Sonntag, 13. April 2008

Hortensien

Langsam wird es grün im Garten und ich habe jetzt auch die dürren Hortensienblüten vom letzten Jahr weggeschnitten. Man soll sie ja möglichst lange stehen lassen, da sie die neuen Knospen vor der Kälte schützen.

hortensie

Bewundert habe ich die filigranen Blüten, die sich trotz Schnee Frost und Wind gehalten haben.

... so spät durch nacht und wind?

... eigentlich ist es früh, nicht spät. Das Schulfest nebenan führte zur Schlaflosigkeit und zum Internetkonsum. Zu nachtschlafener Zeit liest man nun den 3456sten Text zur Befindlichkeit der Blogosphäre. "Wer bloggt so spät durch Nacht und Wind" im Feuilleton von Faz.net.
Ob sich die porträtierten Blogger freuen über: "Und sein Blick wird noch stechender, und seine Hand ballt sich zur Faust, und sein rechter Arm fährt mit einem gewaltigen Streich nach vorn: „Das nächste Mal, Freunde, erwisch ich euch kalt!“ oder "... eingehüllt in Zigarettenrauch, grüßt freundlich aus seiner dunklen Souterrainwohnung in der hessischen Kleinstadt Usingen, in der auf einem unauffälligen Wandtisch ein einzelner Computer steht" ?
Das Fazit des Beitrags: "Was treibt die Autoren zu dieser erschöpfenden und doch nicht erschöpften Tätigkeit, zu diesem Medium, das unablässig vorantreibt und keine Pausen gönnt, und zu diesem Text, der seine Schreiber vereinnahmt und überrollt? Was ist der Erkenntnisgewinn aus den unzähligen Diskussionen, was der persönliche Ertrag aus den anonymen oder halbanonymen Scharmützeln, wenn nicht vor allem vor allem das Gefühl des Dabeigewesenseins, damals, als sich ein Medium formierte."

NB (später) stehe ich da alleine mit meinem Missmut? Andere finden den Text lesenswert und schön, wohltuend und gut informiert.