicht nur kaufende Kunden an sondern auch jede Menge Schaulustige. Die sollten doch auch Geld liegenlassen. Kamprad hatte da die Idee der Boutique "Accenten" in der zu Anfang Küchenartikel und bald auch Dekorationsgegenstände zu so niedrigen Preisen angeboten wurden, dass "jeder, der zu uns kommt, wenigstens etwas kauft". (Ikea Facts 1984)
Solche Wohnboutiquen waren in den 1970er Jahren noch unbekannt, haben sich dann in den 1980er Jahren verbreitet wie Pilze nach dem Regen. Nicht nur Möbelhäuser, auch Kaufhäuser folgten diesem Trend und heute kann man sich nicht mehr vorstellen, dass es eine Zeit ohne die modernen Nippes aus Glas, Kork, Blech, Glitzer, Stroh, Filz, Spiegel, Leder, Holz und Plastik gegeben hat.
Jetzt stand ein entsprechendes Angebot für die konsumwilligen Kunden bereit und Wohn- und Frauenzeitschriften haben das Ihre zum Höhenflug der preisgünstigen Accessoires beigetragen, ebenso natürlich die gestiegene Kaufkraft und eine lockerere Haltung zur Nachhaltigkeit des Erworbenen. Wer sich an die Serie Einsatz in 4 Wänden erinnert, erinnert sich auch daran, dass zum Schluss des Einsatzes Tine Wittler mit allerlei farbenfrohem Schnickschnack dem Raum das "Unverwechselbare" gab.
Heute lebt vermutlich halb China von unserem Dekorationsbedürfnis.
Hier kann man sich die Lieblingsplätze anschauen, die vom Publikum hochgeladen und bewertet wurden.
Ein Erkenntnis-Schwerpunkt ist, dass die Wohnenden heute weniger Gewicht auf die "richtigen" Möbelstücke als auf die "Kleinteile" legen. Die "richtigen" Möbelstücke sind sozusagen nur Kulisse für das wirkliche Leben mit den schönen Dingen. Das fand ich in dieser Deutlichkeit interessant aber auch nicht neu.
Die "Kleinteile" waren ja auch nicht schon immer da sondern haben einmal ihren Anfang genommen. (Wenn man von der Gründerzeit und ihrem üppigen Schmuckbedürfnis absieht.)
Es gibt tatsächlich jemand, der diese Accessoires ins Rollen gebracht hat: Ivar Kamprad! In den 1970er Jahren zog er mit seinem Ikea Möbelhaus nicht nur kaufende Kunden an sondern auch jede Menge Schaulustige. Die sollten doch auch Geld liegenlassen. Kamprad hatte da die Idee der Boutique "Accenten" in der zu Anfang Küchenartikel und bald auch Dekorationsgegenstände zu so niedrigen Preisen angeboten wurden, dass "jeder, der zu uns kommt, wenigstens etwas kauft". (Ikea Facts 1984)
Solche Wohnboutiquen waren in den 1970er Jahren noch unbekannt, haben sich dann in den 1980er Jahren verbreitet wie Pilze nach dem Regen. Nicht nur Möbelhäuser, auch Kaufhäuser folgten diesem Trend und heute kann man sich nicht mehr vorstellen, dass es eine Zeit ohne die modernen Nippes aus Glas, Kork, Blech, Glitzer, Stroh, Filz, Spiegel, Leder, Holz und Plastik gegeben hat.
Jetzt stand ein entsprechendes Angebot für die konsumwilligen Kunden bereit und Wohn- und Frauenzeitschriften haben das Ihre zum Höhenflug der preisgünstigen Accessoires beigetragen, ebenso natürlich die gestiegene Kaufkraft und eine lockerere Haltung zur Nachhaltigkeit des Erworbenen. Wer sich an die Serie Einsatz in 4 Wänden erinnert, erinnert sich auch daran, dass zum Schluss des Einsatzes Tine Wittler mit allerlei farbenfrohem Schnickschnack dem Raum das "Unverwechselbare" gab.
Heute lebt vermutlich halb China von unserem Dekorationsbedürfnis.
Hier kann man sich die Lieblingsplätze anschauen, die vom Publikum hochgeladen und bewertet wurden.
waltraut - Samstag, 23. Juli 2011, 17:28