Hopp Schwiiz

"Der Schweizer Beitrag zur Geschichte des Fussballs ist weithin unterschätzt", heisst es im Klappentext. Sportbegeisterte junge Engländer, die Privatschulen am Genfersee besuchten, hatten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Football in die Schweiz gebracht.
"Es war ein seltsames Spiel. Ein Dutzend junger Männer, manche fast noch Knaben, angetan mit verschmutzten Kniebundhosen, leichten Pullovern und runden Mützen, rannten auf einem abgesteckten Grasplatz wild durcheinander, drängten und fielen, feuerten sich an oder riefen heisere Flüche..." so beschrieb Walther Bensemann, der eine Privatschule in Montreux besuchte und der schliesslich den Fussball nach Deutschland brachte, das ursprünglich recht wilde Geschehen.
In den frühen Jahren des Fussballs haben die Schweizer das Spiel eifrig popularisiert. Einer der ersten Fussball-Clubs in Europa war der FC St. Gallen, Hans Gamper von Winterthur gründete den FC Barcelona und zwei Schweizer spielten 1905 bei Juventus Turin. Dies wurde im offiziellen Organ des Schweizer Fussballverbands folgendermassen kommentiert: "Also überall in Italien sind Schweizer Spieler anzutreffen. Sie spielen, lehren und dirigieren das Spiel. Wenn dann einmal die Eigenschaften der Eidgenossen mit denjenigen der Italiener zusammenwachsen und wenn sie uns dann Niederlagen zufügen, werden sich die italienischen Fussballer mit Wohlwollen an ihre ersten und wahren Erzieher erinnern" .
Bortlik ergeht sich jedoch nicht nur im Historischen sondern schreibt auf 250 Seiten die Kulturgeschichte des Schweizer Fussballs bis in die Gegenwart - aber das muss ich erst noch lesen.
waltraut - Freitag, 11. Juni 2010, 14:26