Zum Tag des Lärms

In unserem Quartier ist die Lärmfrage und was man dagegen tun kann akut. Die Linie Zürich, St. Gallen, München führt mitten durch das Quartier und nachts sind die Güterzüge unterwegs. Zum Glück ist in den letzten Jahren das Rollmaterial immer leiser geworden. Nun versprechen die SBB noch "mehr Ruhe in Winterthur" und planen Lärmschutzwände aufzustellen. Stellenweise sollen sie bis zu vier Meter hoch werden. (Pfeil) Knapp 16 Millionen Franken wollen die SBB dafür ausgeben.

Aber es regt sich Widerstand. Obwohl die Gleise so wie sie heute sind nicht unbedingt einen ästhetischen Genuss darstellen, so sind sie doch "gewachsene" Strukturen. Gras, Büsche und Bäume säumen die Bahnlinie, Wildtiere überqueren sie in der Nacht. Die Gleise trennen das Quartier zwar, aber optisch nimmt man sie kaum mehr wahr.

Betonwände jedoch werden das Ortsbild verschandeln, werden den Häusern und Gärten Licht und Aussicht weg nehmen, werden Sprayer anziehen.
Zudem wird laut NZZ vom Bundesamt für Verkehr eingeräumt, dass die Wirkung der Lärmschutzwände "erfahrungsgemäss stark überschätzt wird".
waltraut - Dienstag, 25. April 2006, 02:18