Sonntag, 11. Oktober 2009

Wow! Friedensnobelpreis für Obama

Ich habe mich über den Friedensnobelpreis für Obama gefreut. Weil ich verstanden habe, dass dies keine Auszeichnung für vergangene Taten sein soll sondern Anerkennung für Visionen und Hoffnungen.
Es freuen sich auch andere, aber nicht über den Preis sondern dass sie wieder ungehemmt Amerika-Bashing betreiben können. Dass sie endlich wieder über einen amerikanischen Präsidenten herfallen und ihn demontieren können nachdem er vorher zum Messias hinaufstilisiert wurde.
Es war eine ungewöhnliche aber eine gute Entscheidung Obama den Preis zu verleihen. Ich hoffe und wünsche mir sehr dass der Geist des Friedens den Präsident bei seinen künftigen Handlungen leitet und dass er dabei die Unterstützung erfährt, die er braucht.

Hier ein Kommentar von tilman in der taz
ich bin sehr überrascht von den Reaktionen der Leser, auf die Vergabe des Preises.
Wenn man die Sache objektiv betrachtet, ist es natürlich nicht gerechtfertigt, dass er so früh diesen Preis erhält. Die Debatte in wie weit der Preis an Glaubwürdigkeit verloren hat sei mal dahin gestellt.
Insgesammt sollte man den Umstand realistisch bewerten. Obama mag einige seiner Verpsrechungen nicht eingehalten haben, aber welcher Politiker tut das schon.Man sollte stattdessen anerkennen, was es bedeutet wenn Die USA und Russland sich wieder aufeinander zu bewegen.
Anerkennen was es heißt, wenn der amerikanische Präsident, nach acht Jahren grauenhafter internatinaler Außenpolitik, es wagt Kompromisse mit den "problematischsten" Parteien der Welt, gewillt ist einzugehen.
Ich hätte mir keinen besseren Kanidaten für diesen Preis vorstellen können. Denn wie das Gremium richtig erkannt hat, kann dieser Preis ein Zeichen sein, grade weil er in dieser weltpolitischen Situation, vergeben an Obama, Debatten und Diskusionen auslösen wird. Meiner Minung nach ist das die beste Möglichkeit, um überhaupt eine Sensibilisierung, für das Thema Frieden, von Massen zu schaffen.

Samstag, 10. Oktober 2009

Heiter und tiefsinnig

Ich war wieder mal im Kino. Giulias Verschwinden. Da hat wirklich jede Minute Spass gemacht und der Film war viel zu schnell zu Ende. Dabei war er nicht nur heiter sondern auch tiefsinnig. Eine bitter-zynische Komödie sei es, urteilt Isabel Rohr: Diese bitter-zynische Komödie über das Älterwerden bringt den Zuschauer zum Schmunzeln oder Stirnerunzeln und ist sicher etwas für begeisterte Martin Suter- Leser.
Mir hat der Film gefallen, obwohl ich die Glossen und Romane von Martin Suter, von dem das Drehbuch stammt, eigentlich nicht mag.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Fernbedienung

Erst wenn etwas nicht mehr funktioniert nimmt man es schmerzlich wahr. Die Fernbedienung zum Beispiel. Irgendwie hat das Kind an den Knöpfen am Fernseher herumgedrückt mit dem Effekt dass die Fernbedienung nur noch zur Lautstärkeregelung benützt werden kann. Zum Senderwechsel, Aus- oder Einschalten muss man sich neben den Apparat knien und mit der Taschenlampe die richtigen Knöpfe suchen. Wer dann vom Sender 5 auf Sender 21 will muss ganz schön oft drücken. Hin- und Her zappen ist nicht. Wie haben die das früher während der Werbung gemacht?
Die Fernbedienung hat bereits Wissenschaftler interessiert wie etwa die deutsche Kommunikationswissenschaftlerin Jutta Röser:
Ein Befund bleibt in allen Studien erhalten: Die Fernbedienung ist nach wie vor mehrheitlich in Männerhand. Dies kann Ausdruck anhaltender männlicher Dominanz beim Fernsehen sein; das Festhalten der Fernbedienung könnte aber auch - so eine Überlegung von Gauntlett und Hill (1999: 246) - ein vorwiegend symbolisches Zeichen von Macht und Kontrolle darstellen, auf das viele Männer Wert legen.
NB: auch die Fernbedienung war durch die Machenschaften des Kindes in Mitleidenschaft gezogen, Herausnehmen und Ersetzen der Batterien hat wieder alles ins Lot gebracht. Merke!

