Mediale Hyperventilation
Lang aber sehr lesenswert ist Die Lust an der politischen Schweinegrippe von Ulrich Schmid, NZZ-Korrespondent in Berlin - Untertitel: Der extrem breite politische Konsens in Deutschland fördert Hysterisierung, Tabuisierung und Verdrängung zentraler Themen.
Von "medialer Hyperventilation" schreibt Ulrich, die von profilierungssüchtigen Politikern zur Dauerpolemik über Oberflächlichkeiten benützt werde, während die "wichtigen Probleme des Landes, wie etwa die horrende Staatsschuld von 1,7 Billionen Euro, auf der Strecke bleiben
Er diagnostiziert einen tiefen Graben zwischen Volk und politischer Elite: "Vieles spricht dafür, dass die Deutschen, wagte man nur etwas mehr direkte Demokratie, ihre D-Mark schon längst wieder hätten - nun, nach der Griechenland-Krise, erst recht. Dass sich Berlin niemals in Afghanistan engagiert hätte, steht fest; vielleicht hätte man sogar bereits der EU den Rücken gekehrt."
Von "medialer Hyperventilation" schreibt Ulrich, die von profilierungssüchtigen Politikern zur Dauerpolemik über Oberflächlichkeiten benützt werde, während die "wichtigen Probleme des Landes, wie etwa die horrende Staatsschuld von 1,7 Billionen Euro, auf der Strecke bleiben
Er diagnostiziert einen tiefen Graben zwischen Volk und politischer Elite: "Vieles spricht dafür, dass die Deutschen, wagte man nur etwas mehr direkte Demokratie, ihre D-Mark schon längst wieder hätten - nun, nach der Griechenland-Krise, erst recht. Dass sich Berlin niemals in Afghanistan engagiert hätte, steht fest; vielleicht hätte man sogar bereits der EU den Rücken gekehrt."
waltraut - Samstag, 25. September 2010, 16:01