Donnerstag, 6. März 2008

Sauregurkenzeit?

Dass Ikea für Sofas, Kleiderschränke usw. schwedische Namen braucht, für Fussabstreifer und Bodenbeläge jedoch dänische und zu allem eine Klobrille Öresund nennt – nach der Meerenge zwischen Schweden und Dänemark – betrachtet die dänische Gratiszeitung Nyhedsavisen als Mobbing. Und Biggi, eine Teilnehmerin in einem dänischen Diskussionsforum, fragt sich bereits: „Sollten wir IKEA vielleicht jetzt besser boykottieren???“
Die Taz hat die Sache aufgegriffen und nachgeforscht woher denn die Ikea-Namen wirklich kommen und wer sie auswählt und hat folgendes herausgefunden:
„Im schwedischen Konzernsitz Älmhult hat Ikea eine kleine Abteilung, in der die Produktnamen "erfunden" werden. So einfach ist das nämlich gar nicht. 4.000 verschiedene finden sich im aktuellen Katalog. Und sie müssen in allen Ländern, in denen Ikea-Warenhäuser stehen, gleichermaßen anwendbar sein. Dürfen dort nicht etwa für Anstößiges, Unpassendes, Sexuelles stehen. Sie dürfen außerdem nicht mit irgendwo registrierten Firmen- oder Markennamen kollidieren. Müssen deshalb grundsätzlich immer mindestens vier Buchstaben haben. Und in den Namen darf gerne das "exotische" skandinavische å auftauchen. Oder die in vielen anderen Sprachen ungebräuchlichen ä und ö: Das kommt bei den KonsumentInnen dann nämlich irgendwie schwedisch an.“
Wenn man will kann man aus jeder Mücke einen Elefanten machen.
SOL schreibt heute auch darüber.

Papa Moll im Museum

Heute abend ist im Historischen Museum Baden die Vernissage der Sonderausstellung "Frau Papa Moll - Leben und Werk von Edith Oppenheim-Jonas".

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Gleichzeitig ist es die Vernissage für das Buch Spitzkehren und andere Kunststücke. Das Leben von Edith Oppenheim-Jonas, Erfinderin des Papa Moll, zu dem ich ein Kapitel über Papa Moll beigesteuert habe.
Für viele hat Papa Moll etwas Spiessiges, kleinbürgerlich Miefiges. Ich selbst kannte Moll nicht aber wie es oft ist: wenn man sich mit etwas oder jemanden intensiv beschäftigt entdeckt man auch die verborgenen Qualitäten und entwickelt sogar eine gewisse Zuneigung. Deshalb sehe ich die (frühen) Papa Moll Bücher weniger als Kinderliteratur denn als Zeugen einer vergangenen beschaulicheren Zeit. Vielleicht kann man das einmal auch von den heutigen Papa Moll Büchern sagen, in denen sich der Held mit Latzhose, Käppi und Rollbrett an eine junge Generation anbiedert.