Dienstag, 6. Oktober 2009

Kulturweg Limmattal

Wir haben am Montag den Kulturweg Limmattal von Neuenhof nach Baden unter die Schuhe genommen. Hat sich sehr gelohnt. Die Kunstwerke waren zwar manchmal nicht als solche zu erkennen, im Laufe der 18 Jahre die dieser Kulturweg besteht haben sie Patina angesetzt oder sich in die Umgebung eingefügt.
neuenhof1

neuenhof3
Das spannendste Stück des Wegs ist die Staumauer des Kraftwerks Wettingen. Vorher der ruhige Stausee auf dem gemächlich ein paar Schwäne ziehen, danach die Schleusen, die Bahnbrücke, die Autobahn, der schlimme Lärm der Fahrzeuge aber auch die Renaturierungsbestrebungen mit der längsten Fischtreppe Europas. Dank ihr sollen Fische wieder vom Rhein bis in den Zürichsee schwimmen können. Unten geht der Weg über eine alte Holzbrücke, im Hintergrund oben das Kloster Wettingen und eine wunderschöne Platanenallee. Es könnte idyllisch sein wenn man den Strassenlärm ausblenden könnte.
neuenhof4
Am Uferhang der Limmat kann man weiter bis Baden spazieren, dort aufs andere Ufer wechseln und auf dem Kulturweh nach Neueunhof zurückkehren.
Wir sind in Baden geblieben, mit dem Lift in die Oberstadt hinaufgefahren und im Himmel haben wir heisse Schoggi und Vermicelles bestellt, wie es sich für einen Herbstausflug gehört.

Montag, 5. Oktober 2009

Steinapfel

Man sieht sie nur noch selten, die Mispel, auch Steinapfel genannt. Am Waldrand habe ich einen kleinen Baum mit den interessanten gut walnussgrossen Früchten entdeckt.

mispel

Die Mispel ist ein Kernobstgewächs, das im Mittelalter weit verbreitet war. Essen kann man die Früchte erst nach langer Lagerung oder wenn sie Frost abbekommen haben. Sonst sind sie sauer und durch das enthaltene Tannin sehr herb.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Lesestoff

Ich hatte mir schon Vorwürfe gemacht, dass wir die NZZ wieder ins Haus geholt haben. Sie war genauso schnell gelesen wie eine Gratiszeitung.
Aber gestern war alles anders. So viel kann ich an einem Tag gar nicht lesen, ich müsste schon mit der Bahn nach Lausanne und zurück fahren. Also Seiten herausreissen und heute ist ja Sonntag.
Das hat mich interessiert:

Polanskiaden
. "Nach der anfänglichen Empörung vieler Kulturschaffender ist im Laufe der Woche ein Bewusstseinsprozess in Gang gekommen.Offenbar haben auch die "Kulturschaffenden" endlich das gehirn eingeschaltet: "Manchmal sei es wohl besser auf ein Statement zu verzichten und etwas länger zu überlegen, ärgerte er (der Schweizer Regisseur Micha Lewinsky) sich über sich selber.
Eine mutige Frau. Kartika Sukarno wurde in Malaysia wegen Biertrinkens zu einer Prügelstrafe verurteilt.
Kroatischer Blut und Boden-Rockstar Der Umstrittene kroatische Rockstar Marko Perkovic und seine Wirkung auf junge Leute "Bei den jungen Konzertbesuchern kommt aber hinzu dass sie oftmals wohl keine genaue Vorstellung haben, welche Bedeutung die Texte oder Symbole wirklich tragen. Eine Figur wie Perkovic wird dann zum Symbol um das man sich auf der Suche nach Gemeinschaft und Identifikation schart."
Keine Furcht vor falscher Bilderverehrung. Die neuen Kirchenfenster im Zürcher Grossmünster von Sigmar Polke.
Das auch noch:
+ Das letzte Zuhause. Wie Demenzkranke in Basel in betreuten Wohngemeinschaften zusammenleben.
+ Wellen aus Glas am Mythenquai. Neubau der Swiss Re nach den Plänen von Diener & Diener.
+ Das schönste Haus weit und breit. Das Gut Mädikon am Gratweg auf den Üetliberg hat eine sagenumwobene Vergangenheit.

