Grounding oder das dritte Gleis

Am schönsten Sommerabend dieser Woche konnten wir das Winterthurer Laientheaterspektakel, Das dritte Gleis, besuchen. Stimmiger Spielort ist der Vorortsbahnhof Töss.
Das Thema ist ja kein rühmliches für Winterthur, denn mit dem Nationalbahndebakel hatte sich die Stadt in grosse Schulden gestürzt:
"Winterthur hatte für einen Schuldenanteil von gut 8 Mio. Franken geradezustehen. Das entsprach pro Einwohner 600 Franken oder etwa einem halben Jahresverdienst eines Industriearbeiters. Um dem Konkurs zu entgehen, verpfändete die Stadt 1880 ihr gesamtes Hab und Gut dem Kanton. Und dann begannen die Jahrzehnte des Abstotterns: Winterthur erhöhte die Steuern, verpachtete den Gemeindewald – und schnallte auch bei Infrastrukturprojekten den Gürtel enger. Erst am 4. Januar 1954 gab die Zürcher Regierung der Stadt Winterthur den Pfandschein zurück – mehr als 75 Jahre brauchte diese, um die Schulden abzutragen!"

loki

Die Dampfbahn ist der grosse Bühnen-Star! Und nach der Aufführung konnten wir uns von ihr zurück zum Hauptbahnhof fahren lassen.

geissen

Eine wichtige Rolle spielten auch zwei Geissen aber die paar Katzen, die ungeniert mitten durch ihr zur Bühne umgewandeltes Revier spazierten waren im Programm nicht vorgesehen.

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