Journalisten am Fliessband
Meine aktive Zeit als Journalistin auf einer Redaktion ist schon ein Weilchen her und ich bedaure es nicht dass ich mich damals ausgeklinkt habe. Die "Industrialisierung der Medien" wie es die NZZ beschreibt, würde ich nur ungern mitmachen.
Ein paar Sätze aus dem Artikel, den wohl eine Reise in den Newsroom im Axel-Springer-Hochhaus ausgelöst und der den "Trend zum multimedialen Newsroom" zum Inhalt hat:
"Nicht eine neue, zukunftsgerichtete und der Gemeinschaft dienliche publizistische Idee stand hinter diesen Konzepten, sondern die Suche nach Einsparungen."
"Aus 1000 Stellen sollen seit der Einfürhung des neuen Konzepts 400 geworden sein, und dabei sei, so versichern die Verantwortlichen, die Qualität der Medien nicht schlechter - im Gegenteil."
"...überall arbeiten (fast) alle für (fast) alles. Und überall wurde den Redaktionen das neue Denken durch eine neue Architektur aufgezwungen."
"Wer aber eine Redaktion nach dem Prinzip 'Reduce to the max' konzipiert, könnte das Wichtigste vergessen haben: Eine Redaktion ist keine Maschine, es sei denn eine Bewusstseinsmaschine."
"Und dann am späten Abend. wünscht man sich Axel Springer herbei... mit dem man in Ruhe hätte darüber reden können, dass jedes Medium seine eigenen Gesetze hat und jede Zeitung ein Gesamtkunstwerk ist. Und dass Journalisten (auch) fürs Nachdenken bezahlt werden."
Ein paar Sätze aus dem Artikel, den wohl eine Reise in den Newsroom im Axel-Springer-Hochhaus ausgelöst und der den "Trend zum multimedialen Newsroom" zum Inhalt hat:
"Nicht eine neue, zukunftsgerichtete und der Gemeinschaft dienliche publizistische Idee stand hinter diesen Konzepten, sondern die Suche nach Einsparungen."
"Aus 1000 Stellen sollen seit der Einfürhung des neuen Konzepts 400 geworden sein, und dabei sei, so versichern die Verantwortlichen, die Qualität der Medien nicht schlechter - im Gegenteil."
"...überall arbeiten (fast) alle für (fast) alles. Und überall wurde den Redaktionen das neue Denken durch eine neue Architektur aufgezwungen."
"Wer aber eine Redaktion nach dem Prinzip 'Reduce to the max' konzipiert, könnte das Wichtigste vergessen haben: Eine Redaktion ist keine Maschine, es sei denn eine Bewusstseinsmaschine."
"Und dann am späten Abend. wünscht man sich Axel Springer herbei... mit dem man in Ruhe hätte darüber reden können, dass jedes Medium seine eigenen Gesetze hat und jede Zeitung ein Gesamtkunstwerk ist. Und dass Journalisten (auch) fürs Nachdenken bezahlt werden."
waltraut - Samstag, 9. Januar 2010, 11:52