Samstag, 3. Oktober 2009

Kindermuseum

Wir haben das Kindermuseum Baden besucht, für ein paar Tage ist dort Alain Schartner mit seinen Kugelbahnkonstruktionen aus Kupferdraht und Lötzinn zu Gast. Kleine Bahnen gibt es und grosse, für Kinder und Erwachsene faszinierend.
kugelbahn
Auch andere Dinge im Kindermuseum die man anfassen oder mit denen man etwas tun kann, fesseln das Kind. Antikes Spielzeug hingegen interessiert ihn nicht, ausser er kann es einschalten und zum Laufen bringen, wie die alten Modelleisenbahnen.
baden

Mehr über Kugelbahnen

Freitag, 2. Oktober 2009

Schmuckkörbchen

Als Gartenblumen mag ich die Cosmeen, die auch Schmuckkörbchen heissen. Auf dem Markt kostet eine Pflanze 2 Franken 50, genau soviel wie ein Samentütchen mit mehr als 50 Samenkörnern. Deshalb beschloss ich dieses Jahr selbst Cosmeen zu ziehen. Es war anspruchsvoll und brauchte viel Hege, Pflege und regelmässiges Giessen. Wegen der Schnecken die Cosmeen auch sehr gerne haben, musste ich alles in Töpfen ziehen.
Einige Pflanzen sind verschiedenen Unglücken zum Opfer gefallen, einige konnte ich dann doch in den Garten verpflanzen. Aber sie sind lediglich gewachsen und gewachsen. Fast zwei Meter hohes frisches Grün aber keine Blüten. Vieleicht war ich zu spät dran mit der Aussaat?
Doch jetzt am Ende des Sommers blühen sie üppig und ich freue mich über ihre Farben.
cosmeen
Cosmeen stammen übrigens aus Mexiko, sie neigen offenbar zum Verwildern und gehören an manchen Orten zu den invasiven Pflanzen.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Weihnachtsbeginn

Eigentlich hätte ich statt dem Bild oben auch eines mit Sternchen, Glitzerkram und Schneeflocken einstellen können, denn das Weihnachtsfest hat heute begonnen. Eine umgestaltete Interio Filiale eröffnete heute mit zwei Stockwerken voller Weihnachtsdeko und die Leute haben tatsächlich gekauft! Die wenigen "richtigen" Einrichtungsgegenstände die noch angeboten werden sind in den zweiten Stock verbannt.
Auch in den anderen Läden denkt man an Weihnachten, wer gar etwas basteln oder handarbeiten möchte fürs Fest - jetzt ist die Zeit zum Einkaufen.
weihn11 weihn21
Halloween wäre ja auch noch zu feiern.

Mittwoch, 30. September 2009

Frühförderung

Kinder lernen fürs Leben im Spiel, in der alltäglichen Auseinandersetzung mit der Umgebung, mit Eltern und anderen Kindern. Wie wichtig es ist, die wissensdurstigen kleinen Wesen in ihrem Entdeckerdrang zu unterstützen hat die Forschung längst gezeigt. So viel wie in den ersten Lebensjahren lernt ein Mensch nachher nie mehr. Die frühe Erkundung der Welt in der NZZ vom Dienstag.
Wie wahr, deshalb matschen wir im Sand, entlocken dem Xylophon aufregende Klänge, versuchen zu laufen und und sind einfach den ganzen Tag an der Arbeit.
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