Wo die Welt noch in Ordnung ist
Castelrotto im Südtirol bzw. im Alto Adige ist die Heimat der Kastelruther Spatzen. Ich hab sie noch nie gehört und würde jeden Umweg in Kauf nehmen um ihnen aus dem Weg zu gehen. Aber Erfolg bleibt Erfolg. 16 Millionen Platten haben sie verkauft und 110 goldene Schallplatten erhalten.
Auch wenn man Musik und Stil der Spatzen nicht mag, (volkstümliche Musik sei das nicht, sondern "Schlager in Trachten" beschreibt es Thomas Schulz in spiegel-online heute) ihre Geschichte und ihr Erfolg sind interessant, da sie offensichtlich mit den wirtschaftlichen und sozialen Umständen ihrer Fans zusammenhängen:
"Es sind nicht nur die Alten, die Rentner, die Heimatverliebten, wie es dem Klischee der Volksmusikfans entspricht, sondern die Verunsicherten, Beunruhigten, einfaches Glück Herbeisehnenden." ... "Die Leute kommen zu uns, weil sie hier abschalten können...Und weil es den Leuten im Hartz-IV-Land schlechtgeht", sagt einer der Sänger.
Typisch für die volkstümliche Musik sei auch ihre Abgeschlossenheit, schreibt Thomas Schulz weiter:
"In dem Mikrokosmos mit eigenen Zeitschriften, Radiosendern und TV-Shows gibt es fast keine Schnittmengen mit der Popkultur. Selbst der Boulevard interessiert sich nur, wenn etwa Patrick Lindner mit seinem Ex-Lebensgefährten um das adoptierte Kind streitet."
Es sei wie ein Stigma, das sich alle Volksmusikanten und Schlagerbands teilen, die Strafe für Lieder, die sich meist nur um himmlische Gefühle, großes Verlangen, zärtliche Abenteuer drehen. "Das ständige Belächeltwerden, die Häme, die fehlende breite Anerkennung. Das Kichern der Popstars und Plattenmanager, das jedes Mal bei der Echo-Verleihung durch den Saal geht, wenn die Kastelruther Spatzen wieder einmal den wichtigsten deutschen Musikpreis verliehen bekommen."
Irgendwie erinnert mich das Ganze an den Spott, den die "Qualitäts", "Elite" oder "A-Blogger" gerne über die anderen Blogs ausschütten, über die Katzenblogs und noch viel schlimmer, über die Strickblogs!
Auch wenn man Musik und Stil der Spatzen nicht mag, (volkstümliche Musik sei das nicht, sondern "Schlager in Trachten" beschreibt es Thomas Schulz in spiegel-online heute) ihre Geschichte und ihr Erfolg sind interessant, da sie offensichtlich mit den wirtschaftlichen und sozialen Umständen ihrer Fans zusammenhängen:
"Es sind nicht nur die Alten, die Rentner, die Heimatverliebten, wie es dem Klischee der Volksmusikfans entspricht, sondern die Verunsicherten, Beunruhigten, einfaches Glück Herbeisehnenden." ... "Die Leute kommen zu uns, weil sie hier abschalten können...Und weil es den Leuten im Hartz-IV-Land schlechtgeht", sagt einer der Sänger.
Typisch für die volkstümliche Musik sei auch ihre Abgeschlossenheit, schreibt Thomas Schulz weiter:
"In dem Mikrokosmos mit eigenen Zeitschriften, Radiosendern und TV-Shows gibt es fast keine Schnittmengen mit der Popkultur. Selbst der Boulevard interessiert sich nur, wenn etwa Patrick Lindner mit seinem Ex-Lebensgefährten um das adoptierte Kind streitet."
Es sei wie ein Stigma, das sich alle Volksmusikanten und Schlagerbands teilen, die Strafe für Lieder, die sich meist nur um himmlische Gefühle, großes Verlangen, zärtliche Abenteuer drehen. "Das ständige Belächeltwerden, die Häme, die fehlende breite Anerkennung. Das Kichern der Popstars und Plattenmanager, das jedes Mal bei der Echo-Verleihung durch den Saal geht, wenn die Kastelruther Spatzen wieder einmal den wichtigsten deutschen Musikpreis verliehen bekommen."
Irgendwie erinnert mich das Ganze an den Spott, den die "Qualitäts", "Elite" oder "A-Blogger" gerne über die anderen Blogs ausschütten, über die Katzenblogs und noch viel schlimmer, über die Strickblogs!
waltraut - Freitag, 3. November 2006, 10:21