Alltagsdinge

Vor 131 Jahren wurde der Locher erfunden belehrt uns heute das Google Logo. Es war der Erfinder und Grafiker Friedrich Soennecken, der dieses wichtige Bürohilfsmittel erfunden hat. Was wären die Leitz-Ordner (auch eine Erfindung von Soennecken), die trotz Digitalisierung bis in unsere Zeit omnipresent in Büro und Haushalten sind, ohne den Locher?
Wo hätte ich all die Handouts während des Studiums, all die Kopien wichtiger Texte, die Mitschriften aus den Veranstaltungen, dazu auch die zahlreichen Zeitungs- und Zeitschriftenausschnitte, Rezepte, Dokumente, Bankauszüge, Strickanleitungen und Kopien aller Art aufbewahren können? In Schachteln?

14-2017-11

Heute ist ja alles digital oder e--. Bei mir allerdings nicht. Ich pflege eine etwas unübersichtliche Zettelwirtschaft und hatte mich gestern entschlossen diese Zettel in einem kleinen Ringbuch zu sammeln. Ich besitze zwar noch eines in schwarzem Plastik, aber das enthält eine Sammlung von abgelaufenen Passwörtern..
Ich brauche also ein neues.Ringbuch, das nach einigem Nachfragen im Bürofachgeschäft auch gefunden wird. Es ist ein Miniatur-Ordner in blau mit einer Zwei-Ring Mechanik aus Metall. Vom gleichen Hersteller wie das uralte Schwarze aber etwas breiter und unpraktischer. Die Ringe lassen sich nur schwer öffnen, hoffentlich geht nicht bald das ganze Ringbuch kaputt. Zudem sind ihre Zacken so scharf dass ich mir die Fingerspitze aufzwicke.
Nun kommt der Locher ins Spiel. Es ist ein namenloser und geht ziemlich streng und ist ganz bestimmt keine Schweizer Produkt. Aber er locht.
Das heutige Google Doodle über den Bürolocher hat mich angeregt, mich wieder einmal mit Alltagsdingen, mit Siebensachen zu befassen.
Früher war manches besser aber der grosse Vorteil unserer Zeit ist doch, dass ich nicht in die Zentralbibliothek gehen muss, um mich über allenfalls vorhandene Literatur zum Locher kundig zu machen, sondern alles Wissenswerte und noch viel mehr (ich habe bei der Locher Recherche auch einen Ausflug zum Ultramarin gemacht) aus dem Netz holen kann.
Moonbrother - 15. Nov, 09:42

Was hast Du denn studiert?

waltraut - 16. Nov, 22:06

Die Ordner

geben nicht mein Studium wieder sondern sind gemischt aus vielen meiner Lebensbereiche. (Wo kann man schon "Basteln" studieren.)
NeonWilderness - 17. Nov, 18:17

Hallo Waltraut - bestimmt hat Ihnen das schon mal jemand gesagt, aber das ist wirklich keine besonders glückliche Idee, aktuell genutzte Passwörter in einen Ordner abzuheften. Selbst wenn ein kleines Schlösschen dran wäre... ;)

Passwortsafe

ehmno

Alternativ empfehle ich Keypass 2 (aktuelle Version 2.37), einen elektronischen Passwortsafe. Damit müssen Sie sich nur noch ein gutes, langes Passwort merken, um in den Safe zu kommen, in welchem dann alle Ihre Passwörter sicher (AES256-verschlüsselt) gespeichert sind.


waltraut - 17. Nov, 21:10

Danke für Ihre Besorgnis

Ja, ich weiss, es ist nicht optimal. Aber im Lauf der rund 20 Jahre in denen ich mich mit dem Internet herumschlage, ist eine grosse Anzahl von Passwörtern entstanden, vergessen worden, nicht mehr notwendig, geändert, ersetzt worden (nicht immer von mir aus, nicht immer freiwillig.)
Mein Gedächtnis wurde in dieser Zeit nicht besser und ich traue keinem elektronischen Safe. Sondern nur meinem schwarzen Ringbuch (vielleicht sollte ich es mit einem anderen ersetzen nachdem ich es hier in aller Öffentlichkeit beschreibe.) Vielleicht stimmt das aber alles sowieso nicht was ich hier preisgebe?
NeonWilderness - 18. Nov, 15:39

Natürlich stimmt das alles nicht, was Sie zu Ihrer Passwortaufbewahrungstechnik geschrieben haben! Nur für den rein hypothetischen, absolut fiktionalen Fall, dass doch irgendwo Geheimwörter in irgendwelchen Ordnern stehen, will ich nochmal unverbindlich anmerken, dass diejenige, die so etwas tun würde, noch einmal in sich gehen sollte, zumindest, wenn es sich um besonders sensible, d.h. geldflussrelevante Zugangsdaten handelt (z.B. Paypal, Amazon, ebay, Geldinstitute).

Mindestens in diesen Fällen ist nämlich ein mit AES oder Twofish (den derzeit sichersten Algorithmen) verschlüsselter elektronischer Safe bei weitem sicherer als bedrucktes, brennbares, kopierbares, fotografierbares, entwendbares Papier. Keepass speichert die Safe-Datei nicht in der Cloud (es sei denn, Sie wollen das), sondern nur auf Ihrem Rechner, wo Sie die Datei auch regelmäßig privat sichern können, wie anderes, was Ihnen wichtig ist.

Keepass ist Open Source zertifiziert, d.h. der Quellcode ist offen und durch jeden einseh- und kontrollierbar. Keepass ist kostenlos. Keepass ist gut und richtig und dein Freund. Bitte sagen Sie das den Menschen — falls Sie welche kennen — die ihre Passwörter in gedruckter Form aufbewahren. ;)

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