Hair Ice - Haar Eis
Anfang des Monats war es war es ziemlich kalt. Nachts und in den Vormittagsstunden herrschten Minus Temperaturen. Auf einem Waldspaziergang sah ich bei einer gefällten Buche einen Ast auf dem Boden liegen, mit etwa einem handgrossen Schneeball "angeklebt". Sonst war weit und breit kein Schnee zu sehen und auch kein Rauhreif.

Ich habe den Stock hin und her gedreht, ihn fotografiert und mich gewundert. Der "Schnee" sah aus wie sehr feine etwa 2 bis 3 cm lange Locken. Sonst, wie gesagt, gab es weit und breit nichts das aussah wie Schnee.
Zu Hause habe ich verschiedene Bildersuchen im Internet unter snow und branch oder wood and ice gestartet und bin rasch fündig geworden auf der Webseite von James R. Carter, Professor Emeritus, Geography-Geology Department, Illinois State University: Ice Formation on Dead Wood. Dort fand ich einen Verweis auf Gerhard Wagner und Christian Mätzler von der Uni Bern: Haareis auf morschen Laubholz ein biophysikalisches Phänomen.
Es handelt sich beim Haareis sehr einfach gesagt um einen winteraktiven Pilz (Exidiopsis effusa, auf Deutsch die Rosagetönte Gallertkruste) im morschen Ast, der durch feine Kanäle Wasser ausstösst das an der Oberfläche des Astes gefriert und durch das nachdrängende Wasser weiter "wächst".
Aha!
Ich bin am nächsten immer noch kalten Tag nochmals in das Waldstück und habe einige Äste mit Haareis entdeckt. Einen davon mitgenommen und im Garten ausgelegt. Der Tag wurde wärmer und das Haareis schmolz vollständig. In der Nacht wieder Minusgrade und Nebel - am nächsten Tag neues Haareis. Auch das ist schliesslich geschmolzen und ich habe den Stecken vergessen. Letzte Nacht gab es wieder Minusgrade und mein Stock trug wieder eine eisige Haarpracht. Die mittlerweile am Schmelzen ist.


Ich bin ganz entzückt vom Wunder der Natur!
Noch ein paar Links:
Geheimnisvolles Haareis. Einstein SRF
Das Magazin Dezember 2013
Tagesanzeiger 2015

Ich habe den Stock hin und her gedreht, ihn fotografiert und mich gewundert. Der "Schnee" sah aus wie sehr feine etwa 2 bis 3 cm lange Locken. Sonst, wie gesagt, gab es weit und breit nichts das aussah wie Schnee.
Zu Hause habe ich verschiedene Bildersuchen im Internet unter snow und branch oder wood and ice gestartet und bin rasch fündig geworden auf der Webseite von James R. Carter, Professor Emeritus, Geography-Geology Department, Illinois State University: Ice Formation on Dead Wood. Dort fand ich einen Verweis auf Gerhard Wagner und Christian Mätzler von der Uni Bern: Haareis auf morschen Laubholz ein biophysikalisches Phänomen.
Es handelt sich beim Haareis sehr einfach gesagt um einen winteraktiven Pilz (Exidiopsis effusa, auf Deutsch die Rosagetönte Gallertkruste) im morschen Ast, der durch feine Kanäle Wasser ausstösst das an der Oberfläche des Astes gefriert und durch das nachdrängende Wasser weiter "wächst".
Aha!
Ich bin am nächsten immer noch kalten Tag nochmals in das Waldstück und habe einige Äste mit Haareis entdeckt. Einen davon mitgenommen und im Garten ausgelegt. Der Tag wurde wärmer und das Haareis schmolz vollständig. In der Nacht wieder Minusgrade und Nebel - am nächsten Tag neues Haareis. Auch das ist schliesslich geschmolzen und ich habe den Stecken vergessen. Letzte Nacht gab es wieder Minusgrade und mein Stock trug wieder eine eisige Haarpracht. Die mittlerweile am Schmelzen ist.


Ich bin ganz entzückt vom Wunder der Natur!
Noch ein paar Links:
Geheimnisvolles Haareis. Einstein SRF
Das Magazin Dezember 2013
Tagesanzeiger 2015
waltraut - Donnerstag, 14. Januar 2016, 14:54