Er ist tot!
Wenn ein Mensch, der so viel Leid und Tod in die Welt gebracht hat, stirbt, dann sind wohl alle froh. Dass man aber auf der Strasse tanzt und sich offiziell und offentlich darüber freut, dass Bin Laden in seinem eigenen Haus umgebracht wurde, dann finde ich das befremdlich. Dass ein Friedensnobelpreisträger den Auftrag zu dieser Tötung gegeben hat, ist für mich auch kaum zu verstehen.
Was glaubt man damit zu erreichen? Obamas Wiederwahl, Friede auf Erden oder Rache? So naiv kann doch niemand sein zu glauben mit dem Tod eines einzelnen Mannes sei die Terrorgefahr geringer geworden.
Zitate aus dem lesenswerten Artikel von Stefan Kuzmany von Spiegel Online:
"Aber wenn der sogenannte Krieg gegen den Terror seine Legitimation aus einem Bewusstsein der eigenen moralischen und zivilisatorischen Überlegenheit zieht dann sind gerade solche Details (die Seebestattung) von Bedeutung.
Der Vatikan hat bereits verbreiten lassen, dass es sich für Christen nicht gehört, den Tod eines Menschen zu bejubeln - und sei es auch ein noch so schlechter Mensch.
Es sind wohl letztlich leider nicht "die Kräfte des Friedens", die hier gesiegt haben, wie Merkel meint, sondern die Anhänger einer archaischen Blutrache-Moral. Dass sich die Spitzen unserer Regierungsparteien dieser Ideologie unterwerfen, bedeutet einen zivilisatorischen Rückfall. Die Erleichterung über den Tod Bin Ladens ist nachvollziehbar, der Applaus für seine Hinrichtung ist es nicht.
Ob die Welt mit seinem Abgang friedlicher wird? Das darf man bezweifeln."
Was glaubt man damit zu erreichen? Obamas Wiederwahl, Friede auf Erden oder Rache? So naiv kann doch niemand sein zu glauben mit dem Tod eines einzelnen Mannes sei die Terrorgefahr geringer geworden.
Zitate aus dem lesenswerten Artikel von Stefan Kuzmany von Spiegel Online:
"Aber wenn der sogenannte Krieg gegen den Terror seine Legitimation aus einem Bewusstsein der eigenen moralischen und zivilisatorischen Überlegenheit zieht dann sind gerade solche Details (die Seebestattung) von Bedeutung.
Der Vatikan hat bereits verbreiten lassen, dass es sich für Christen nicht gehört, den Tod eines Menschen zu bejubeln - und sei es auch ein noch so schlechter Mensch.
Es sind wohl letztlich leider nicht "die Kräfte des Friedens", die hier gesiegt haben, wie Merkel meint, sondern die Anhänger einer archaischen Blutrache-Moral. Dass sich die Spitzen unserer Regierungsparteien dieser Ideologie unterwerfen, bedeutet einen zivilisatorischen Rückfall. Die Erleichterung über den Tod Bin Ladens ist nachvollziehbar, der Applaus für seine Hinrichtung ist es nicht.
Ob die Welt mit seinem Abgang friedlicher wird? Das darf man bezweifeln."
waltraut - Mittwoch, 4. Mai 2011, 15:48