
Der Illustrator Henning Wagenbreth hat aus Emails der
Nigeria Connection und ähnlicher dubioser Spam-Mails ein Kunstbuch gemacht. Wagenbreth findet diese afrikanischen Betrugs-Emails skurril geschrieben, bunt und interessant, eine besondere Art von Kultur. Sie seien moderne Märchen, denn wer träumt nicht von Geld und Reichtum? Dass manche Leute auf die Versprechungen der Spams hereingefallen sind, sei zwar kein Grund sich lustig zu machen, aber es „fasziniert hier das Böse genauso wie unsere Verführbarkeit zu Geld und Reichtum“. Bei Wagenbreth überwiegt die Schadenfreude, schliesslich „haben die sich ja als Hehler bereit gestellt“.
(Zitat)
Seit 1988 kennt man die Briefe der Nigeria-Connection, zuerst kamen sie als Faxe, seit gut zehn Jahren werden sie als Emails verschickt. „Die Geschichten, die dabei in diesen Mails erzählt werden, sind so phantastisch, daß jedem vernunftbegabten Menschen sofort auffallen sollte, daß es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Jedoch scheint die Gier bei einigen Menschen den Verstand aussetzen zu lassen.“
Hier sind 761 solcher Briefe gesammelt.
Mittlerweile hat die Nigeria-Connection ihr Arbeitsfeld erweitert und treibt auf
ebay ihr Unwesen.
waltraut - Donnerstag, 22. März 2007, 05:49