Das Paradies kann nicht bleiben.
In der Halle, in der das aktuelle Headerbild aufgenommen wurde, fand gestern ein Podiumsgespräch statt, zu ebendem Areal, auf dem sich diese Halle befindet. Um Stadtentwicklung ging es und insbesondere um den Umgang mit frei werdenden oder frei gewordenen ehemaligen Industriearealen innerhalb der Stadt. Da gibt es verschiedene Vorgehensweisen und der „Winterthurer Weg“ im Städtebau hat gestern trotz tropischen Temperaturen viele Interessierte angelockt.
Kreativ zerstören und kreativ wieder aufbauen sei der Kernpunkt städtebaulicher Erneuerung, meinte der Wiener Architekt Adolf Kraschnitz. Das heisst, man darf nicht einfach alles abreissen um dann irgendein Starobjekt eines Stararchitekten zu verwirklichen sondern man muss kleine Schritte tun. Kraschnitz hält nicht viel von "Unique"-Projekten, Städte müssten in Schichten wachsen können und sie müssen auch mit ihren hässlichen Seiten umgehen können.

Keine Stararchitektur sonder kleinräumige gewachsene Zwischennutzungen.
Man muss auch etwas stehen lassen, man darf nicht alles abreissen, diese Erkenntnis hat der Zürcher Stadtrat Martin Waser aus Projekten in Zürich gezogen. Nicht weil es Denkmalschutz oder Heimatschutz so verlangen, sondern weil die Menschen Identifikationsräume brauchen, an Gewohntem anknüpfen müssen, um in ihrer Stadt nicht fremd zu werden.
Leonhard Fischer, CEO der Winterthur Versicherungen, plädiert dafür, manchmal die ökonomische Vernunft abzuschalten, was ihm zustimmendes Geraune und zaghaften Beifall einbrachte. Wirklich gute Projekte, Projekte, die in der Substanz und in der Ästhetik überdauern, entstehen nicht, wenn man nur die Ertragsbilanz im Auge hat.
Aber schlussendlich muss sich das ganze doch rechnen. Deshalb müssen die kreativen Zwischennutzungen, die sich auf dem Sulzerareal breitgemacht haben, die Arbeitsplätze geschaffen und das Areal mit Leben gefüllt haben, in Kauf nehmen, dass ihr Bleiben beschränkt ist, dazu Stadtpräsident Ernst Wohlwend: „Es tut mir selber weh, dass das Paradies nicht bleiben kann.“
Kreativ zerstören und kreativ wieder aufbauen sei der Kernpunkt städtebaulicher Erneuerung, meinte der Wiener Architekt Adolf Kraschnitz. Das heisst, man darf nicht einfach alles abreissen um dann irgendein Starobjekt eines Stararchitekten zu verwirklichen sondern man muss kleine Schritte tun. Kraschnitz hält nicht viel von "Unique"-Projekten, Städte müssten in Schichten wachsen können und sie müssen auch mit ihren hässlichen Seiten umgehen können.

Keine Stararchitektur sonder kleinräumige gewachsene Zwischennutzungen.
Man muss auch etwas stehen lassen, man darf nicht alles abreissen, diese Erkenntnis hat der Zürcher Stadtrat Martin Waser aus Projekten in Zürich gezogen. Nicht weil es Denkmalschutz oder Heimatschutz so verlangen, sondern weil die Menschen Identifikationsräume brauchen, an Gewohntem anknüpfen müssen, um in ihrer Stadt nicht fremd zu werden.
Leonhard Fischer, CEO der Winterthur Versicherungen, plädiert dafür, manchmal die ökonomische Vernunft abzuschalten, was ihm zustimmendes Geraune und zaghaften Beifall einbrachte. Wirklich gute Projekte, Projekte, die in der Substanz und in der Ästhetik überdauern, entstehen nicht, wenn man nur die Ertragsbilanz im Auge hat.
Aber schlussendlich muss sich das ganze doch rechnen. Deshalb müssen die kreativen Zwischennutzungen, die sich auf dem Sulzerareal breitgemacht haben, die Arbeitsplätze geschaffen und das Areal mit Leben gefüllt haben, in Kauf nehmen, dass ihr Bleiben beschränkt ist, dazu Stadtpräsident Ernst Wohlwend: „Es tut mir selber weh, dass das Paradies nicht bleiben kann.“
waltraut - Freitag, 16. Juni 2006, 13:28